Argentinien: Regierung evakuiert Besatzung der „Libertad“

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Datum: 21. Oktober 2012
Uhrzeit: 12:15 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Beschwerde an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Seit knapp drei Wochen liegt die „Libertad“, ein Segelschulschiff der argentinischen Kriegsmarine, im ghanaischen Hafen von Tema. Ein US-Hedgefonds hatte den als Vollschiff getakelten imposanten argentinischen Dreimaster vor knapp drei Wochen beschlagnahmt, weil das südamerikanische Land dem Investor Geld schuldet.

Der argentinische Außenminister Hector Timerman bestätigte am Sonntag (21.), dass sich Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner zur Evakuierung der Besatzung der Fregatte entschieden habe. Gleichzeitig ordnete das Staatsoberhaupt die sofortigen Reise von Timernan nach New York an, wo am Montag eine Beschwerde an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen übergeben werden soll.

NML Capital hatte während der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 argentinische Staatsanleihen gekauft, bevor Buenos Aires im Zuge eines Schuldenschnitts einen Großteil seiner Kredite strich. Laut einem Sprecher des Fonds schuldet Argentinien ihm umgerechnet 285 Millionen Euro.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    gerda mueller

    auch wer konkurs macht, muss seine schulden irgendwann bezahlen. privat wie auch staat.

  2. 2
    Martin Bauer

    Wer sich Geld leiht, obwohl er weiss, dass er dies nicht zurückzahlen kann, oder wenn er von vornherein den Vorsatz hat, Anleihen nicht zurück zu bezahlen, begeht vorsätzlichen Betrug. Bei der Höhe, um die es hier geht, bedeutet dies Jahrzehnte im Knast für den (die) Verantwortliche(n). Es ist nicht einzusehen, warum gerade Regierungen davon ausgenommen sein sollten.

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