Die Nazca-Linien in Peru: Ewiges Geheimnis der Menschheit

nazca

Datum: 21. Februar 2010
Uhrzeit: 09:26 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder in der Nazca-Wüste auf der gleichnamigen Kontinentalplatte in Peru. Sie sind dort während der Zeit der Nazca-Kultur entstanden die zeitlich zwischen 200 v. Chr. und 800 n. Chr. anzusiedeln ist. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der Stadt Nazca, die Hauptstadt der Nazca-Provinz in der Ica-Region. Die Bilder selbst zeigen auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen.

Entdeckt wurden die Nazca-Linien erst in den 1920er Jahren. Als die ersten kommerziellen Flüge zwischen Lima und der südlichen Stadt Arequipa durchgeführt wurden, wurden erstaunte Passagiere auf die Linien aufmerksam. Die Bilder auf dem Boden sind so groß, dass man sie in vollem Umfang nur aus dem Himmel betrachten kann. Durch die Entfernung des sogenannten Wüstenlacks, der große Steinflächen der Wüste mit Eisen- und Manganoxiden überzieht, wurden die Gebilde voll umfänglich sichtbar. Dieses rote Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden hat die Figuren überzogen und sie vor Erosion und den Zeichen der Zeit geschützt. Nach einer Entfernung dieser Schicht sticht der helle Untergrund der Wüste durch und lässt die Figuren sichtbar werden.

Die mysteriösen Zeichner lebten wahrscheinlich in der Stadt Cahuachi, welche von Archäologen in den letzten Jahren in der südlich der Wüste gelegene Pampa entdeckt wurde. Sie wurde vor etwa 2.000 Jahren erbaut und etwa 500 Jahre später aus bislang ungeklärten Gründen zerstört. 1994 wurden die Nazca-Linien von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Heute kann man die meisten Figuren nur aus dem Flugzeug bestaunen, da an vielen Stellen das betreten des Geländes inzwischen verboten ist. Sie Viele Figuren wurden durch Fuß- und Autospuren teilweise zerstört und mussten aufwendig restauriert werden.

Gerade durch die unbekannte Entstehung dieser Linien wurden verschiedenste Theorien entwickelt, wie die Menschen zu der damaligen Zeit in der Lage gewesen sein können diese Linien zu zeichnen. 1927 war Toribio Megia Xespe der erste der sich wissenschaftlich mit den Bildern beschäftigte und sie als „große Artefakte der Inkazeremonien “ interpretierte. Weltweit bekannt wurden sie 1968 durch die Theorie des Schweizer Mysterien-„Forschers“ Erich von Däniken, der die Meinung vertrat, die Nazca-Linien könnten Außerirdischen als Landebahnen gedient haben. Die ansässige Bevölkerung sagte aus, dass die früheren Indianerkulturen bei den Bildern Rituale abgehalten haben um ihren Göttern für das Wasser aus den Anden zu danken.

Wozu auch immer sie genau gedient haben. Die Nazca-Linien faszinieren die Leute auch nach über tausend Jahren noch. Die Entschlüsselung und die Bedeutung der seltsamen Zeichnungen in der Wüste Nazca sind eines der großen Rätsel der Menschheit.

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  1. guten Start

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