Kuba will mit Bio-Technologie Kaffeproduktion erhöhen

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Datum: 12. Juli 2012
Uhrzeit: 14:31 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Ernte soll auf rund 20.000 Tonnen erhöht werden

Kubanische Forscher versuchen die Nationale Kaffeeproduktion mit Bio-Technologie neu zu beleben. Nach Angaben der Behörden hat ein landesweites Forschungsprojekt
zu Fortschritten bei der Entwicklung neuer Kaffee Sorten mit höheren Erträgen und höherer Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten geführt.

Laut Jose Lacerra Espino, Forscher des Instituts für Pflanzenbiotechnologie, führten Kreuzungen traditioneller lokaler Kaffee-Sorten mit Pflanzen aus Afrika zu stärkeren Erträgen. Dies ermöglicht eine Steigerung der Produktion und rettet rückläufige Sorten. In einem nächsten Schritt sollen etwa 3.000 Kaffeepflanzen der neuen Züchtung in einer Forschungsstation gepflanzt werden, bevor über eine landesweite Kultivierung nachgedacht wird.

Es bleibt jedoch ungewiss, ob die neue, verbesserte Sorte, die marode kubanische Kaffee-Industrie wiederbeleben wird. Seit dem Höchststand in den 1960er Jahren ist die Produktion in den letzten Jahren um etwa 90 Prozent gesunken. Die schlimmste Ernte in der Geschichte wurde 2009 mit der Produktion von 5.500 Tonnen verzeichnet. Havanna gibt jährlich 50 Millionen US-Dollar aus, um die inländische Nachfrage (18.000 Tonnen) zu befriedigen.

„Kaffee-Produktion ist eine strategische Frage für Kuba“, erklärte deshalb der stellvertretender Landwirtschaftsminister Ramon Frometa im Juni. Die wichtigsten Ursachen für den Verfall der Kaffee-Industrie sind auf den Mangel an Finanzmittel, fehlende Ressourcen und schlechtes Management zurückzuführen. Die Regierung hat verschiedene Maßnahmen ins Leben gerufen und geht davon aus, die Produktion bis zum Jahr 2015 auf rund 20.000 Tonnen zu erhöhen. Für die Zukunft ist das optimistische Ziel von 28-30.000 Tonnen pro Jahr anvisiert. „Kuba kann sich nicht den Luxus leisten, pro Jahr 50 Millionen Dollar für Kaffee-Importe auszugeben“, gab Staatschef Raúl Castro den Fahrplan vor.

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  1. 1
    Boris

    Warum werden dann 50 Millionen für den Import ausgegeben, wenn man einen Teil der Ressourcen in die Forschung und Entwicklung neuer Sorten stecken kann? Und die Produktionsmittel können davon auch über mehrere Jahre gekauft werden, dann gibt es eben erstmal keinen Kaffee, das kann der mangelhaften Arbeitsmoral nur helfen.

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