Paraguay schließt Möglichkeit eines neuen Krieges in der Mercosur-Region nicht aus

María Liz García de Arnold

Datum: 19. August 2012
Uhrzeit: 15:01 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Ideologischer Fanatismus einiger Regierungen

Die paraguayische Außenministerin María Liz García de Arnold hat in einem am Sonntag (19.) veröffentlichten Interview die Möglichkeit eines neuen Krieges in der Mercosur-Region nicht ausgeschlossen. Dieser könnte nach ihren Worten vom ideologischen Fanatismus einiger Regierungen, insbesondere vom bolivianischen Präsidenten Evo Morales, angeheizt werden. Die Ministerin wies darauf hin, dass sich ihr Land in keinem Rüstungswettlauf befinde und stellte fest, dass Bolivien seine Streitkräfte mit finanzieller Hilfe aus Venezuela modernisiert habe.

„Kriege wurden niemals von Völkern begonnen. Sie wurden ausgetragen, weil ambitionierte und fanatische Regierungen Situationen ausnutzen wollen, ähnlich der in Paraguay. Wir können nicht ignorieren, dass wir einseitig und unfair aus dem MERCOSUR gedrängt wurden. Paraguay hat natürliche Ressourcen, Gas, Mineralien und mit hoher Wahrscheinlichkeit Öl. Wir sind eine Macht in sich, ein Rohdiamant, den wir zu entwickeln beginnen. Wir sind frei, uns unsere Partner selbst auszusuchen. Wir werden strategische Allianzen mit anderen Ländern eingehen und gleichberechtigte Partner suchen“, so die Ministerin.

Sie betonte, dass die Regierung von Präsident Federico Franco in keinster Weise an die Möglichkeit der Installation einer US-Militärbasis in Mariscal Estigarribia (Grenze zu Bolivien) gedacht habe. „Alle Menschen sind frei, ihre Vermutungen und ihr Wunschdenken zu äußern. Präsident Franco hat diese Möglichkeit nicht einmal angedacht“.

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  1. 1
    hombre

    mit Hugos ableben dürften sich Kriege auf dem Lateinamerikanischen Kontinent erledigt haben…

    Auch die letzen „linken“ werden die Fahne streichen wenn VZ in die Demokratie geht!!!

  2. 2
    escéptico

    „Wir sind frei, uns unsere Partner selbst auszusuchen.“

    “Alle Menschen sind frei, ihre Vermutungen und ihr Wunschdenken zu äußern.“

    Wenn das zum Grundsatz wird, könnte es in LA wirklich vorwärts gehen.

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