Kuba: Yoani Sanchez reicht Beschwerde bei Kommission für Menschenrechte ein

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Datum: 29. September 2012
Uhrzeit: 10:15 Uhr
Ressorts: Kuba, Kultur & Medien
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Leben und persönliche Integrität ernsthaft gefährdet

Wegen einer Reihe von Verstößen gegen geltende Rechte haben Rechtsanwälte der kubanischen Bloggerin Yoani Sanchez am Freitag (28.) eine formelle Beschwerde bei der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (CIDH) eingereicht. Die Anwälte der internationalen Kanzlei Aparicio, Arp & Associates forderten Vorsichtsmaßnahmen, damit das Leben und die körperliche Unversehrtheit der Autorin des ersten unzensierten Blogs aus Kuba geschützt werde.

Demnach ist die regimekritische und weltbekannte Philologin wegen ihrer Aktivitäten einer verstärkten Kampagne der Belästigung und Unterdrückung durch das kubanische Regime ausgesetzt. “Yoani Sanchez leidet zunehmend unter der Verletzung ihrer persönlichen Integrität und ist einer grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung ausgesetzt. Dies gefährdet ernsthaft ihr Leben und ihre persönliche Integrität”, lautet das übergebene Dokument.

Yoani Sánchez ist nicht nur Kubas bekannteste Bloggerin, sondern bemüht sich auch redlich an der Verbreitung der Idee des Bloggens in Kuba. Nachdem Sánchez ihren sozialen Aktivismus 2009 auch in die kubanische Öffentlichkeit auszudehnen suchte, reagierte die Regierung mit harter Hand. Dazu gehören auch körperliche Einschüchterung sowie organisierte Mobilisierung „engagierter Revolutionäre“ gegen sie und andere prominente Blogger.

Sánchez bestreitet regelmäßig die Finanzierung von Teilen der kubanischen Opposition durch die US-Regierung und vertritt die Ansicht, dass die Situation im vorrevolutionären Kuba „nicht so schlecht“ gewesen sei. Unter dem Batista-Regime habe ein „blühendes intellektuelles Leben, ein lebendiges politisches Denken“ sowie „eine pluralistische und offene Freiheit von Presse, Radio und allen politischen Richtungen“ geherrscht.

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  1. 1
    Steffen

    “…dass die Situation im vorrevolutionären Kuba „nicht so schlecht“ gewesen sei. Unter dem Batista-Regime habe ein „blühendes intellektuelles Leben, ein lebendiges politisches Denken“ sowie „eine pluralistische und offene Freiheit von Presse, Radio und allen politischen Richtungen“ geherrscht.”

    Ich empfehle die Dokumentation “Das Mafia-Paradies – Kuba vor der Revolution 1959″ (ist auf Youtube zu finden).
    Wem sich da nicht vor lauter Ekel der Magen umdreht, der sollte sich mal untersuchen lassen.

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