Einfuhrbeschränkungen: Ralph Lauren zieht sich aus Argentinien zurück

Datum: 01. August 2012
Uhrzeit: 19:11 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Einfuhren werden systematisch verzögert oder verweigert

Die von der argentinischen Regierung verhängten Einfuhrbeschränkungen haben einen weiteren Hersteller von Luxus-Waren dazu veranlasst, sich aus dem südamerikanischen Land zurückzuziehen. Nach Calvin Klein, Yves Saint Laurent, Escada und Cartier, hat nun das börsennotierte Modeunternehmen Ralph Lauren seinen temporären Rückzug bekannt gegeben.

„Die Firma Ralph Lauren hat nach einer Bewertung der Lage in Argentinien beschlossen, vorübergehend ihre drei Geschäfte zu schließen. Diese Entscheidung ist vorübergehend. Es ist beabsichtigt, die Geschäfte bei einer Verbesserung der aktuellen Lage weiter fortzuführen“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Zusätzlich zu den Einfuhrbeschränkungen und der von der Regierung eingeschränkten Verwendung von Dollar sei ein entsprechenden Rückgang im Tourismus registriert worden.

Das Nationale Institut für Statistik und Volkszählung (INDEC) gab in seinem neuesten Bericht bekannt, dass die Auslastung in den Hotels durch ausländische Besucher in den ersten fünf Monaten des Jahres bei 1.952.289 Personen lag. Dies ist ein Rückgang von 8,2% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2011. Ebenfalls wurde ein Rückgang der Ausgaben um 7,5% auf 1,409 Milliarden US-Dollar verzeichnet.

In Argentinien unterliegt die Einfuhr aller Waren einem Verfahren der Vorabregistrierung und Vorabgenehmigung, der „Declaración Jurada Anticipada de Importación“. Seit Februar 2012 ist diese Vorabgenehmigung für alle Einfuhren erforderlich. Für Hunderte von Waren werden darüber hinaus Einfuhrlizenzen verlangt. Auf der Grundlage dieser Verfahren werden Einfuhren aus nicht transparenten Gründen systematisch verzögert oder verweigert.

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  1. 1
    hombre

    noch ein schönes Land in Richtung Abgrund!!!

    aber vielleicht ist das argentinische Volk so emotional und kappiert es noch vorher!!!

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