Coca-Cola verabschiedet sich nicht aus Bolivien – Update

Datum: 01. August 2012
Uhrzeit: 10:04 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Traditionelle Küche tief verwurzelt

Nach Kuba und Nordkorea werden wahrscheinlich auch die Bewohner Boliviens künftig kein Coca-Cola mehr in den Verkaufsregalen ihrer Läden finden. Das ärmste Land Südamerikas wird die Marktpräsenz seines eigenen traditionellen Getränks „Mocochinchi“ stärken und will laut lokalen Medien auf die Kapitalisten-Brause aus den USA verzichten. Fastfood Hersteller McDonald’s hatte bereits Ende 2011 angekündigt, seine acht Filialen im südamerikanischen Binnenstaat zu schließen.

Der US-amerikanische Betreiber von Schnellrestaurants hatte seine Burger seit 14 Jahren in Bolivien verkauft. Die traditionelle Küche ist in Bolivien allerdings tief verwurzelt, selbst nach unzähligen Kampagnen ließen die Verkaufszahlen der gepressten Hackfleischscheiben im Brötchen zu wünschen übrig.

Boliviens Außenminister David Choquehuanca hatte zum 21. Dezember 2012 das Ende des Kapitalismus und der Coca-Cola Ära angekündigt. An diesem Tag endet der Mayakalender, der in einigen westlichen Ländern zu den wildesten Weltuntergangstheorien führte. Laut dem Minister werden sich an diesem Tag mehrere ausländische Staatsoberhäupter und Führer indigener Gruppen in der Stadt Copacabana am Titicacasee treffen, um die Sommersonnenwende zu feiern.

Update: 1.8. 23:45 Uhr MESZ:

Ein Sprecher von Coca Cola hat die Aussage von Außenminister David Choquehuanca als „unglücklich“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass das Unternehmen auch weiterhin in Bolivien tätig sein wird. Nach seinen Worten wurde in dem südamerikanischen Land in den letzten Jahren ein nachhaltiges Wachstum verzeichnet.

„In Bolivien ist Coca-Cola ein Teil der Gemeinschaft, wir schaffen Arbeitsplätze und Einkommen für Tausende von Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Darüber hinaus unterstützen wir Bildungseinrichtungen und viele andere Initiativen mit einem positiven sozialen Effekt. Die bolivianische Wirtschaft und unsere Gesellschaft sind in den letzten Jahren stark gewachsen und wir planen, unsere Investitionen und unser Wachstum in den kommenden Jahren fortzusetzen“, erklärte das Unternehmen.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    hombre

    naja…ein BicMac schaut halt in Südamerika ein bisserl dürftig aus und genaus schmeckt er auch!

    Empfehle für diverse Länder die tief in Ihrer Esskultur verwurzelt sind eine angepasste Küche…sonst wird das nix mit Fast food dort!!!

    auch gegen einen „TodoTerreno“ von El Corral kann kein MC Donald was ausrichten…und bleibt noch zu hoffen, dass ein Latino niemals das „Franchise“ kappiert und sich unter dieses Joch stellt, wo doch grad die 200 jährige Unabhängigkeit von Spanien gefeiert wurde…

  2. 2
    Der Bettler

    Jedes Land sollte seine traditionellen Speisen und Rezepte beibehalten,
    aber,der liebe Morales will ja auch viel Geld mit dem Tourismus machen,
    und das verträgt sich nicht mit Mocochinchi trinken und Kokablätter kauen.
    Tradition hin oder her,wenn man Geld einstreichen will,muß man auch mal
    über den Tellerrand sehen.

  3. 3
    Martin Bauer

    Die venezolanischen Städte sind doch voll von Franchise Läden, fast alle aus den USA. Die Leute gehen mit Begeisterung in dieses Joch, mangels Eigenkapital. Leider geben die Banken gerne Kredit, für ein Franchising Abenteuer, aber nicht so leicht für ein eigenes Konzept.

    Die besten Hamburger gibt es bei einigen Buhoneros. Man muss die richtigen kennen. McDonalds oder Burger King kommen da nicht ran.

  4. 4
    Dietmar Siefert

    Sehr wahrscheinlich ist Ihre Meldung eine Ente. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass keine bolivianische Zeitung behauptet, Coca-Cola werde es Ende des Jahres nicht mehr in Bolivien geben. Stützt sich Latina Press – wie verschiedene europäische Medien – nur auf den Spruch vom Ende der Coca-Cola-Ära? Dann geht die Interpretation eindeutig zu weit; schließlich bleibt auch der Kapitalismus Bolivien noch lange erhalten.

  5. 5
    Linus Bracher

    Da werden die Kommunisten aber wieder jaulen. Hatten mal wieder einen Bericht vom venezolanischen Lügen-und Volksverdummungsblättchen AVN übernommen.

  6. 6
    rom

    Abgesehen von dem Coca Cola haux sollte man auch erwähnen, dass McDonalds schon seit 2002 nicht mehr in Bolivien tätig ist. Ich lese zwar Latina-press weil ich mich für die Region interessieren, ein bisschen mehr Qualitätsjournalismus würde ich mir aber schon wünschen von Zeit zu Zeit.

    • 6.1
      Harald

      Das sollten Sie einmal meinem Sohn erklären. Wir haben seinen 8. Geburtstag im August 2011 in Sucre im McDonalds gefeiert.

      Kann es sein, dass Sie ein paar zuviel von den Coca-Blättern gekaut haben?

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!