Venezuela: Wiederwahl von Hugo Chávez beschleunigt Exodus nach Florida

Datum: 11. Oktober 2012
Uhrzeit: 10:09 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Wiederwahl von Präsident Hugo Chávez wird nach Ansicht von Experten die Abwanderung hochspezialisierter Fachkräfte aus Venezuela noch beschleunigen. Laut Randall Sidlosca, Einwanderungs-Anwalt einer prominenten Kanzlei in der Innenstadt von Miami, hat die Tatsache, dass Chávez weitere sechs Jahre an der Macht bleiben wird, das Interesse venezolanischer Unternehmer zur Migration in die USA deutlich erhöht.

„Schon vor der Wahl haben uns viele Menschen aus Venezuela kontaktiert und ihr Interesse an einem Visum EB-5 bekundet. Viele Menschen haben nur den Ausgang der Wahlen abgewartet und reichen nun ihre Visa-Anträge ein“, so Sidlosca, der auf Erteilung dieser Art von Visa spezialisiert ist. Für wohlhabende Ausländer ist eine Investition in ein sogenanntes EB-5-Regionalzentrum oft der einfachste und schnellste Weg zu einer permanenten Einwanderung in die USA. Um eine Greencard per Investition zu erhalten, ist die Schaffung von mindestens zehn Arbeitsplätze pro Investor in Regionen vorgeschrieben, in denen die Arbeitslosigkeit um 50 Prozent über dem nationalen Durchschnitt liegt. Eine Investition von 500.000 Dollar in diesen Gebieten genügt, um sich für die Greencard zu qualifizieren.

Bei vielen Rechtsanwälten und Immobilienmaklern in Süd-Florida lässt die weitere Regentschaft von Chávez die Kassen klingeln. „Wir erwarten einen verstärkten Exodus aus Venezuela. Immer mehr Unternehmer versuchen das Land zu verlassen und suchen Liegenschaften in Key Biscayne. Bereits am Dienstag erhielten wir zahlreiche Anrufe und E-Mails von Kunden aus Venezuela“, berichtet der Immobilienmakter Enrique García.

„Venezolaner/innen machen mit 15-16 Prozent bereits den größten Anteil der internationalen Käufer auf den Immobilienmarkt in Miami aus. Besonders beliebt sind Immobilien in Miami, Weston und Doral“ betonte García. Nach seinen Worten gehört Key Biscayne auch mit zu den beliebtesten Reisezielen der Venezolaner. „Jedes Mal, wenn ich mich in Key West aufhalte, hat sich die Anzahl der Menschen mit venezolanischem Akzent erhöht“.

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  1. 1
    Annaconda

    Chavez ist nun auch noch ins Immobiliengeschäft und die Reisebranche eingetreten.Für jeden Geschäftsabschluss und Flug ins Ausland kassiert er Prozente,das runde Bussiness nach seinem triumphalen Sieg.

  2. 2
    Der Bettler

    Irgendwie muß er ja schauen wo Geld herkommt,bei seiner momentanen
    Staatspleite.

  3. 3
    hombre

    Das hat der Sozialismus so an sich, das die Intelligenz das Land verlässt…

    Damit drücken sich die Systemverherrlicher selbst den Stempel der Dummheit aufs Hirn…:))

  4. 4
    Asuncion45

    das ist wieder mal die typische Westpropaganda und dient nur dem Zweck der Destabilisierung Venezuelas. Da halte ich es immer mit dem Volksmund. Der sagt:“ Reisende soll man nicht aufhalten“. Wer gerne vom Regen ind die Traufe kommen will, der gehe in die USA. Das gilt sowohl für Arbeitnehmer als auich für Unternehmer. Ein größeres Pleiteland als die USA gibt es nicht mehr auf dieser Erde. Das schafft nicht mal der hier so viel gescholtene „Sozialismus“ in Venezuela.

    • 4.1
      Linus Bracher

      Natürlich klar, dass für euch Sozial-Schmarotzer Deutschland besser ist. Der kleine Unterschied ist, dass die USA niemals so pleite sein können, um Venezuela und andere Linkspfosten-Staaten selbst im ersten Gang zu überholen.

  5. 5
    Asuncion45

    lieber Linus Bracher, auf ihr Niveau möchte ich mich nicht herablassen. Ich empfehle Ihnen aber unter dem Begriff „Staatsschulden der USA“ einfach mal zu googeln., dann werden Sie feststellen, daß im letzten Jahr der Staatsbankrott nur durch heraufsetzen der Verschuldungsobergrenze auf 16,39 Billionen USD verhindert werden konnte. Dieser Betrag ist in aller nächster Zeit wieder erreicht. Dann wird diese Obergrenze sicher erneut höher gesetzt, obwohl diese Schulden durch nichts mehr gedeckt sind, der Dollar also völlig wertlos ist. Könnten die USA ihre Schulden nicht mehr auf die ganze Welt verteilen, dann wäre der Dollar sehr schnell am Ende. Dieser Zeitpunkt wird dann kommen, wenn die übrigen Staaten der Welt ihre Leistungen und Gegenleistungen nicht mehr in Dollar bezahlen. Gegen die Schulden der USA ist z.B. Venezuela ein sehr reiches Land.

  6. 6
    Der Bettler

    Herr 45 ist auch klar. USA hat 270 millionen Einwohner und über 50 Estados,Venezuela gerade mal 29 millionen Einwohner und 23 Estados.
    Der Vergleich ist einfach lächerlich.Ich würde an Ihrer Stelle mal auf das eigene Land sehen,und da kündigt sich auch nichts gutes an.Wenn man 10 Tonnen Gold verkaufen muß,um einigermaßen den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen ist das gar nicht gut.Außerdem haben Finanzexperten wieder eine ABWERTUNG des Bolis vorausgesagt,dann
    würde ich nicht so leichtfertig von reichen Land sprechen.Wenn die übrigen Länder nicht mehr mit Dollar handeln,mit was dann? Mit Bolivares Forte?
    Sie wissen genausogut wie ich,daß weltweit kein Bolivar auf einer Börse
    erscheint,und auch nirgendswo gehandelt wird geschweige den bezahlen
    kann damit. Glauben Sie vielleicht daß die Chinesen oder Russen mit Bolis
    bezahlt werden,die wollen Dollar sehen egal wie bescheiden er ist.
    Manchmal frage ich mich schon. wie realitätsfremd man sein muß,um so
    was von sich zu geben.
    Venezuela ist von den Ratingsagenturen auf Ramsch herabgesetzt.

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