Venezuela: Regierung verstößt erneut gegen Wahlgesetz

chav

Datum: 07. Juli 2012
Uhrzeit: 15:40 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Bestehende Gesetze haben für Chávez keine Gültigkeit

Die venezolanische Regierung hat erneut gegen die Wahlgesetze des Landes verstoßen und einen Marsch von Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles durch den Bezirk La Vega des Municipio Libertador, einer der fünf administrativen Distrikte in die Caracas aufgeteilt ist, verhindert. Laut einem Bericht des regierungskritischen venezolanischen TV-Senders Globovisión errichteten Beamte der Nationalen Polizei eine Barrikade, damit der Wahlkampftross von Capriles den Bezirk nicht durchqueren konnte.

Laut Leopoldo López, Direktor vom „Nationalen Kommando Venezuela“, handelte die Polizei im Auftrag von Innen-und Justizminister Tarek El Aissami. Der immer mehr zum Diktator mutierende Chávez ist dafür bekannt, gegen bestehende Gesetze nach Lust und Laune zu verstoßen und diese stets zu seinen Gunsten auszulegen. Bereits vor einer Woche überschritt er die vom Gesetz eingeräumte und zeitlich begrenze Sendezeit für Kandidaten des Wahlkampfs erheblich.

Capriles wies darauf hin, dass diese Schikane die Angst der Regierung zeige. „Diese Barriere gibt uns noch mehr Kraft, die herrschende Dunkelheit am 7. Oktober zu überwinden“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    patriot

    alle diese völlig durchgeknallten Spontanreaktionen der Regierung erzürnen die Leute nur noch mehr! Meine ultralinke Nachbarin, die seit 14 Jahren fest hinter Chavez stand, marschiert jetzt mit Capriles…; Die bekommen am siebten Oktober aber so einen vor den Latz geknallt, das wird ganz Südamerika erschüttern..

  2. 2
    flo

    „Der immer mehr zum Diktator mutierende Chávez ist dafür bekannt […]“
    Warum immer mehr mutierend, meiner Meinung nach ist er längst Diktator – ich hoffe, Capriles kann mit dieser Schikane irgendwie umgehen und Chavez im Oktober ablösen. So recht glauben daran kann ich nicht, Chavez wird wieder irgendetwas einfallen um die Wahlen zu manipulieren …

  3. 3
    Pandora

    Angst – pure Angst … und leider ist zu befürchten , dass noch so einige „nicht koschere“ ( um es mal harmlos auszudrücken ) passieren werden .
    Hoffentlich bekommen wir , die wir hier leben , und das normale venezolanische Volk , das nicht zu heftig zu spüren ….

  4. 4
    Martin Bauer

    Die Spitze der Opposition im Bundesstaat Aragua hat man bereits ermordet. Der Rest fürchtet um sein Leben. Ich schätze, ohne massive Gewaltanwendung wird das Land niemals wieder frei sein. Wie traurig, in Anbetracht seiner Vergangenheit in der Ära des Romulo Betancourt!

    • 4.1
      peterweber

      Diese Aussage liegt sehr nahe, aber man soll die Hoffnung nie aufgeben.
      Der letzte Weg von Schweinen geht meist auf die Schlachtbank, und das letzte Hemd hat keine Taschen.

  5. 5
    Der Bettler

    So hohe Barrikaden kann der gar nicht aufstellen,und so viel Schikanen
    gegen die Opposition anordnen,daß dieser Knallkopf die Wahl gewinnen kann.Das Volk hat sich 13 Jahre verarschen lassen,und nun kommen sie
    auch schon langsam drauf,was H.C. aus ihrem Land gemacht hat.Alles
    wartet darauf,daß er endlich mal abnippelt,wäre die beste Lösung,um der
    Gefahr eines Bürgerkrieges zu entgehen.Aber dann wird es eine andere Lösung geben ihn los zu werden.

  6. 6
    helma

    HOFFENTLICH BEHAELTST DU RECHT, BETTLER.
    WIR SIND UNTER PEREZ JIMENES ALS IMIGRANTEN GEKOMMEN, HATTEN VON DER HIESIGEN POLITIK KEINE AHNUNG.HABEN KINDER ENKEL UND URENKEL HIER, UND WUENSCHEN UNS NUR DASS UNSERE 2. HEIMAT UNS ERHALTEN BLEIBT.
    LA ESPERANZA ES LO ULTIMO QUE SE PIERDE.

  7. 7
    Der Bettler

    Helma,Sie haben Recht! Die Hoffnung stirbt zuletzt.Ich habe eine langjährige Bekannte,die mir auch viel geholfen hat in den Anfängen.Diese
    Frau ist mit Familie mit 24 Jahren nach Venezuela ausgewandert,heute ist
    sie 86 Jahre alt. Sie bekommt keine Rente,weil sie die Staatsbürgerschaft
    Venezuelas nicht annehmen wollte.Sie schlägt sich mehr schlecht als recht durch.Der Sohn,der in Venez.geboren wurde ist seit ich ihn kenne, gläubiger Chavist,obwohl sie ihm über tausend Hektar Land verstaatlicht haben,und einen Naturpark daraus machten.Bis heute hat er noch keine Entschädigung bekommen.So sehen die Geschäftsgebaren dieser Regierung aus!!! Ich bin mir ziemlich sicher,daß das Elend am 07.10.zu
    Ende istEgal was nachkommt,schlimmer kann es nicht mehr kommen.

  8. 8
    Helma

    HALLO BETTLER, ICH GLAUBE DA BESTEHT EIN IRRTUM, ICH WEISS VON BEKANNTEN DIE HIER GEARBEITET HABEN ,DIE AUCH ALS DEUTSCHE IHRE RENTE HIER BEKOMMEN. ZUM BEISPIEL AUCH ICH.
    DER SOHN VON DEINER BEKANNTEN, HAT SICH NUR NICHT DARUM BEKUEMMERT.(VIVA EL INOMBRABLE.MIE..A)

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