Erdbeben in Honduras zerstört mehr als 100 Häuser und zwei Schulen

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Datum: 13. Februar 2010
Uhrzeit: 13:48 Uhr
Ressorts: Honduras, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Am vergangenen Donnerstag, ca. 11:56 pm, wurde Honduras von einem Erdbeben der Stärke 6,1 Grad auf der Richter-Skala heimgesucht. Das Epizentrum des Bebens befand sich in einer Tiefe von 71,4 Kilometer im Departamento Yoro. Erst jetzt wurden aus dem schwer zugänglichen Gebiet von verschiedenen Gemeinden der indigenen Einwohner Schäden gemeldet.

Im September 2007 wurden bereits mehr als 20 Gemeinden im Gebiet des Departemento Francisco Morazán  bei einem Erdbeben der Größenordnung von 7,5 auf der Richter-Skala schwer zerstört. Mehr als 300 betroffene Familien haben sich von dieser Katastrophe immer noch nicht erholt.

Bürgermeister Romulo Ramos teilte mit, dass beim jetzigen Beben in sieben Gemeinden mehr als 100  Häuser und zwei Schulen erhebliche Schäden erlitten. Viele Behausungen stürzten ein, andere sind aufgrund von Rissen im Gemäuer nicht mehr bewohnbar. „Wir wurden von den Kräften der Natur völlig überrascht und sind geschockt. Mehr als 100 Häuser und 2 Schulen sind zerstört, an mehreren Orten befinden sich riesige Krater im Erdboden. Wir hatten Glück, denn es gab keine menschlichen Verluste. Die Schäden sind nur von materieller und psychischer Natur“, so Ramos.

Der Bürgermeister erklärte, dass inzwischen mehr als 20 Mitglieder der Streitkräfte von Honduras in den betroffenen Gemeinden eingetroffen sind und alle erforderlichen Hilfsmassnahmen eingeleitet wurden.
Laut Ramos sind die erlittenen Schäden erheblich. „Wir haben eine Menge Leute, die sehr nervös sind. Sie leiden unter Angst-Attacken und  sind moralisch und physisch geschädigt, da sie ihr ganzes Eigentum verloren haben“.

Dies hat sehr viel mit dem Erdbeben von 2007 zu tun. Damals verloren viele Einwohner in der Gegend ihre Häuser. Die Regierung versprach rasche Hilfe, doch die Geschädigten leben heute noch in total zerfallenen Hütten und unter Zeltplanen. Es flossen keine grosszügigen Spenden der internationalen Staatengemeinschaft, die Menschen wurden vergessen. Viele Geschädigte müssen heute noch täglich zu Wohlfahrtsverbänden pilgern, um wenigstens eine kleine Hilfe zu erhalten. Dieser Zustand ist traurige Realität und die Menschen haben sich damit abgefunden, in einem Land zu wohnen, wo ein Beben ihre Häuser in Ruinen verwandelte. Trotzdem geben sie die Hoffnung nicht auf, eines Tages wieder ihr eigenen kleines Haus zu besitzen um ein besseres Leben führen zu können.

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