Wahlen in Venezuela: Blutige Auseinandersetzungen durch Chávez-Mob

chav

Datum: 12. September 2012
Uhrzeit: 16:42 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Mitglieder der Opposition angegriffen

Nur wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl haben sich Hunderte Anhänger der regierenden Partei (Partido Socialista Unido de Venezuela, PSUV) und der venezolanischen Opposition am Mittwoch (12.) einen blutigen Kampf geliefert. Nach einer mit Steinen und Molotow-Cocktails ausgetragenen „Schlacht“ außerhalb des Flughafens von Puerto Cabello (Bundesstaat Carabobo) mussten mehrere Verletzte ärztlich behandelt werden, nach Berichten von Augenzeugen hatten Anhänger des regierenden Präsidenten Chávez Mitglieder der Opposition angegriffen.

Puerto Cabello gilt als eine der Hochburgen der Opposition. „Wir waren von der Gewaltbereitschaft des Mobs überrascht. Es flog ein Hagel von Steinen, Feuerwerkskörpern und Molotowcocktails, es gab Dutzende Verletzte. Anhänger von Chávez blockierten den Flughafen und steckten ein Motorrad und einen Lastwagen von Präsidentschaftskandidat Capriles in Brand“, teilte Rafael Lacava, Bürgermeister von Puerto Cabello, in einer Pressekonferenz mit. Lokale Medien berichteten, dass ein Generator und mehrere Lautsprecher des Flughafens geplündert wurden.

„Diese Aktionen sind nicht spontan. Sie sind von einem Menschen geplant, der sich seit 14 Jahren an die Macht klammert. Er ist es, der Gewalt und Angst sät. Ich sage dies direkt“, so Präsidentschaftskandidat Capriles vor mehr als 20.000 Anhängern. Der Kriminologe Jaime Castillo (Augenzeuge) berichtete, dass die Regierungsanhänger die Konfrontation geführt hatten. „Lokale Regierungsvertreter hatten über Twitter und Radio die Chávez-Anhänger aufgefordert, auf die Straße zu gehen. Obwohl Einheiten der Polizei anwesend waren, griffen diese nicht ein“, so Castillo“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Martin Bauer

    Nun ja, so sind halt die Linken, wenn ihnen demokratische Kräfte begegnen. Schlagen, Morden, Plündern…

    Das Internet ist auch schon den ganzen Tag und den halben Abend auf 2-5 KB/sec runtergeschraubt. Das geisteskranke Tier in Miraflores muss man wirklich mit Gewalt aus seinem Palast schleifen. Anders will er es wohl nicht haben.

    • 1.1
      Anonymous

      Eine Anmerkung zum Internet. Ich habe neben Can´tV immer einen UMTS Stick von Movistar und Digitel zur Hand. Wo ich wohne ist Movistar am besten, aber auch am teuersten. Zur Umgehung von Internetsperren (Dolar paralelo / Nachrichten) und der Verschlüsselung der eigenen Verbindung empfehle ich „SecurityKISS“!

    • 1.2
      hugo

      …“Nun ja, so sind halt die Linken, wenn ihnen demokratische Kräfte begegnen. Schlagen, Morden, Plündern“…herr bauer, ihre verunglimpfung von andersdenkenden ist schon sehr sehr grenzwertig. wenn sie wenigstens ihre hasstiraden auf diejenigen beschränken würden, die in diesem bericht gemeint sind oder waren. aber die linken in ihrer gesamtheit so zu beschimpfen und mit sinnlosen unterstellungen zu überziehen und sie der straftaten zu bezichtigen ist völlig daneben und zeigt eigentlich ihre unfähigkeit diskussionen auf einem bestimmten level zu absolvieren. man kann auch wenn man anderer meinung ist sich so ausdrücken dass man nicht eine unbestimmte gesamtheit als ganzes mit sinnlosen, unter die gürtellinie gehenden unterstellungen überzieht. erstens unterstellen sie mit einer selbstverständlichkeit, dass die beiteiligten auf der einen seite „demokratische kräfte“ waren, während die anderen „schläger mörder und plünderer “ waren. waren sie dabei, dass sie so genau zu unterscheiden wissen. gehen sie mal in sich und überlegen sie sich wo sie in der grundschule nicht aufgepasst haben.

    • 1.3
      Martin Bauer

      In der Schule war das auch schon so, in der Uni ebenfalls: Wenn man nicht der gleichen Meinung war, wie die Linken, wurden viele davon (zugegebener Massen nicht alle), aggressiv, manchmal sogar gewalttätig. Es ist ja die Doktrin politischer Bewegungen links von der Sozialdemokratie, die bestehende Gesellschaftsordnung notfalls mit Gewalt zu überwinden. Wobei die Französische Revolution als Alibi herhalten muss. Die dumme Masse unter ihnen aber denkt die gar nicht so weit. Für ein paar Kopeken oder Privilegien schlagen sie im Namen des Volkes auf das eigene Volk ein.

  2. 2
    Oliver

    Ja, ist leider so!! Die sollten sich lieber damit abfinden das der rote Kahn am 7. Oktober absäuft.

    Das mit dem Internet hab ich auch bemerkt…ist echt ein besch…. arbeiten!

    • 2.1
      Martin Bauer

      Das Schlimmste daran ist, dass man diejenigen, die sich jetzt in roten Hemden benehmen wie Bestien, nach dem Regierungswechsel weiterhin Seite an Seite ertragen muss. Es gibt leider keine andere Wahl, als sie als Mitglieder der Gesellschaft zu akzeptieren, genau wie in Deutschland die Heerscharen an ehemaligen SED und NSDAP Mitlgiedern.

  3. 3
    Martin Bauer

    Heinz, ich hätte nicht so harte Worte gebraucht, da sich Sr. hugo selber auch immer sehr gepflegter Sprache bedient, aber nachvollziehen kann ich deinen Kommentar voll und ganz.

    Leider schafft es ein Gewitter nicht immer, die Luft zu reinigen.

  4. 4
    Annaconda

    Von der Regierung bewaffnete Banden,dürfen hier auf gut deutsch gesagt die Sau rauslassen,Polizei und Nationalgarde schauen einfach weg und haben von oben direkt den Befehl nicht einzugreifen.Man ist als Bürger diesem Terror ausgesetzt.Via Twitter rufen die jene Gruppen auf, für Angst und Terror unter der Bevölkerung zu sorgen.Und es es ist geplant,vielleicht kann man ja dann kurz vor den Wahlen(welche sie offensichtlich verloren haben,sonst würden sie ja nicht auf deisen schmutzigen Krieg zurückgreifen ) den Ausnahmezustand verhängen.?In der Stadt in welcher ich wohnen,sind von der Regierung tolerierte bewaffnete Gruppen,welche des öfteren Unruhen anzetteln,Autos verbrennen,Lastwagen ausrauben,Bürger drangsalieren…..die Polizei schreitet nicht ein!Vor kurzem bei einer“Wahlprobe“ eröffneten bewaffnete Chavezanhänger Feuer auf die Menschen, welche nur kamen um die Wahlmaschinen zu testen….4 Verletzte und nichts passiert.Kein Haftbefehl und nichts.ie Chavez ja sagte,wer ihn nicht verehrt ist kein Venezolaner und quasi rechtlos.

  5. 5
    patriot

    wer glaubt denn hier noch im Ernste es gäbe Wahlen am siebten…?

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