Bolivien: Steigende Importe und stagnierender Export von Mineralien

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Datum: 30. Juni 2012
Uhrzeit: 15:55 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Nahrungsmittelproduktion in den letzten Jahren ausgehöhlt

Dank steigender Verkaufszahlen bei Erdgas verzeichnete Bolivien einen Anstieg der Exporte nach Brasilien und Argentinien um 23 Prozent. Die Importe bei Lebensmitteln, Diesel und Gas für den häuslichen Gebrauch stiegen an, der Export von Mineralien in das Ausland stagnierte. Dies gab am Samstag (29.) das Nationale Institut für Statistik bekannt.

Demnach betrug das Ausfuhrvolumen des südamerikanischen Binnenstaates in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 4,114 Milliarden US-Dollar, von denen 2,135 Milliarden aus dem Verkauf von Gas nach Brasilien und Argentinien resultierten. Die Importe für Diesel und Flüssiggas für den häuslichen Bedarf stiegen in diesem Zeitraum auf 518 Millionen Dollar (Vorjahr 344 Millionen). Die lokale Produktion ist nicht in der Lage, die Binnennachfrage zu decken.

Dem Bericht zufolge stagnierten die Exporte von Mineralien. Zwischen Januar und Mai 2011 exportierte Bolivien Gesteine und Erze im Wert von 1.053 Milliarden US-Dollar, in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres beliefen sich die Exporte auf 1.044 Milliarden Dollar. Nach Ansicht von Experten ist die Stagnation auf den Rückgang der Preise von Silber, Zink, Blei und Zinn auf den Weltmärkten zurückzuführen.

Die gesamten Einfuhren in den ersten fünf Monaten erreichten 3,223 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 22% gegenüber dem Vorjahr entspricht (2,644 Milliarden). Dabei stieg besonders die Einfuhr von Lebensmitteln an. Bolivien war in der Vergangenheit mit Ausnahme von Weizen autark in der Nahrungsmittelproduktion. Klimatische Faktoren und die Innenpolitik des linksgerichteten Präsidenten Evo Morales haben die Nahrungsmittelproduktion in Bolivien in den letzten Jahren ausgehöhlt.

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  1. 1
    Steffen

    Es müsste heißen:“…und die Innenpolitik des linksgerichteten Präsidenten Evo Morales“ hat den Wohlstand des Landes erheblich erhöht und die Bolivianer können sich langsam teurere Produkte aus dem Ausland leisten.

    BIP (PPP) vor Morales: 37,381 Milliarden Dollar
    BIP (PPP) bis 2012 : 54,134 Milliae´rden Dollar

    Quelle: IWF

    Bolivien hat sich wegen Morales‘ Politik von einem der pissärmsten Länder der Welt hochgemausert und hat eine prosperierende Wirtschaft.

  2. 2
    Steffen

    Ausfuhren (5 Monate): 4,114 Milliarden Dollar
    Einfuhren (5 Monate) : 3,223 Milliarden Dollar

    Das heißt, Bolivien exportiert mehr als es inportiert!

  3. 3
    Martin Bauer

    Der Mist den Sie schreiben ist so saudämlich, dass ihn nicht eimal amerika.21 veröffentlichen würde.

  4. 4
    Der Bettler

    Steffen,lebst Du auf einen anderen Planeten,daß Du die Misswirtschaft nicht mitbekommen hast? Hast Du nicht mitgekriegt,daß das Land seit einem Jahr nur mehr bestreikt wird? Daß er seinesgleichen verraten und
    verkauft hat?Eines kann ich Dir 100 % sagen.Morales wird nie mehr gewählt werden,wenn er nicht schon vorher seinen Hut nehmen muß.Wer
    sich mit H.C.verbündet,dieses Land zerbröselt es über kurz oder lang.Du hast nicht den geringsten Schimmer,was in diesen Ländern läuft,und das schlimmste ist,alles gegen das Volk.Du schreibst wirklich einen erbärmlichen Mist.

  5. 5
    Boris

    Bolivien ist eines der ärmsten Länder LA, seit Morales geht es ständig bergauf. Erstmalig kann Bolivien seinen Rentnern eine Rente in Würde von ca. 35 Dollar auszahlen. Privatisierte Unternehmen sind zurückgekauft worden oder es sind Joint Ventures zu Gunsten des b. Staates ausgehandelt worden. Ein großes Problem stellt die Veredelung des eigenen Gases dar, denn dazu fehlen die Kapazitäten, aber Venezuela will helfen.

    Der Staat wird in Zukunft seine Investitionen und Subventionen, die er u.a. aus dem Verkauf des Erdgases bekommt, hoffentlich in staatliche und kooperative Bereiche der Wirtschaft re-investieren. Die Oligarchie will auch etwas abbekommen, aber die hat sich nun nicht als volksnahe Potentaten herausgestellt.

    Übrigens: In LA haben satte 3 Wirtschaftskonstitutionen abgewirtschaftet.

    1. liberale Wirtschaftsordnung
    2. staatsinterventionistische Wirtschaftsordnung
    3. neoliberale Wirtschaftsordnung

    Erst jetzt wird sich zeigen welches „Modell“ entstehen wird, es wird schwer werden, weil B. technologisch abhängig ist.

    Das die eigene Landwirtschaft mit der Nahrungsmittelproduktion nicht nachkommt, wird wohl so sein, die Menschen haben einen Anspruch darauf. Zudem sind die B. auch ungeduldig, sie wollen aus der Armut schnell heraus.

    • 5.1
      Martin Bauer

      Ach so, in der SBZ ging es ja auch immer nur bergauf, und Kuba steht schon lange hoch über dem Rest der Welt

      Heute wohl das gleiche Zeug geraucht, wie Steffen?

      • 5.1.1
        Boris

        Von welcher Dame werden denn Sie bezahlt?

  6. 6
    Der Bettler

    Lies erst mal die Biographie,des Evo Morales,bevor ihr solche Lobeshymnen und Mist schreibt.Wollt ihr mir weismachen,daß ein bettel-
    armer Indigener mit 6 Jahren Grundschule,in der Lage ist,ein Land anständig zu regieren.Noch dazu ein Land das jahrzehnte lang mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat,daß sich auch mit dem Wunder-
    kind nicht geändert hat.Man sollte schon Wirtschaftsrecht,oder Politikwissen
    schaft studiert haben um da mitreden zu können.Also ein unqualifizierter
    Befehleempfänger von Chavez,der ist nämlich genau so blöd.Aber der hat wenigsten seine Volksschule beendet. 72-74 % der bolivianischen Bevölkerung sind Indigene.Die wollen das ihr Land nicht zerstört wird,und
    nicht schnell aus irgendeiner Armut raus.

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