Venezuelas Wirtschaft auf der Intensivstation

Datum: 17. Januar 2013
Uhrzeit: 17:39 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Vinicus Love, Caracas (Leser)
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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez befindet sich seit über vier Wochen auf Kuba, die Geheimniskrämerei über seinen wirklichen Gesundheitszustand ist ein Staatsgeheimnis und ähnelt den bekannten Szenarios in der ehemaligen Sowjetunion, China und Nordkorea. Während der bolivarische Führer abgetaucht ist, befindet sich die Wirtschaft seines Landes auf der Intensivstation.

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Während sich die von Caracas gesteuerte Aufmerksamkeit auf Chávez‘ Kampf um das Überleben konzentriert, wird die Wirtschaftsleistung im „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ bewusst ausgeblendet. Laut der New Yorker Think Tank für Fragen der internationalen Außenpolitik „Carnegie Endowment for International Peace“ hat der bolivarische Führer seiner Nation eine Wirtschaftskrise von historischem Ausmaß hinterlassen.

Für das laufende Jahr wird eine Inflation von 25 Prozent erwartet, durch eine drohende Abwertung weiter angeheizt. „Es gab kein Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 und im vergangenen Wahljahr wurde sie künstlich durch ein kolossales Haushaltsdefizit (in Höhe von mehr als 16 Prozent des BIP) erzeugt. Die Staatsverschuldung ist 10-mal größer als bei Amstantritt von Chávez“, so Carnegie Endowment. Das „Hudson Institute“ für futurologische Forschung wird deutlicher und klassifiziert Venezuela als „eine der wirtschaftlich dysfunktionalsten Nationen in der westlichen Hemisphäre“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    hombre

    hierher ihr rote Bagage…wie siehts mit ein paar Gegenargumenten aus?

    “eine der wirtschaftlich dysfunktionalsten Nationen in der westlichen Hemisphäre”.

    Da wär ich aber an eurer Stelle ein Stück weit beleidigt…

    • 1.1
      hugo

      argumente austauschen wäre das eine. beleidigungen und beschimpfungen der übelsten art über sich ergehen zu lassen, das andere. man sollte diese, vom administrator bestens geschützte klientel unter sich lassen. jeder versuch eine sinnvolle diskussion in gang zu bringen wird entweder zensiert oder von den claqueuren unterlaufen. bleibt mit der gerechten weltmeinung unter euch und bestätigt euch permanent selber. aus dem saft, in dem ihr schmort gibt es kein entrinnen. richtig ist, dass es vieles gibt, was in venezuela falsch läuft. dies ist unter chavez so und war auch vor chavez so. dies zu differenzieren wäre angebracht. die gründe dafür zu eruieren und lösungsvorschläge zu präsentieren. wenn man aber venezuela (oder besser gesagt isla margarita) dazu benützt um seine deutsche rente zu verfrühstücken, sich in dieses elend freiwillig begibt um den großen max zu markieren und dann permanent sich über die zustände vor ort aufregt, ist man unglaubwürdig. wie ich schon mal bemerkte kann niemand das volk austauschen in venezuela. offensichtlich sind die probleme in diesem land doch nicht so einfach zu lösen, wie es sich hier einige vorstellen. geredet ist immer leicht. darin überbietet sich hier die mehrheit.

      • 1.1.1
        pandora

        “ offensichtlich sind die probleme in diesem land doch nicht so einfach zu lösen,“
        —–
        Es es ist also offensichtlich .Es gibt Probleme und vieles läuft falsch .
        Aha . Genau DAS und nichts anderes versuchen ja auch viele der Kommentatoren hier ( aus nah und fern ) kund zu tun .( nicht immer auf die „feine Art“ )
        Und wenn das nun endlich auch der Rest der Welt kapiert und die Scheuklappen und/oder die rote Brillen absetzt , dann …
        Aber nein , auf der anderen , der linken Seite wird immer noch behauptet , alles wäre im grünen Bereich , es wäre so gut wie nie zuvor , und wenn doch was nicht klappt , sind die Opposition und ihre Hintermänner schuld .
        .

      • 1.1.2
        Martin Bauer

        Wer Kommunismus und/oder kommunistische Systeme schön redet oder versucht zu rechtfertigen, ist ein Feind der Menschheit und sollte sich über ihm widerfahrene Beleidigungen nicht wundern.

      • 1.1.3
        hugo

        ja herr bauer – nur ihre sicht der dinge ist die richtige. solch geistig diktatorische ansichten sind meist der anfang vom ende, wie die geschichte eindrucksvoll bewiesen hat.

  2. 2
    Der Bettler

    Die glauben ja nur ihren Heiligtum,den linken Regierungsblättchen.Was da drin
    steht ist für sie wie die Bibel.Was die übrige Welt sagt oder schreibt,sind alles Lügen.Was wir hier schreiben,die schon 10 ,20 Jahre und länger hier leben,
    und direkt an der Quelle sitzen, wird als Spinnerei und Hetzerei bezeichnet.So
    ist es mal mit den roten und linken Gesams,von nichts eine Ahnung,aber das Maul weit aufreißen.

    • 2.1
      Alexander

      Wenn sie 20 Jahre in Venezuela leben, dann haben sie sicherlich auch die im höchsten Maße korrupte Regierung vor Chavez miterlebt oder? Dann waren Sie auch dabei, als die Banken kollabiert sind, die Justiz und Polizei sich für alles bestechen ließ und als Venezuela bis heute noch nicht erreichte Inflationswerte von über 70% bis zu 100’% hatte? Wer war damals Schuld, die bösen Kommunisten waren nicht an der Macht, es war die „rechte Oligarchie“, die das Land ausgebeutet hat, heute sind es halt die „Linken“. Und es gibt auch viele Deutsche in Venezuela, die sagen, dass es unter Chavez besser wurde, vor allem für die breite Bevölkerung. Die heutige Wirtschaftsprobleme passieren in kapitalistischen und marktwirtschaftlichen Gebieten genauso, wie sie in Venezuela passieren, da hat die Ideologie relativ wenig mit zu tun, nur bedürfte man dafür ein Grundwissen in Wirtschaftswissenschaften, was ich Ihnen aber nicht zutraue, bei Ihnen sind es unabhängig vom Ausgang immer die „Linken“. Erinnert mich ein bisschen an Spinner, die geistig noch im Kalten Krieg festhängen. Damals war das Weltbild schön einfach gehalten und niemand musste sich mit komplexen Dingen auseinandersetzen.

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