Álvaro Uribe: Acht Jahre sind eine kurze Zeit

URIbe

Datum: 15. Februar 2010
Uhrzeit: 08:56 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Zwei Regierungsperioden sind laut dem Präsidenten von Kolumbien, Álvaro Uribe Vélez, nicht ausreichend um die Sicherheit und den Frieden in Kolumbien wiederherzustellen.

„Acht Jahre sind eine kurze Zeit für ein Land, das in 200 Jahren der Unabhängigkeit nur 47 Jahre des Friedens erlebte. Acht Jahre sind wenig Zeit, um die Sicherheit wiederherzustellen“, teilte Uribe, der seit dem 7. August 2002 der amtierende Präsident der Republik Kolumbien ist, in einem Interview mit einem kolumbianischen Radiosender mit.

Uribe ist für sein hartes Durchgreifen im Kampf gegen die kolumbianischen Guerilla-Organisationen (FARC und ELN) bekannt. Obwohl sein innenpolitischer Kurs auch im Ausland stark umstritten ist, war sein politischer Rückhalt während seiner ersten Amtszeit  in der Bevölkerung Umfragen zufolge sehr stark.Uribe scheint auch während seiner zweiten Amtszeit die Popularität eines großen Teils der Bevölkerung zu genießen. Anfang 2008 erreichten seine Zustimmungswerte 81 %.

Das Verfassungsgericht in Kolumbien prüft derzeit die Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes, welches Uribe eine dritte Amtszeit erlauben würde. Am 28. Mai 2006 wurde Uribe von 62,2 % der Wähler im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Das war der höchste Wert, den ein Präsident in Kolumbien in den letzten 80 Jahren erreicht hatte. Auch in absoluten Werten lag Uribe mit 7,3 Mio. Stimmen vor allen seinen Vorgängern. Die Wahlbeteiligung lag dabei mit 45 % unter der der letzten 20 Jahre.

Uribe selbst vermeidet seit einem Jahr die direkte  Beantwortung ob er ein Gesetz, welches seine Wiederwahl „erlauben“ würde, befürwortet.

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  1. 1
    togo

    Die Unterstützung für Uribe ist laut Umfragen groß in Kolumbien. Aber 85% waren der Höhepunkt nach der Operation Schachmatt. Danach ist sie wieder auf 64% gefallen. Was immer noch hoch ist im lateinamerikanischen Vergleich. Nur Lula, Funes und Bachelet schneiden besser ab.

    http://1.bp.blogspot.com/_7Se7iswAanA/Svd4uMjvQPI/AAAAAAAAJyM/8ff_X-i0mzw/s1600-h/uribe_poll1.gif

  2. 2
    Christian Ladwig

    Die angebliche Zustimmung für Uribes Administration sollte sehr
    differenziert betrachtet werden:
    Die Zustimmungswerte für Uribe werden durch Gallup, eine US-
    amerikanische Firma, anhand von 1000 Telefonaten monatlich, durchgeführt bei besserbetuchten Haushalten in Bogota, Medellin,
    Cali und Baranquilla …. –
    In Kolumbien findet defacto ein Bürgerkrieg der „Privilegierten“ in den Städten gegen die ländliche Bevölkerung statt(in Kolumbien grösste Anzahl an Binnenflüchtlingen weltweit …). Dies hat mit systematischer Vertreibung der Landbevölkerung zu tun, durch die Regierung stillschweigend befördert aufgrund ihrer Projekte wie zum Beispiel der geplanten Pflanzung von 6.000.000 ha Palmölplantagen (60000km² !!), Fläche von ganz Bayern, jeder Quadratmeter …. -, generelles Ziel einer ungestörten Rohstoffausbeutung, wobei die Paramiltärs sich illegal massenweise Landtitel aneignen, wobei dies auch noch durch die Uribe-Administration gesetzlich flankiert wird –

    Dass mit den Zustimmungswerten für Uribe gehört somit ins Reich der Märchen – In den Städten, obere Mittelschicht, Oberschicht,
    klar da sind die Leute Feuer und Flamme, kriegen ja auch durch die im Oligarchenbesitz befindlichen Massenmedien (TV, Presse)
    nur Propaganda mit – Die Leute auf dem Land müssen das Blut mit-
    bringen und ihre Liebsten beweinen ….

    Wäre mal ganz angebracht, dass ihr etwas differenzierter berichtet.
    Grüsse

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