Bolivien: Morales enteignet Tochtergesellschaften von Iberdrola – Update

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Datum: 29. Dezember 2012
Uhrzeit: 16:38 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Service-Raten und die Qualität verbessern

Der bolivianische Präsident Evo Morales hat am Samstag (29.) die Verstaatlichung von zwei Stromversorgungsunternehmen, sowie die Investment- und die Dienstleistungssparte des spanischen Unternehmens „Iberdrola“ in den Regionen La Paz und Oruro bekannt gegeben. Das Stromerzeugungs- und -vertriebsunternehmen besitzt über seine Tochtergesellschaft Iberbolivia 89,5% der Anteile an der Gesellschaft von La Paz (Electropaz) und 92,8% an der Light and Power Company of Oruro (Elfeo).

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„Wir werden alle Aktienanteile, die durch die Unternehmen Electropaz und Elfeo gehalten werden, verstaatlichen“, so Morales bei einer Zeremonie im Präsidentenpalast Palacio Quemado. „Wir wurden zu diesem Schritt gezwungen, da die elektrischen Service-Raten und die Qualität in den Abteilung von La Paz und Oruro verbessert werden müssen“, fügte er hinzu.

Update:

Die bolivianische Regierung hat am Sonntag (30.) Verhandlungen mit Iberdrola angekündigt. „Ich denke, nächste Woche werden Verhandlungen stattfinden. Wir werden mit Iberdrola in einer freundlichen Atmosphäre diskutieren und hoffen, ein für beide Parteien günstiges Ergebniss zu erreichen“, gab Juan José Sosa, Minister für Kohlenwasserstoffe und Energie, im staatlichen Fernsehen TV Bolivia bekannt.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    alexandro

    Na dann hat Bolivien bald ähnliche Stromversorgung wie Venezuela. Viva Hugo, viva Evo

  2. 2
    hombre

    so gesehen hat der sozi auch wirtschaftlich Vorteilhafte Aspekte…wenn sie ihr Land abgewirtschaftet haben kann es die Demokratie wieder aufbauen, respektive so gestalten wie man es haben will…

  3. 3
    herbert merkelbach

    Evo ist kein gelernter Ökonom und versteht von der Ökonomie eines Landes herzlich wenig. Wenn er angeblich die Strompreise stabil halten möchte, wäre doch eine Miteigentümerschaft (20 oder 25%) an den Stromproduzenten eine mögliche Form der Mitsprache. Somit bliebe das oder die Unternehmen in Privatbesitz (siehe VW in DE) und der Regierung Boliviens könnte über Investitionen oder andere wirtschaftliche Entscheidungen im Unternehmen in entscheidenden Fragen mitbestimmen.
    Ich verstehe nicht, dass es 20 Jahre nach dem Untergang der Sowjetunion immer noch Länder gibt, die den Weg des „Staatskapitalismus“ beschreiten. Ein Fiasko in der Energiepolitik Boliviens ist schon vorprogrammiert.

    • 3.1
      alexandro

      Nach dem Untergang des Staatskapitalismus in Peru, Venezuela usw wird es wie in Russland viele neue Milliardere geben und die Masse der Kinder der bolivarianischen Revolution und die betroffenen Länder werden um vieles ärmer sein

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