Terrassen des Colca-Tales zum Kulturerbe erklärt

colca

Datum: 24. Februar 2010
Uhrzeit: 07:41 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
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Autor: Redaktion
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Das Colca Tal ist ein Gebiet von erstaunlicher landschaftlicher Schönheit, mit seinen präkolombianischen Terassen in den riesigen Anden und einer tiefen Schlucht, in welcher sich ein Fluss 3140 Meter in die Tiefe stürzt. Der Colca Cañón ist eine Schlucht bei Chivay in Peru, in der Nähe (ca. 100 km) von Arequipa. Er ist, je nachdem ob man vom höchsten Berggipfel nahe der Schlucht aus bis zum Río Colca misst oder vom Rand der Schlucht, 3.200 m bzw 1.200 m tief. Der Grand Canyon ist dagegen (nur) etwa 1.800 m tief. Damit ist der Cañón del Colca der zweittiefste Canyon der Welt .Geheimnisvolle Felsmalereien und Höhlen, in denen einst die sog. „Colcas“, Behälter für die Lagerung von Getreide, aufbewahrt wurden, zeugen von der Vergangenheit der Collagua-Kultur; der ursprünglichen Bewohner der Region.

In Peru ist das Colca-Tal bekannt für seine Kondore. Am frühen Morgen hat man große Chancen vom touristisch erschlossenem Cruz del Condor, über den Rand des Cañons aufsteigende Kondore mit bis zu drei Metern Spannweite zu sehen. Daneben gibt es auf dem Weg von Chivay nach Cabanaconde diverse Möglichkeiten, das einzigartige Panorama und Condore zu genießen. Von unten kann man den Cañon entweder in einer Riverrafting-Tour bewundern oder man entscheidet sich zu einer Wandertour. Die oberen Hänge des Cañons sind vielfach von menschlicher Hand zu Terrassen strukturiert, viele davon schon mehrere hundert Jahre alt, die die heutigen Bewohner für ihre effiziente Landbebauung verwenden. Diese Terrassenstrukturen gaben dem Gebirgszug der Anden seinen Namen.

Durch die Resolution Nr. 262/INC wurde das Colca-Tal nun zum nationalen Kulturerbe erklärt. Laut Jose Luis Talavera, Direktor der Autonomiebehörde in Colca (Autocolca), müssen ab sofort alle vorgeschlagenen Neubauten, Straßen, Autobahnen, Kanäle, Bergbau oder landwirtschaftliche Arbeiten, die das Landschaftsbild verändern und damit einen Eingriff in die einzigartige Landschaft darstellen, über ein spezielles Bewilligungsverfahren eingereicht werden und bedürfen einer staatlichen Genehmigung.

Die Deklaration zum kulturellen Erbe war dringend notwendig geworden. Steigendes Tourismusaufkommen rief  immer mehr internationale Unternehmen auf den Plan, die nun für den Neubau von Hotels und Strassen eine staatliche Genehmigung benötigen.

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