Lateinamerika: EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe

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Datum: 19. September 2012
Uhrzeit: 10:40 Uhr
Ressorts: Lateinamerika
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Autor: Redaktion
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► Zahl der Naturkatastrophen in den letzten Jahren deutlich zugenommen

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch (19.) ihre Pläne für eine Initiative vorgestellt, die rund 10.000 Freiwilligen Gelegenheit bieten soll, sich im Zeitraum von 2014-2020 an humanitären Maßnahmen zu beteiligen. Als „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ bewerben können sich europäische Staatsbürger und Nicht-EU-Bürger mit langfristiger Aufenthaltsgenehmigung, die älter als 18 Jahre sind.

Durch die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ sollen an Freiwilligenarbeit interessierte Europäer die Möglichkeit erhalten, dort praktische Hilfe zu leisten, wo der größte Bedarf besteht. Die Zahl der Naturkatastrophen und vom Menschen verursachten Katastrophen hat unter anderem in Lateinamerika und der Karibik in den letzten Jahren deutlich zugenommen und wird auch künftig weiter steigen. Daher sind humanitäre Organisationen immer stärker auf gut vorbereitete freiwillige Mitarbeiter angewiesen, um der betroffenen Bevölkerung im Katastrophenfall zu helfen.

Laut Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, bietet sich durch diese Aktion die einmalige Gelegenheit, ein positives Signal auszusenden. „Durch die Hilfe, die über die Initiative EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe vor Ort geleistet wird, beweisen die Europäer ihre Solidarität mit denjenigen, die am dringendsten auf Unterstützung angewiesen sind. Gleichzeitig werden den Freiwilligen wichtige Fertigkeiten vermittelt. Leben zu retten ist eine existenzielle Erfahrung, die keiner von ihnen je vergessen wird. Die Freiwilligenarbeit erfreut sich bei den Bürgern aller unserer Mitgliedstaaten zunehmender Beliebtheit,“ so Georgieva.

Die Kommission schlägt vor diesem Hintergrund die Einführung europäischer Standards für die Betreuung von Freiwilligen, die an humanitären Projekten teilnehmen, sowie ein Ausbildungsprogramm zur Vorbereitung der Freiwilligen auf ihren Einsatz vor. Eine gute Vorbereitung ist Voraussetzung, um als Freiwilliger aus der EU an humanitären Projekten mitarbeiten zu können.

„EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ wird in enger Zusammenarbeit mit humanitären Organisationen durchgeführt, die die Standards erfüllen und als „Entsendeorganisationen“ zertifiziert werden müssen. Die Standards umfassen insbesondere Vorschriften zur Gewährleistung von Schutz und Sicherheit der Freiwilligen, was im Rahmen humanitärer Maßnahmen von zentraler Bedeutung ist.

Die EU-Freiwilligen für humanitäre Hilfe werden gemeinsam in multinationalen Gruppen geschult und können auch ein mehrmonatiges Praktikum im europäischen Ausland absolvieren, bevor sie für humanitäre Einsätze entsendet werden. So soll ein Netzwerk von EU-Freiwilligen für humanitäre Hilfe geschaffen werden, das sich im Laufe der Jahre immer weiter ausdehnen und einen einzigartigen Pool von Botschaftern europäischer Solidarität bilden wird.

Der Vorschlag sieht ein Budget von 239,1 Mio. EUR vor, das der Finanzierung eines umfassenden Ausbildungsmoduls (58 Mio. EUR), der Entsendung (137 Mio. EUR), des Kapazitätsaufbaus in den Katastrophengebieten selbst (35 Mio. EUR) und flankierender Maßnahmen dient.

Im Zeitraum 2014-2020 sollen 10 000 Freiwillige entsandt werden. Das Programm sieht auch Schulungsmaßnahmen für 7 000 Ortskräfte und Freiwillige von Organisationen in den von Katastrophen betroffenen Ländern vor. Weitere 10 000 Freiwillige sollen die Initiative „EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe“ im Rahmen des Online-Volunteering durch die Wahrnehmung von Aufgaben unterstützen, die über einen Computer von zuhause erledigt werden können.

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