Karibik dominiert Finalläufe über 400 Meter bei Olympia 2012

sanchez

Datum: 06. August 2012
Uhrzeit: 21:01 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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► Dominikanische Republik, Grenada, Puerto Rico und Trinidad & Tobago dürfen jubeln

Die schnellsten Menschen des Planeten über eine Stadionrunde kommen aus der Karibik. Und dabei ist es unerheblich, ob ihnen Hindernisse in den Weg gestellt werden oder nicht. Dies ist die Erkenntnis nach den Finalläufen über 400 Meter und 400 Meter Hürden bei den diesjährigen Olympischen Spielen. Beide Rennen wurden am Montag (6.) im Olympiastadion in London ausgetragen, beides Mal standen bis auf eine einzige Ausnahme ausschliesslich Athleten aus dem karibischen Inselreich ganz oben auf dem Podium.

Es ist eine kleine Sensation, die man erst durch die genauere Analyse der Statistiken zu entdecken vermag. Die Karibik hat scheinbar ihre Nische in der Leichtathletik gefunden, gleich vier Länder konnten in nur zwei Rennen jeweils das erste Edelmetall bei den diesjährigen Spielen auf ihren Medaillenkonten verbuchen. Erfolgreichste Nation war dabei die Dominikanische Republik, die Gold über 400 Meter Hürden und Silber über 400 Meter abräumen konnte. Hinzu kommen Bronze über 400 Meter Hürden für Puerto Rico sowie Gold für Grenada und Bronze für Trinidad und Tobago über 400 Meter. Lediglich Michael Tinsley aus den USA konnte als „Kontinentalathlet“ Silber über 400 Meter Hürden gewinnen.

Aber auch abseits der Unterteilung nach Nationen weisen beide Rennen faszinierende Eigenschaften auf. So lag der Altersdurchschnitt beim Hürdenlauf bei 30 Jahren, beim anderen Rennen nur bei 20 Jahren. Über die Stadionrunde mit Schwierigkeitsfaktor siegte sogar ein 34-jähriger, der nach acht Jahren erneut den Titel gewinnen konnte. Beim 400-Meter-Lauf hingegen machten zwei Youngster von 19 Jahren erstmalig Gold und Silber unter sich aus.

Die Zuschauer, die zwischen beiden Rennen die Siegerehrung von Sprintwunder Usain Bolt aus Jamaika miterleben durften, bejubelten die Sieger gleichermassen. Und wunderten sich vielleicht, warum keine Jamaikaner auf dem Podium standen. Leford Green war als einziger Landsmann des 100-Meter-Weltrekordlers ins Finale über 400 Meter Hürden gekommen, belegte am Ende jedoch nur Rang 7. Über 400 Meter hatte es Dane Hyatt nicht einmal über das Halbfinale hinaus geschafft.

Medaillenplätze über 400 Meter Hürden

  • Gold: Félix Sanchez (34, Dominikanische Republik) – 47,63 Sekunden
  • Silber: Michael Tinsley (28, USA) – 47,91 Sekunden
  • Bronze: Javier Culson (28, Puerto Rico) – 48,10 Sekunden

Medaillenplätze über 400 Meter

  • Gold: Kirani James (19, Grenada) – 43,94 Sekunden
  • Silber: Luguelin Santos (19, Dominikanische Republik) – 44,46 Sekunden
  • Bronze: Lalonde Gordon (23, Trinidad und Tobago) – 44,52 Sekunden

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