Brasilien: Kauf von Kampf-Jets erneut verschoben

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Datum: 24. September 2012
Uhrzeit: 17:38 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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► US-Flugzeughersteller Boeing mit größten Chancen

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat beschlossen, die Entscheidung über den Kauf von bis zu 36 Kampf-Jets für die Luftwaffe bis mindestens Mitte 2013 zu verschieben. Dies gaben am Montag (24.) zwei leitende Beamte aus dem Verteidigungsministerium bekannt.

Angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten hatte die brasilianische Regierung bereits vor Monaten den Plan zur Erneuerung ihrer Flotte von Kampfflugzeugen ausgesetzt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die schwedische Firma Saab, Boeing (USA) und Dassault Aviation (Frankreich) hatten heftig um den etwa 5 Milliarden US-Dollar Auftrag gekämpft. Nach Angaben aus Brasilia werden dem US-Flugzeughersteller Boeing die größten Chancen für den lukrativen Auftrag eingeräumt.

Im April 2012 gaben die USA bekannt, für einen militärischen Technologietransfer nach Brasilien bereit zu sein. “Der Kongress der Vereinigten Staaten wird den Kauf und den Technologietransfer nach Brasilien genehmigen. Bei den F/A-18 handelt es sich um Hochtechnologie, die wir nur unseren engsten Verbündeten zur Verfügung stellen. Wir streben ein Kooperationsabkommen mit Brasilien an, da wir das Land als strategischen Partner und einen der globalen Marktführer ansehen. Brasilien ist ein wichtiger Garant für die regionale Sicherheit”, erklärte US-Verteidigungsminister Leon Panetta bei einem Besuch in Rio de Janeiro.

Brasilien betonte immer wieder, dass es bei seinen Waffengeschäften lediglich um die Modernisierung der Streitkräfte gehe. Tatsache ist, dass in Lateinamerika sowohl Brasilien, Peru, Chile und vor allem Venezuela viel Geld für ihre Rüstungsgeschäfte investieren. Brasilien bedient sich dabei im Westen, die venezolanische Regierung unter Hugo Chávez in Russland und in China. Der ehemalige brasilianische Verteidigungsminister Nelson Jobim betonte stets: “Brasilien ist nicht unterwegs wie Venezuela, die in die Supermärkte der Welt gehen um Waffen zu kaufen”.

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