Venezuela: Anstiftung zum Hass gegen die Juden vorgeworfen

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Datum: 25. November 2012
Uhrzeit: 10:36 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Anstiftung zum Hass gegen die Juden

Das Wiesenthal-Zentrum hat die Gewaltaktionen gegen eine Synagoge in der venezolanischen Hauptstadt Caracas scharf zurückgewiesen und den Mangel an Schutz durch die Polizei heftig kritisiert. Gleichzeitig warf die internationale Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles Präsident Hugo Chávez Anstiftung zum Hass gegen die Juden vor.

Die „Mariperez Synagoge“ war bereits im Januar 2009 von einer Gruppe von Polizisten geschändet worden, vor wenigen Tagen warfen Demonstranten Feuerwerkskörper auf das Gebäude und skandierten Parolen wie „Verfluchte Juden, Juden töten unschuldige Menschen“ neben antisemitischen Parolen gegen den Staat Israel.

Shimon Samuels, Direktor für internationale Angelegenheiten des Simon-Wienthal-Zentrums, beklagte die Gleichgültigkeit der Regierung in Caracas. „Hugo Chávez erklärt seine Unterstützung für die Hamas, Hisbollah und den Iran, welche weltweit aktiv den Hass gegen die Juden schüren. Wo war der versprochene polizeiliche Schutz des Präsidenten von wenigen Tagen? Diese Vorfälle in der Synagoge erinnern an die Reichspogromnach (Nov. 1938) im Hitlerdeutschland. Anlässlich dieser neuerlichen Art von Aggression muss die Inter-Amerikanische Kommission für Menschenrechte intervenieren. Eine ernste Untersuchung und Verfolgung der Verantwortlichen muss gewährleistet sein“, so Samuels. „Wir fordern von Caracas eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Hassideologien und Antisemitismus“, fügte er hinzu.

Eine Gruppe von etwa 50 Demonstranten hatte am Donnerstag (22.) vor der größten Synagoge in der venezolanischen Hauptstadt Caracas gegen Israels Militäraktionen im Gazastreifen protestiert. Nach Angaben der jüdischen Dachorganisation des Landes (Confederación de Asociaciones Israelitas de Venezuela, CAIV) brannte der Mob vor und im Eingangsbereich der Synagoge pyrotechnische Erzeugnisse ab, was zu Panik unter den Besuchern führte. Die CAIV forderte die Regierung auf, für die Sicherheit in und um dem jüdischen Versammlungs- und Gotteshaus zu sorgen.

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  1. 1
    Franky

    …vielleicht interessiert sich mal der mossad für diesen (national)- sozialisten chavez – in der regel machen die nämlich nicht viel federlesens mit unliebsamen, die sicherheit jüdischer einwohner bedrohender politiker

  2. 2
    Heinz

    Nicht notwendig, Chavez ist faktisch bereits tot.

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