Venezuela: Hugo Chávez weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen

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Datum: 27. November 2012
Uhrzeit: 14:26 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Präsident seit zehn Tagen abgetaucht

Nach dem Gewinn der Präsidentschaftwahl im vergangen Oktober hat sich der venezolanische Präsidenten Hugo Chávez weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Das nach eigenen Worten bereits drei Mal vom Krebs geheilte Staatsoberhaupt verschont seine Anhänger sogar von der politischen Talkshow „Aló Presidente“ (Hallo Präsident), die er eigentlich nur während des Krankenhausaufenthaltes und der Rekonvaleszensphase auf Kuba unterbrochen hatte.

“Man muss sich fragen, wo der Präsident steckt. Der Mann hat seinem Volk während des Wahlkampfs Villen, Schlösser, Arbeitsplätze und Sicherheit versprochen. Nun ist der Mensch seit letztem Donnerstag verschwunden”, bemerkte der ehemalige Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles, der die Wiederwahl zum Gouverneur von Miranda anstrebt.

Inzwischen sind seit dem letzten öffentlichen Auftritt des einst omnipräsenten bolivarischen Führers mehr als zehn Tage vergangen. Nach Angaben der Zeitung „El Universal“ betrugen die sogenannten Leitungsfunktionen mit politischem Charakter im Monat November nur gerade 495 Minuten und damit etwas mehr als 8 Stunden. Laut einer Studie der staatlich nicht kontrollierten Zeitung betrugen die politischen Handlungen im Monat Juli noch insgesamt 1.770 Minuten, für Kampagnen brachte der Dauerpräsident 695 Minuten auf. Im August stieg die Zahl auf 3.730 Minuten insgesamt.

Selbst auf seinem Twitteraccount schrieb Chávez nur vier Mal, alle Nachrichten stammen vom 1. November. Seitdem herrscht Schweigen im Miraflores. Im Juli twitterte der Präsident 56 Nachrichten an das Volk, im August 36, September 32 und 21 im Oktober.

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  1. 1
    gerda mueller

    probeliegen im sarkophag ist wohl angesagt. hugo hat sich nochmals trikreich wählen lassen um seinen spiessgesellen mehr zeit zu geben die nachfolge zu organisieren.
    vielleicht ist er mach mallorca in den winterurlaub geflogen?

  2. 2
    Der Bettler

    Der Wahlkampf war das letzte aufbäumen ,jetzt wird er sich schön langsam
    vorbereiten auf das,was schon lange vorausgesagt war.Auch ein Chavez wird die körperlichen Gesetze nicht brechen,obwohl er mit dem Teufel im Bunde steht.

  3. 3
    Annaconda

    Nach der Wahl eigentlich nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen,nur 2 oder 3mal wurde eine Sitzung mit seinen Ministern (eher Stammtischrunde und Herrenwitze) scheinbar live aus dem Präsidentenpalast übertragen.Aber wer kann das schon nachprüfen bei den Tricksern, ob es nicht schon früher gefilmt wurde?Es war ja klar ,dass seine Aufstellung als Präsidentschaftskandidat illegal war.Nun stellt sich ja heraus,dass er offensichtlich nicht fähig ist(körperlich,geistig schon lange) das Präsidentschaftamt zu bewältigen.Nun bleibt nur noch der Griff in die Trickkiste um wenigstens seine mustergültige Partei an der Macht zu halten.Ja man hat ja schon längst vor den Wahlen gesagt,dass seine Selbsternennung de facto Wahlbetrug war.Es ist leise geworden um die vehementen Verteidiger seiner Wiederwahl.Alle auf Hochtouren gelaufenen Projekte vor der Wahl sind vielerorts zum Stillstand gekommen,werden wahrscheinlich nochmal kurz vor den Regionalwahlen aufflammen und dann wenn die Bundesländer auch alle in der Hand der PSUV sind,wird vieles eingestellt,denn über Venezuela kreist der Pleitegeier und nicht nur der.Inflation am galoppieren,Devisenknappheit und Nichteinhaltung der Wahlversprechen….wusste man ja alles was kommt.

  4. 4
    Linus Bracher

    Ich vermisse eigentlich die Kommentare von den drei geistigen Tieffliegern Hugo, Rene und Steffen. Bei Hugo ist mir das ganze schon klar. Gibt im Moment eben keinen krebskranken US-Präsidenten oder Flugzeugabstürze in den USA. Oder haben ihm die Stadtwerke mal wieder den Strom abgeklemmt.

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