Massive Anti-Regierungs-Proteste in Argentinien

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Datum: 09. November 2012
Uhrzeit: 08:37 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Argentinien ist es am Donnerstagabend (Ortszeit) zu den massivsten Anti-Regierungs-Protesten seit mehr als zehn Jahren gekommen. Zehntausende Menschen (laut Opposition mehr als 100.000) protestierten in Buenos Aires und anderen Städten des südamerikanischen Landes lautstark gegen eine dritte Amtszeit von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. Proteste wurden auch aus Miami, New York, Sydney, Wien, Warschau, Genf, Berlin, Rom, Mailand, Paris, Barcelona, ​​Madrid und London gemeldet.

Die Proteste waren über die sozialen Netzwerke organisiert worden. Vor dem Präsidentenpalast auf der Plaza de Mayo schlugen die Demonstranten gegen Kochtöpfe und schwenkten die argentinische Flagge. Auf Transparenten skandierten sie: „Stoppt die Kriminalitätswelle, die Argentinier tötet und die Korruption. Freiheit für die Presse und eine unabhängige Justiz. Sagt Nein zur Verfassungsreform (Mögliche dritte Amtszeit für Kirchner).“ Die Regierung und linke Amateurblogger disqualifizierten die Demonstrationen naturgemäß als Destabilisierungsversuch der Opposition.

Am 23. Oktober 2011 wurde Fernández de Kirchner als erster weiblicher Staatschef Lateinamerikas mit einer Mehrheit von rund 54 % der Stimmen im Amt bestätigt. Nach Meinungsumfragen (Management & Fit) betrug ihr positives Image unter der Bevölkerung kurz nach der Wahl 63,3% und fiel nach nur 12 Monaten auf unter 40%.

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  1. 1
    Angel Morito

    Ich bin erstaunt (eigentlich auch nicht) über die Berichterstattung der deutschen Medien. Dort wird alles heruntergespielt. Laut den linken Lügenblättern waren ja nur ein paar Tausend Demonstranten unterwegs. Ich war bei den Demos in Buenos Aires dabei. Es waren nur in der Hauptstadt mehr als 50.000 Menschen unterwegs, landesweit mehr als 200.000. Hier herrscht eine totale Unzufriedenheit gegenüber der Regierung.

    • 1.1
      jose

      Augen aufgemacht, Angel Morito!

      Die FAZ meldete zehntausende, die SZ zehntausende und das „linke Lügenblatt“ Welt hat von hunderttausenden Demonstranten berichtet.

      “ Ich habe meine Meinung, also verschon´ mich mit Fakten!“

    • 1.2
      jose

      Ach Angel Morito…………schlecht geträumt?

      jetzt hab´ ich auch noch andere “ linke Lügenblätter“ durchgesehen:

      http://taz.de/Massenproteste-in-Argentinien/!105223/

      BUENOS AIRES epd | In Argentinien haben landesweit mehr als eine Million Menschen gegen die Politik der Regierung von Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Vor allem in den Großstädten gingen die Menschen am Donnerstagabend (Ortszeit) auf die Straßen und klapperten lautstark mit Kochtöpfen. Mit dem Lärm der sogenannten „Cacerolazos“ protestierten sie gegen die zunehmende Kriminalität und Korruption, aber auch gegen eine dritte Amtszeit der Präsidentin.

      Die größte Demonstration fand in der Hauptstadt Buenos Aires statt. Während die Polizei 70000 bis 100000 Teilnehmer zählte, kam die vom rechten Oppositionspolitiker Mauricio Macri geführte Stadtregierung auf 600000 Teilnehmer. Die meisten Demonstranten gehörte Medienberichten zufolge der Mittel- und Oberklasse an. Allerdings nahmen auch ärmere Teile der Bevölkerung teil. Die Regierung hatte sich bis Freitag morgen (Ortszeit) noch nicht zu den Protesten geäußert.

  2. 2
    alexandro

    Angel Morito bitte schmeiß die Deutsche Presse nicht in einen Topf. die Bundesrepuplik ist ein Demokratischer Staat, mit Pressefreiheit, die natürlich jeder nützen kann, Natürlich auch die ewig gestrigen linken Dummschwätzer. Der politik Interesierte weis genau was in Argentinien abläuft Passt gut auf, das ihr durch eure Chavezschwester nicht in ähnliche Probleme schlittert, wie Venezuela

    • 2.1
      Annaconda

      Ich hoffe die Argentinier lassen sich eine 3te Amtszeit und eine illegale Verfassungsänderung nicht gefallen wie die Venezolaner.Nach den Menschenmassen,welche man bei den Übertragungen gesehen hat,scheint dies offensichtlich nicht der Fall zu sein(Ein Meer von Menschen).Leider ist ihre Präsidentin von Chavez gesponsert und auf dem Weg,dessen schlechtem Beispiel zu folgen.Aber in Argentinien sind doch etwas bessere Bedingungen und es ist noch nicht zu spät,es ist wichtig jetzt Widerstand zu leisten,bevor der „Weg ohne Rückkehr“ auch dort ,wie in Venezuela eingeschlagen wird und die Bevölkerung handlungsunfähig gemacht wird.

  3. 3
    Der Bettler

    Genau so sehe ich das auch. Die Kirchner macht ja alles,was ihr Chavez
    einspuckt.Man sieht was da rauskommt. Der Mann ist nur mehr eine wandelnde Lüge,von wegen nicht einmischen in Angelegenheiten anderer
    Länder.

  4. 4
    Aguaribay

    Wenn Christina Kirchner es schafft die Verfassung zu ändern und nochmal wiedergewählt wird, ist Argentinien bald wieder so weit wie im Jahr 2001. Sie ist jetzt schon dabei, Argentinien vom Rest der Welt (außer Venezuela) zu isolieren, die Pressefreiheit abzuschaffen, die Reisefreiheit der Argentinier ins Ausland hat sie durch den nicht mehr möglichen Devisenkauf sowieso schon fast abgeschafft. Ich hoffe, die Argentinier wehren sich massiv gegen diese Regierung, denn sonst könnte es sehr bald zu spät für sie sein. Die andere Frage ist nur, wer soll sie ablösen? Ein vernünftiger, mehrheitsfähiger Kandidat ist bislang nicht in Sicht.

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