Venezuela: „Chávez reagiert nicht mehr auf Antibiotika“

abc

Datum: 01. Januar 2013
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Fast zwei Meter Dünndarm entfernt

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez leidet unter konstantem Fieber, befindet sich in Havanna auf der Intensivstation und reagiert nicht mehr auf Antibiotika. Dies berichtet die spanische Tageszeitung “Diario ABC”, die in den letzten Wochen schon Tage vor den „offiziellen“ Meldungen aus Caracas den tatsächlichen Gesundheitszustand des 58-jährigen bolivarischen Führers treffend beschrieben hatte. Die Zeitung beruft sich dabei jeweils auf Informationen von Geheimdienstquellen aus der näheren Umgebung des krebskranken Staatsoberhauptes.

abc

Demnach wird Chávez aufgrund der Entfernung von fast zwei Meter Dünndarm seit seiner Operation am 11. Dezember künstlich ernährt. Eine Infektion erforderte eine Tracheotomie (Luftröhrenschnitt), die ebenfalls das Entfernen von Flüssigkeit aus der Lunge unterstützt. Zusätzlich soll eine Niereninsuffizienz aufgetreten sein. ABC berichtet, dass während der Operation und einer im Anschluss durchgeführten Biopsie Krebszellen in den Innenwänden des Darms und der Blase erkannt wurden.

Die Operation soll von einem medizinischen Team aus Russland, mit Unterstützung von kubanischen Ärzten, durchgeführt worden sein. Dabei wurden angeblich ebenfalls Knochenmetastasen und Metastasen im Rückenmark diagnostiziert. Eine Knochenmarktransplantation ist nach Einschätzung der Ärzte nicht mehr möglich, eine ursprünglich geplante intensive Chemotherapie und Strahlentherapie kann nicht mehr durchgeführt werden.

Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes soll dazu geführt haben, dass Vizepräsident Nicolás Maduro vor wenigen Tagen nach Kuba reiste und öffentlich „neue Komplikationen“ zugeben musste.

In Caracas treibt die Gerüchteküche inzwischen abartige Blüten. Ernesto Villegas, Minister für Kommunikation und Information, gab am Dienstag (1.) bekannt, dass Vizepräsident Nicolas Maduro keinen Twitter-Account besitze. „Nicolás Maduro bat mich darauf hinzuweisen, dass er keinen Twitter-Account hat. Über diese Fake-Accounts werden Unwahrheiten über den Gesundheitszustand unseres Präsidenten verbreitet“, twitterte Villegas auf seinem Account.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Screenshot

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Marlene Bertone

    Respekt. Eure Meldungen sind unglaublich aktuell und präzise. So etwas hat in den vergangenen Jahren gefehlt. Weiter so-und ihr werdet ganz groß.

  2. 2
    franky

    tja – hasta la vista senor – dann wird Venezuela wohl ans Aufräumen des ganzen Chavista-Drecks gehen müssen – wird ein paar Jährchen dauern und sich anfühlen wie ein Kater nach zuviel Suff -selber so gewollt

    • 2.1
      herbert merkelbach

      Ein paar Jährchen? Diese Aussage klingt zu optimistisch. Man muss sich nur die Zeitspanne nach dem Zerfall der Arbeiter- und Bauernparadiese ansehen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind noch nicht alle Fehler dieses Staatskapitalismus behoben.
      Im Prinzip eine Schande für ein Land wie VZ, das so herunter gewirtschaftet worden ist.

  3. 3
    hombre

    nun…warscheinlich eh nichts neues, aus Bolivien erreichte mich eine Mail, noch ist er nicht Tot, aber damit wird definitiv in kürze gerechnet…

    Die „linken Brüder“ reisen nicht umsonst um den letzten Scheck in Kuba abzuholen…
    Amen…

  4. 4
    alexandro

    Wenn das alles stimmt, was in dem Artikel steht dann lasst Ihn doch endlich sterben

    • 4.1
      Martin Bauer

      Die werden alles tun, um ihn bis zum 10. Januar am leben zu halten oder seinen Tod erst danach zuzugeben, sonst ist der Chavismus ratz-fatz weg vom Fenster. Vermutlich werden sie versuchen, seinen Leichnam mit Eletroschocks zur Vereidigungszeremonie zu treiben.

  5. 5
    herbert merkelbach

    Auf einer Seite haben es die Kubaner oder besser die Castros sehr geschickt angestellt. Die Behandlungskosten dürften m. E. wohl in die Millionen US$ gehen, die das venezolanische Volk bezahlt hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Behandlung des venezolanischen Präsidenten in brüderlichem Einvernehmen gratis war. Und zusätzlich erhält Kuba Erdöl aus VZ zum Vorzugspreis. Besser verdienen konnten die Castros nicht.

  6. 6
    Martin Bauer

    Warum sollte er auf Antibiotika reagieren? Das wäre ein neuer Charakterzug von ihm, denn er hat noch nie auf etwas Gutes reagiert, zumindest nicht positiv.

  7. 7
    Wolfgang

    Freut euch nicht zu frueh. Maduro ist zwar nicht Chavez, aber hat die Bewegung hinter sich. Lieber Maduro anstatt Capriles, aber der schafft es sowieso nie, an die Macht zu kommen. NO HAY CAMINO! VENCEREMOS!!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!