René Préval: Entfernung der Trümmer in Haiti dauert drei Jahre

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Datum: 16. Februar 2010
Uhrzeit: 12:23 Uhr
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Autor: Redaktion
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Laut dem haitianischen Präsidenten René Préval wird es drei Jahre dauern bis alle Trümmer aus den zerstörten Straßen von Port-au-Prince weggeräumt sein werden.“Wir benötigen 1.000 Lastwagen, welche an 1.000 Tagen nur Schutt aus unserer zerstörten Hauptstadt entfernen. Dies bedeutet eine Zeit von knapp drei Jahren. Bis der Schutt nicht restlos entfernt ist, können wir auch nicht wirklich bauen“, teilte Préval mit.

Laut Schätzung hinterließ das Erdbeben alleine in der Stadt Port-au-Prince mehr als 15.3 Millionen Kubikmeter Schutt, die leicht fünf Stadien der Größe des Superdome in New Orleans füllen. Ingenieure der US-Army rieten den haitianischen Behörden die Trümmer für ein künstliches Riff oder als Füllstoff in den erodierten Bergen von Haiti zu verwenden. Ebenso könnten mit dem Schutt Schluchten aufgefüllt werden, um tödliche Erdrutsche zu vermeiden.

Préval beschrieb gleichzeitig die Schwierigkeiten beim Wiederaufbau des armes Land, welches von einem verheerenden Erdbeben der Stärke von 7.0 Grad auf der Momenten-Magnituden-Skala am 12. Januar 2010 heimgesucht wurde. Laut Angaben des Präsidenten wurden dabei mehr als 230.000 Haitianer/innen getötet. „Meine Regierung hat bereits mit dem Abriß zerstörter Gebäude begonnen. Wir können aber nicht aller Eile mit dem Aufbau der Hauptstadt beginnen. Wir müssen Pläne machen, die die Möglichkeiten zukünftiger Erdbeben berücksichtigen. Unsere Stadt muss erdbebsicher gebaut werden. Viele Gebäude befinden sich in einem desolaten Zustand. Erst gestern wuden vier Kinder bei dem Einsturz einer Schule getötet“.

Gleichzeitig wies Préval die Behauptungen über angebliche Korruption auf lokaler Ebene zurück.  „Vielleicht gab es einige Unregelmäßigkeiten. Ich möchte aber betonen, dass die Regierung keine unmittelbaren Gelder der internationalen Hilfsorganisationen erhält. Diese werden von einer internationalen Kontrollorganisation verwaltet und verteilt.

Photo ©: Otto Hegnauer/latina-press

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