Uruguay liefert 4.500 Tonnen Milchpulver nach Venezuela

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Datum: 22. Januar 2013
Uhrzeit: 11:04 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Niedergang der Bolivarischen Republik

Das kleine südamerikanische Land Uruguay wird monatlich 4.500 Tonnen Milchpulver nach Venezuela liefern. Dies gab Uruguays Außenminister Luis Almagro in einem Interview bekannt und wies darauf hin, dass beim letzten Besuch von Präsident José „Pepe“ Mujica in Caracas (10. Januar) Möglichkeiten über den Verkauf von weiteren Produkten erörtert wurden.

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Laut Minister Almagro hat die Vereinbarung mit Caracas einen Wert von rund 16 Millionen US-Dollar. Venezuela war im vergangenen Jahr der viertgrößte Markt für den uruguayischen Export. Die Verkäufe spülten 406 Millionen US-Dollar in die Kassen des kleinsten spanischsprachigen Staates in Südamerika, dies entspricht 4,6% der Gesamtexporte und ist eine Steigerung von 24,7% im Vergleich zu 2011.

Im Gegensatz zu den stets gleichlautenden Regierungsmeldungen herrscht in Venezuela eine permanente Nahrungsmittelknappheit bei Produkten des Basiswarenkorbs. Dies ist nur zum Teil auf Nahrungsmittelspekulanten zurückzuführen und wird von der Regierung gerne als Sabotage im Nahrungsmittelsektor bezeichnet. Schlangestehen für Grundnahrungsmittel ist in Venezuela zur Realität geworden, Chávez‘ Verständnis von Wirtschaftspolitik beschleunigt den Niedergang der Bolivarischen Republik. Nahrungsmittel werden importiert und mit bis zu 70 Prozent subventionierten Preisen verkauft.

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  1. 1
    hugito

    die sind doch überhaupt nicht mehr an einer Produktion von irgendetwas interessiert, die Revolution muss weiterlaufen, damit weiter geklaut werden kann und entwaige Gerichtsverfahren zu entgehen. Und wies scheint, haben die aus Kuba gesteuerten Marionetten der Regierung damit auch vollen Erfolg. Hier wird sich in absehbarer Zeit überhaupt nichs ändern, jedenfallls solange, wie die bösen Amis das Öl zu Weltmarktpreisen kaufen und auch noch pünklich bezahlen. Aber darauf können wir noch lange warten… Die Mehrheit des Volkes ist mit der momentanen Situation glücklich und will auch gar kein anderes Leben – das sollte mal vielen endlich klar werden!

  2. 2
    herbert

    Also ich wohne ja nicht in Venezuela, habe aber Bekannte dort – und was man so hört ist ja gelide gesagt, kaum zu glauben. Erst wurden tausende von Hektar enteignet, danach wunderte man sich, das niemand mehr investieren wollte und laut meinem Bekannten sollen ja seit über zehn Jahren fast alle Agrarkredite veruntreut worden sein, oder in völlig unsinnige Projekte gesteckt – berichtigt mich falls das nicht der Fall sein sollte.
    Das ist ja so, als ob ich mir mit der Pistole in beide Kniescheiben schieße und mich sekunden später wundere, das die Lokomotion etwas beeinträchtigt wurde… Hat Venezuela vor dieser Regierung nicht Milchpulver exportiert?

    • 2.1
      herbert merkelbach

      Ich wohne auch nicht in VZ aber durch Venezolaner in DE und dem Lesen der in Spanisch geschriebenen Presse und auch anderen Medien ist das von Ihnen Geschriebene ein FAKT.
      Der dem Tode geweihte Hugo Chávez Frias hat das Land in 14 Jahren seiner Regierung ruiniert. Die industrielle Basis VZ wurde durch Verstaatlichung platt gemacht, der Agrarsektor ebenfalls. Das einzige Exportprodukt VZ ist das Erdöl, das ca. 90-95% des PIB ausmacht. Alles andere muss zum großen und zum größten Teil importiert werden. Die Staatsverschuldung VZ ist eine der höchsten in ganz Südamerika. Zusätzlich kommt noch die sehr hohe Kriminalität ins Spiel; nach El Salvador die höchste in L.A. Lebensmittelknappheiten sind an der Tagesordnung sowie sehr häufige „black-outs“ (der Ausfall der Stromversorgung über mehrere Stunden, auch Tage) bei der Stromversorgung. Noch ein Punkt, der die Wirtschaft VZ beeinträchtigt ist die hohe Korruption der Regierungsmitglieder und der Nepotismus durch H. Chávez.
      Dieser Fortschritt wird von den Herrschenden in VZ als die Errungenschaft des „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ propagiert und gefeiert. Das wirtschaftliche Bild VZ wird sich noch verdüstern, sobald die US-amerikanische Wirtschaft auf heimische Erdölvorkommen zurückgreift.

      Mit einem gesunden Menschenverstand muss man die Zukunft VZ besonders in wirtschaftlicher Hinsicht als pessimistisch bezeichnen. Die innenpolitische Lage VZ möchte ich nicht kommentieren, das überlasse ich den Deutschen, die in VZ vor Ort leben und in diesem Medium ihre Meinung wiedergeben.

  3. 3
    gerda mueller

    ich lebe seit menschengedenken in venezuela, und freue mich sehr auf meine zukunft, denn ab sofort habe ich pro monate 160 gramm mehr milchpulver zur verfügung, damit ich mein revoluzionäres leben nach stundenlangem schlangestehen in der brütenden sonne, vergnügter begehen und geniessen kann.
    es lebe die bolivarische revoluzion des geliebten führers und seiner tapferen mitstreiter.

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