Venezuela: Chávez warnt Großbritannien

chav

Datum: 20. August 2012
Uhrzeit: 16:36 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Bolivarischer Führer will starke Antwort haben

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat die britische Regierung vor einer Verletzung der Immunität der ecuadorianischen Botschaft in London gewarnt. Gleichzeitig erneuerte der bolivarische Führer seine Solidarität mit Amtskollege Rafael Correa.

„Unsere Antwort auf eine Verletzung der Immunität wird sehr, sehr stark sein. Wir werden unser Vorgehen nicht verraten, aber wir sind vorbereitet. Die Zeiten sind vorbei, wo diese alten und neuen Imperialisten mit uns machen konnten was sie wollten. Ecuador ist nicht alleine“, so das Staatsoberhaupt in einer Fernsehansprache.

Die Situation um den Wikileaks-Gründer Julian Assange hatte sich am vergangenen Wochenende zugespitzt. In einem Brief an Ecuadors Botschaft hatte Großbritannien laut BBC darauf hingewiesen, dass die Regierung eine rechtliche Grundlage habe, den Botschaftsflüchtling im Gebäude der Botschaft zu verhaften, sollte Ecuador dem Asylgesuch Assanges nachgeben. London wies darauf hin, dass es diesen Schritt nicht erhoffe, das Vorgehen nach britischem Recht allerdings zulässig sei.

Dies hatten die linken Staatsoberhäupter Lateinamerikas als Steilvorlage genommen und die Formulierung als „ausdrückliche Drohung“ Großbritanniens bezeichnet. Bereits wenige Stunden später hatte ein britischer Diplomat erklärt, dass die Depesche keine Drohung gewesen sei. Man „wollte lediglich alle Aspekte des britischen Rechts darstellen, derer Ecuador sich bewusst sein solle“. Dies interessierte die Präsidenten allerdings nicht besonders, am Wochenende fanden mehrere Marathonsitzungen verschiedener regionaler Bündnisse statt, auf denen leidenschaftlich über eine angebliche Bedrohung „ganz Lateinamerikas“ diskutiert wurde.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Werner Seidelhuber

    Na, da werden in London jetzt die Alarmglocken läuten. Wenn der schizophrene Bauerntölpel aus Venezuela seine Sperrholzdrohnen und Tretboote bereitmacht, ist höchste Alarmstufe angesagt.

    Chavez kann sicher sein, dass ihn von den bedeutenden Regierungen kein Mensch ernst nimmt. Zudem dürften sie seine Grube bereits ausgehoben haben.

  2. 2
    Annaconda

    l atein: Allouata seniculus spanisch: Araguato deutsch: Roter Brüllaffe chinesisch : Papiertiger

  3. 3
    Der Bettler

    Unser Hirnamputierter,warnt nicht,er droht!!!!!! Wenn nicht alle westlichen
    Regierungen ihn nicht nur als lächerliche Figur abtun würden,könnte das Großmaul ganz schön in der Tinte sitzen.Seiner Armee fehlt die Moral, und
    mit den ausrangierten Russenschrott,schießen sie sich selber ab,was auch
    schon passiert ist.Aber der Blödian merkt ja nicht mal,daß die ganze Welt über ihn lacht.Na ja,für was noch aufregen,in 7 Wochen ist alles vorbei,
    dann kann er sich selbst die Kugel geben,denn dann muß er Rechenschaft ablegen,wo die ganzen Ölmilliarden geblieben sind.

  4. 4
    escéptico

    die kriegen nicht einmal mehr mit, um was es wirklich geht
    wer bedroht hier Ecuador?
    es geht um Wikileaks-Gründer Julian Assange, wenn ich mich nicht irre

    • 4.1
      Annaconda

      ja es geht um assange….toll wäre es würde herr assange mal seine recherchen über die verhältnisse und hintergründe in der venezolanischen regierung anstellen,denn leider kennen wir nur die spitze des eisbergs.da wäre herr chavez gleich gegenteiliger meinung….und während er sich als verteidiger der menschenrechte aufspielt wurden wiedermal min.25 gefangene in „seinen haftanstalten“ massakriert und mindestens 40 weitere personen verletzt,abgesehen von den „üblichen“ morden die jedes wochenende in seinem „sozialistischen paradies“ stattfinden.also wer im glashaus wohnt,sollte besser nicht mit steinen werfen.

  5. 5
    Martin Bauer

    Chavez ist so sehr der Wirklichkeit entrückt, dass er „Herein!“ schreit, wenn man ihm auf den Kopf haut.

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