Mexiko: Intellektuelle fordern unabhängige Prüfung des Gesundheitszustandes von Präsident Hugo Chávez

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Datum: 09. Januar 2013
Uhrzeit: 09:55 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Ton in Caracas nimmt an Schärfe zu

Eine Gruppe von mehr als 100 mexikanischen Künstlern und Intellektuellen hat am Dienstag (8.) die venezolanische Regierung aufgefordert, eine unabhängige Prüfung des Gesundheitszustandes von Präsident Hugo Chávez zu akzeptieren. Eine Experten-Mission soll nach Havanna reisen und bewerten, ob der bolivarische Führer nach seiner schweren Krebsoperation vor fast vier Wochen überhaupt über die körperlichen und geistigen Fähigkeiten verfügt, um Venezuela noch regieren zu können.

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Laut Homero Aridjis, Autor und Träger des mexikanischen Literaturpreises „Xavier Villaurrutia“, soll die Mission aus Personen mit anerkannter moralischer Integrität und politischer Neutralität bestehen. Die Gruppe muss nach seinen Worten aus verschiedenen Experten (Ärzten, Rechstanwälten) verschiedener Länder bestehen und sich eine neutrale und unabhängige Meinung über den Gesundheitszustand des bolivarischen Führers bilden.

Inzwischen nimmt der Ton in Caracas an Schärfe zu. Das 58-jährige Staatsoberhaupt ist körperlich nicht in der Lage, zu der in der Verfassung am 10. Januar vorgeschriebenen Vereidigung in sein Heimatland zu reisen. Chávez werde deshalb seinen Amtseid später vor dem Obersten Gericht nachholen, teilte Parlamentspräsident Diosdado Cabello am Dienstag in Caracas mit. Die Opposition und die katholische Kirche halten dies für einen Verstoß gegen die Verfassung und fordern Neuwahlen.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Den Gesundheitszustand braucht niemanden mehr zu interessieren. Heute nacht um 24:00h läuft seine Amszeit ab. Legt er nicht pünktlich vor der Nationalversammlung seinen Eid ab, ist kein Präsident mehr. Dann wäre er bestenfalls wieder einmal Putschist und seine gesamte Regierung ebenfalls. Die sollten sich alle sehr vorsehen. So blöd, die noch mal zu begnadigen, wie nach dem Putsch in 1992, werden die Venezolaner wohl nicht sein.

  2. 2
    Martin Bauer

    Ganz besonders die Mitglieder des Obersten Gerichtshofs sollten sich vorsehen. Die haben die Verfassung bereits zu genüge gebeugt. Wenn sie jetzt versuchen, einen Staatsstreich zu legalisieren, sollte ihre Gebeine im Knast verfaulen.

  3. 3
    Der Bettler

    Das haben sie bereits,gerade eben,war in Globovision eine nationale Pressekonferenz zu sehen,wo unbequemere Fragen ausgelegt wurden,als sei es das normalste der Welt,daß der Halbtote weiterhin Präsident bleibt.Der oberste Gerichtshof hat entschieden,daß ein Präsident der nie mehr zu sehen sein wird,weiterhin ein Land regiert.Die Verfassung Venezuelas taugt nicht mal zum Hintern auswischen.

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