Blutige Unruhen in Venezuela: 15 Tote in 16 Tagen

prison

Datum: 17. Juli 2012
Uhrzeit: 08:32 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bei blutigen Unruhen sind in einer Haftanstalt in Venezuela innerhalb von knapp zwei Wochen fünfzehn Menschen getötet worden. Im Gefängnis Penitenciario (Región los Andes) rebellieren die Gefangenen bereits sei Mai, die Körper der Getöteten werden von den Häftlingen einfach auf den Innenhof der Haftanstalt geworfen. Augenzeugen berichten von unglaublichen Zuständen, Verwesungsgestank liegt über weiten Teilen der Umgebung

Venezuelas Gefängnisse sind berüchtigt für ihr extremen Maß an Gewalt. Die blutigen Bandenkriege, Entführungen, Unruhen, Hungerstreiks durch Überbelegung, schlechte Gesundheit und anhaltender Missbrauch sind tägliche Nachrichten in den lokalen Zeitungen. Ein stetiger Anstieg der Gefängnisinsassen, Korruption, Waffen-und Drogenschmuggel lässt das venezolanische Gefängnis-System kollabieren. Diese Tatsachen werden von der staatlich kontrollierten Presse wohlweislich verschwiegen. Mehrfach angekündigte Verbesserungen sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie stehen.

Laut der venezolanischen Menschenrechtsorganisation Prison Observatory wurden vom 1. Januar bis 30. Oktober vergangenen Jahres 487 Gefängnis-Insassen getötet. Seit Amtsantritt von Präsident Hugo Chávez (1999) bis Ende 2010 gab es 4.506 Todesfälle in den Gefängnissen des Landes.

Die venezolanischen Gefängnisse wurden für etwa 12.000 Gefangene entwickelt. Inzwischen hat die Zahl der Inhaftierten mehr als das Dreifache der Kapazität der Einrichtungen erreicht. In den vergangenen zehn Jahren hat die Regierung nur zwei der dreizehn versprochenen Gefängnisse für etwa 1.200 Insassen gebaut, allerdings für mehr als fünf Milliarden US-Dollar Waffenkäufe getätigt.

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  1. 1
    Der Bettler

    Was glaubt ihr,was da noch alles ans Tageslicht kommt.Hugo der schreckliche,hat sich nicht umsonst eine Villa in Cuba,in nähe seiner Klinik
    bauen lassen.Er weiß,daß er ganz schnell abhauen muß,wenn er die Wahl
    verliert.Die fette Iris,(übrigens auch Meschuke) hat ja jetzt die Haftanstalten
    unter ihre Fittiche.Was passiert? nichts,nichts und nochmal nichts,außer ellenlangen Interviews,und Lügen.Es wird spannend,und gnade euch Gott,
    wenn der Hansdampf die Wahl,wie auch immer gewinnt.

  2. 2
    Martin Bauer

    Für die Angehörigen der jetzigen Regierung wird der Platz noch reichen. Notfalls drückt man ein wenig, damit die Türen zugehen.

    • 2.1
      Annaconda

      Das sind zu Viele .Für die muss man ein Neues bauen oder sie lebenslang dazu verurteilen mit ihrer Familie mit dem „tollen“ Mindestlohn zu leben,welche sie ihren „Untertanen“ zugedachte .Minderwertige Margarine,Pasta und Mayonnaise futtern um nicht zu verhungern und davor ihre geraubten Dollarmillionen,welche sie in ausländischen Banken horten, an das von ihnen doch so geliebte „Volk“ zurückgeben.

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Dann lasst uns von den geraubten Dollar Millionen schöne, saubere, neue Gefängnisse bauen, für die jetzigen Insassen! Aber die Chavista kommen in die alten.

    • 2.2
      Annaconda

      Heute nachmittag hört man Explosionen von Granaten und Schnellfeuergewehren im Gefängniss von San Juan de Lagunillas.Da findet ein Massaker statt und wie immer wird alles unter den roten Teppich gekehrt.Die Toten werden nachts heimlich aus dem Gefängniss abtransportiert und wie viele Anwohner befürchten in Massengräbern verscharrt.Die im Artikel angegebenen Zahlen sind von offizieller Seite verschönt.Keiner soll merken das wir nicht in Alice im Wunderland leben.

  3. 3
    Der Bettler

    Sobald Chavez weg ist,werden mit Sicherheit alle Auslandskonten von ihm
    und seinen Regierungsmitgliedern eingefrohren,und der neuen Regierung
    zurück erstattet.So wurde es bei anderen Ländern auch gehandhabt.Da kann Capriles schon was anfangen damit.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Ist nicht so ganz einfach. Chavez und Co. haben ihr Geld weit gesplittet, auch in Schurkenstaaten. Konten in der westlichen Welt wird man sperren können, die in China z.B. nicht.

      Und Capriles wird sich mit den Forderungen von Ländern konfrontiert sehen, die auf Erfüllung der mit der Chavez Regierung geschhlossenen Verträge pochen (Lieferungen von Erdöl und Iran, Bedienung von Krediten, Lieferung von Waffen, etc.). Capriles würde Zeit, Geduld und die besten Experten in internationalem Recht brauchen, um dem Rest der Welt klar zu machen, dass diese Verträge null und nichtig sind, da mit einer illegitimen Regierung abgeschlossen, die ohne Mandat des venezolanischen Volkes gehandelt hat. Machbar ist das, ich bezweifle aber, dass er in der Lage ist, dies durch zu setzen. Ich denke, er und seine Ratgeber sind dazu nicht fähig, da sie die Sachlage nicht mal klar erkennen. Sie werden nicht kompetente Experten, sondern die USA um Rat fragen und damit die Zukunft von Venezuela an diese verkaufen.

  4. 4
    Der Bettler

    Capriles ist Anwalt für Wirtschaftsrecht.Ich glaube schon, daß er das hin-
    bekommt aus den Verträgen zum größten Teil auszusteigenEr hat es auch schon mal in einem Fernsehinterview angesprochen.Was schon geliefert wurde muß natürlich bezahlt werden.Es waren auch zum großen Teil
    Waffenlieferungen aus Russland.Die kann man aber auch wieder verkaufen.Mit USA will er nur Handel betreiben,ich glaube nicht,daß er deren Ratschläge will.Es gibt auch intelegente Köpfe in Venezuela,die
    durchaus in der Lage sind beratend Capriles zur Seite zu stehen.Das
    Potential Venezuelas wird erst rauskommen,wenn der Hirnrissige weg ist.

  5. 5
    gerda mueller

    Glauben macht bekanntlich seelig

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