Brown: Großbritannien hat das Recht auf den Falkland-Inseln nach Öl zu bohren

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Datum: 19. Februar 2010
Uhrzeit: 11:12 Uhr
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Autor: Redaktion
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Laut dem britischen Premierminister Gordon Brown ist die Öl-Suche Großbritanniens vor den Falkland-Inseln vollkommen gerechtfertigt. Für den Schutz  der Insulaner würde ebenfalls alles getan.

„Diese Explorationsbohrungen sind für die Zukunft sehr wichtig. Es ist unser Recht dies zu tun. Wir haben auch alle notwendigen Vorbereitungen getroffen um sicherzustellen, dass die Bewohner der Falkland-Inseln (Malvinas) gut geschützt sind. Unser Vorgehen steht voll im Einklang mit dem Völkerrecht“, teilte  Brown in einem lokalen Radiosender mit.

Die Entscheidung der britischen Regierung löste einen neuen diplomatischen Streit mit London aus. Die Regierung von Cristina Fernandez erklärte bereits am 02. Februar 2010 ihren „heftigen“ Protest, bezeichnete das britische Vorhaben als rechtswidrig und kündigte an, die Vereinten Nationen um Hilfe zu bitten. Die Frage der Sicherheit auf den Falkland-Inseln hat ein zusätzliches Problem hervorgerufen. Laut nicht offiziell bestätigten Berichten aus Argentinien hat die britische Marine aufgrund der jüngsten diplomatischen Zwischenfälle mehrere Marine-Einheiten und einen Zerstörer in das betroffene Gebiet entsand. Dies belastet die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern zusätzlich und verschärft den Konflikt.

Die Falklandinseln, auch Malwinen genannt, sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Sie gehören geographisch zu Südamerika und liegen 600 bis 800 km östlich von Südargentinien undFeuerland bei 52° Süd und 59° West. Das Vereinigte Königreich behauptete seine Ansprüche, indem es 1833 einen Flottenstützpunkt auf der Insel errichtete. 1837 wurde eine Kolonialverwaltung eingerichtet. Die Besetzung der Inseln durch Argentinien am 2. April 1982 löste den sogenannten Falklandkrieg aus: Großbritannien reagierte sieben Wochen später mit der Landung von Truppen. Insgesamt kostete der Krieg um die Malwinen mehr als 1.000 Menschen das Leben. Argentinien bemängelte in der Vergangenheit, dass der Krieg seit 28 Jahren vorbei sei, Großbritannien aber immer noch über 1.000 Soldaten auf den Falkland-Inseln stationiert hat.

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