Mit gentechnisch veränderten Fliegen gegen das Dengue-Fieber

dengue-fliege

Datum: 22. Februar 2010
Uhrzeit: 15:27 Uhr
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Autor: Redaktion
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US-Wissenschaftlern ist es gelungen in einem Labor gentechnisch veränderte weibliche Aedes aegypti zu züchten. Sie können nicht fliegen und den gefürchteten Virus des Dengue-Fieber damit nicht übertragen.

Die Gelbfiebermücke oder Ägyptische Tigermücke ist eine Stechmückenart der Tropen und Subtropen. Sie ist der hauptsächliche Überträger von Dengue-Fieber, Gelbfieber und einigen anderen Viruserkrankungen. Ihr wissenschaftlicher Name ist Aedes aegypti.

Die neue Sorte von gentechnisch veränderten Moskitos kann nicht fliegen, da die weiblichen Mücken unter einer Unterbrechung der Flügelmuskulatur leiden. Die ist laut einer heute veröffentlichten Studie von US-Forschern der Universitäten von Oxford und Kalifornien der wirksamste Schutz um ein Ausbreiten des Virus zu verhindern. Gemäß des wissenschaftlichen Berichtes, veröffentlicht in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences, wird nach der Paarung mit der genmanipulierten weiblichen Fliege die nächste Generation der Mücken fluguntauglich geboren. Bisher wurde der Versuch im Labor durchgeführt, allerdings wird erwartet, dass die neue Sorte dieser genmanipulierten Insekten im Jahr 2011 freigegeben werden kann.

Nach Lukas Alphey, Forscher bei Oxford Insect Technologies (OXITEC), wird das Verschwinden der einheimischen Mücken dann innerhalb von sechs bis neun Monaten stattfinden und ist damit der wirksamste Schutz um ein Ausbreiten des Dengue-Fieber zu verhindern. Unter dem Dengue-Fieber, ein Virus welches durch den Stich des weiblichen Aedes aegypti Moskito übertragen wird, leiden jedes Jahr zwischen 50 und 100 Millionen Menschen weltweit. Obwohl es derzeit laufenden Studien zur Prävention und Heilung von Dengue-Fieber gibt, wird ein Impfstoffs gegen das Virus laut Aussagen von Alphey noch viele Jahre dauern. „Bis dahin ist die Moskito-Kontrolle die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung der Krankheit“.

„Wenn wir die Zahl der Mücken reduzieren, reduzieren wir gleichzeitig die Übertragung von Dengue-Fieber und damit die Sterblichkeit der Menschen. Der Einsatz der gentechnisch veränderten Fliege ist damit eine sichere und effiziente Alternative zum Einsatz der schädlichen Pestizide“,  teilte Anthony James, Professor für Mikrobiologie und Molekulare Genetik an der Universität von Kalifornien mit. Der Forscher betonte, dass die Methode auch auf Mücken angewendet werden kann die Krankheiten wie Malaria oder das West-Nil-Fieber übertragen.

Länder mit erhöhtem Aufkommen von Dengue-Fieber zwischen 1995 und 2008 waren Brasilien, Kolumbien, El Salvador, Nicaragua, Guatemala, Honduras, die Dominikanische Republik, Mexiko, Peru und Venezuela. In Argentinien, Bolivien, Costa Rica und Paraguay erhöhte sich die Krankheitsrate in den letzten fünf Jahren drastisch.

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