Kuba: Erfolgreicher Test von Biokraftstoff aus der Purgiernuss

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Datum: 22. Juli 2012
Uhrzeit: 20:19 Uhr
Ressorts: Kuba, Natur & Umwelt
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Neckermann UrlaubsWelt
► Produktion von 100 Tonnen Biodiesel geplant

Kuba hat einen erfolgreichen Test mit aus der Purgiernuss (Jatropha curcas) gewonnenem Biodiesel durchgeführt. Ein Toyota Hilux (Baujahr 2007) legte 1.500 Kilometer mit einer Mischung von 70% mineralischem und 30% Biodiesel zurück. Bereits vor einer Woche wurde eine neu errichtete Anlage in der Provinz Guantanamo eingeweiht, die zukünftig pro Jahr bis zu 100 Tonnen Biodiesel produzieren soll.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der aus der Familie der Wolfsmilchgewächse stammenden Purgiernuss liegt im tropischen Amerika, in der Karibik und von Mexiko bis Chile. Aufgrund ihres giftigen Saftes wird sie kaum von Tieren gefressen und ist in tropischen Ländern eine ideale Pflanze zur Aufforstung kahler Landstriche oder zur Wiederaufforstung wegen Dürre oder Bodenerosion aufgegebener Agrarflächen.

Da Jatropha auch auf ertragsschwachen Böden angebaut werden kann, konkurriert die Pflanze nicht direkt mit Flächen, die z. B. für die Produktion von Nahrungsmitteln genutzt werden können.

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  1. 1
    Der Bettler

    Falls es nicht wieder nur Propaganda ist,wäre es eine gute Sache.

    • 1.1
      Boris

      Propaganda ist was Sie schreiben!

    • 1.2
      Martin Bauer

      Mein Gott, wie lächerlich! JETZT kommen die damit und tun so, als wäre das was Neues! Und das wegen lausigen 100 Tonnen Treibstoff! Bereits vor 9 Jahren habe ich auf dem Gebiet der Biodiesel Produktion mit Öl der Jatropha Curcas Pflanze gearbeitet. In mehreren afrikanischen Ländern gibt es seit langem stattliche Anbauflächen der Pflanze, ebenso in Indien und Pakistan. Die Sache ist nicht schlecht und bietet einige beeindruckende Vorteile gegenüber anderen ölhaltigen Pflanzen. Man kann natürlich nicht den Weltbedarf an Treibstoff damit decken, sonst müsste die Jatropha Curcas ganze Staaten überwuchern. Allerdings befindet sich das Geschäft längst in den Händen der grossen Mineralölkonzerne, allen voran BP. Die Abhängigkeit von denen bleibt also bestehen.

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