Venezuela: Capriles will kein Öl zu Vorzugspreisen liefern

capriles

Datum: 02. August 2012
Uhrzeit: 09:00 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Keine Geschenke der venezolanischen Regierung

Der venezolanische Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles will im Falle eines Wahlerfolgs kein Öl zu Vorzugspreisen an andere Staaten liefern. Nach seinen Worten werden unter anderem Weißrussland, Kuba, Jamaika, Dominikanische Republik, Uruguay und Argentinien keine Geschenke der venezolanischen Regierung erhalten.

„Um einen Freund zu haben, sollte man ihn nicht kaufen müssen. Ab 10. Januar 2013 wird kein einziges Barrel Öl an andere Länder verschenkt. Solange das eigene Volk in Not ist, lehnen wir diese Geschenke an andere Länder ab“, so Capriles bei einer Veranstaltung in Puerto La Cruz. In der Stadt befindet sich einer der größten venezolanischen Erdölhäfen am Karibischen Meer.

Die venezolanische Regierung liefert seit Jahren Öl zu Vorzugsbedingungen an einige Karibikstaaten. Das Abkommen Petrocaribe erlaubt Käufe zum Marktpreis, aber nur 40 % müssen bei einem Ölpreis von über 100 US-Dollar innerhalb einer Frist von 90 Tagen gezahlt werden. Der Rest kann über 25 Jahre zum Zinssatz von 1 % geschuldet werden. Venezuela entgehen dadurch jährlich zig Millionen von Dollar, alleine die Dominikanische Republik hat Schulden in Milliardenhöhe.

Capriles versprach die Förderung von Erdöl zwischen 2013 und 2020 verdoppeln.“Die Angestellten und Arbeiter der PDVSA können sich beruhigt zurücklehnen, weil ich Stabilität garantiere. Der einzige Angestellte, der seinen Platz räumen wird, ist Energie- und Erdölminister Rafael Ramírez“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Linus Bracher

    Der Mann ist durch und durch Realist. Nicht so ein verblödeter Links Trottel der um Anerkennung lechzt.

  2. 2
    hombre

    hoho…da werden selbst die Castro’s keinen Kühlschrank mehr brauchen, die dürften jetzt bald kalte Füsse mit Hugo bekommen…
    Die Wahlen oder der Sensenmann…einer wirds richten!!!

  3. 3
    Martin Bauer

    Ramirez hat im Ausland Hunderte von Millionen an geraubtem Volksvermögen gebunkert. Wichtig ist, dass er möglichst keine Auslandsreisen mehr antritt, damit er die herrlichen Gefängnisse Venezuela mal geniessen darf. Das kann er ja zusammen mit Maduro machen.

    • 3.1
      gerda mueller

      Ich denke es gibt bestimmt eine mit 40 Insassen belegte 10 Zelle, wo das ganze Kabinet sich gegenseitig kabinetteln dürfen.

  4. 4
    hugo

    pacta sunt servanda. sollten die verträge dies erlauben und es so drin steht, ist es eine möglichkeit. wenn nicht, kann man sich über die fachlichen qualitäten des möglichen neuen präsidenten und wirtschaftsjuristen capriles eigentlich nur verwundert die augen reiben. ebenso über die kommentatoren, wobei bei einigen die dumpfe brachialität schon aus dem nick name zu erkennen ist.

  5. 5
    Der Bettler

    Wichtig ist,daß Capriles seine Vorhaben,unter das Volk bringt,und das tut er.So stell ich mir einen Präsidenten vor,realistisch,was machbar ist auch zu tun,und nicht den Menschen Jahrelang was vorlügen.Finde ich saugut,
    daß er alle Arbeiter der PDVSA weiter arbeiten läßt,und nicht wie Chavez
    das ganze Personal kündigt und mit seinen Leuten ersetzt.
    Alles wird gut!!!

  6. 6
    Deutscher in Venezuela

    Klar wir haben die Immobilienblase und Venezuela die Oelblase. Glaubt denn jemand wirklich, dass Cuba, Nicaragua, Dom.Rep. etc. irgendwann seine Oelschulden an Venezuela zahlen koennen. In den Bilanzen von PDVSA schaut es gut aus, aber normalerweise muessten sie diese Schulden als uneinbringbar abschreiben und das sind Millarden von US$. Verzinst zu 1% jaehrlich!!!!!!!!!!!. Die Chines bekommen das Oel fasst zum halben Preis und haben das schon auf Jahre voraus bezahlt. Chavez hat das
    Land auf Jahre im voraus verschuldet. Diese Vertraege sind alle ilegal und muessen gekuendigt werden. In einer normalen Demokratie waere Chavez schon laengst eingesperrt worden.

  7. 7
    Deutscher in Venezuela

    Noch was positives. Die paralell Gewerkschaften in Venezuela von Chavez haben im CVG Konsortium (Puerto Ordaz) verloren, da hatten die Arbeiter damals geschrien dass die Firmen verstaatlicht werden sollen. Nachdem die
    Arbeiter mehrere Jahre keine Gehaltserhoehungen bekommen haben, hat sich das Blatt wieder gewendet. Dianca (Schiffswerft) genauso die Oposition hat wieder Ihre Gewerkschaft. Tendenz ist, dass alle Gewerkschaften von Chavez verlieren. Die Universitaeten konnten die Chavistas niemals gewinnen.

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