Nach IWF-Rüge an Argentinien: Supermärkte frieren Preise ein

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Datum: 04. Februar 2013
Uhrzeit: 18:33 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Statistiken der linksgerichteten Regierung in Frage gestellt

Die Supermarktketten in Argentinien haben sich verpflichtet, die Preise für ihre Produkte für 60 Tage einzufrieren. Dies gab am Montag (4.) das Ministerium für Binnenhandel in Buenos Aires bekannt. Damit zeigt die offizielle Rüge des Internationalen Währungsfonds (IWF) drei Tage nach Bekanntgabe bereits Wirkung. Dieser hatte die Daten der linksgerichteten Regierung über die Inflation und das Bruttoinlandprodukt des südamerikanischen Landes angezweifelt und die Ermittlungsmethode der Statistiken in Frage gestellt.

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„Alle Preise aller Produkte in allen Supermärkten des Landes wurden rückwirkend zum 1. Februar bis zum 1. April eingefroren“, gab die Regierung bekannt. Von der Maßnahme sind auch die großen ausländischen Ketten wie Carrefour und Wal Mart betroffen.

Laut offiziellen Statistiken soll die Inflation in Argentinien im Jahr 2012 bei 10,8% gelegen haben. Private Beratungs-Unternehmen bezeichneten die Angaben als lächerlich und schätzten die Rate auf 25,6%. Weshalb Argentinien seit längerer Zeit keine Mitarbeiter des IWF zur Prüfung von Wirtschaftsdaten in das Land einreisen lässt, gab Buenos Aires nicht bekannt.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Der Bettler

    Die dürfen nicht einreisen,weil sonst rauskäme,daß Argentinien Pleite ist.

  2. 2
    hombre

    nicht doch…“links“ schon wieder pleite??? :))

    „Model Hugo“ läuft nicht…!

    Wie denn auch, wenn die Ratten MIllionenschwere Schecks an Staatsgelder auf Ihre Privatkonten versuchen zu scheffeln…

  3. 3
    herbert merkelbach

    Da haben auch die Käufe der argent. Staatsanleihen durch HCF nichts geholfen. Jetzt wird auch noch der IMF (IWF) belogen. Da ist es natürlich verständlich, dass Cristina ihre Hand auf die Falklands legt oder legen möchte. Nur, so einfach ist das nicht mehr, so wie 1982 geschehen. Es ist doch erstaunlich, wie manchem Politiker das schwarze Gold schmeckt beziehungsweise wie dieses Produkt manchen Politiker in die Sucht nach ihm treibt.
    Cristina dürfte jetzt ein richtiges Problem bekommen, sollte der IWF Argentinien ausschließen. Dann könnten nur noch Kredite aus China helfen. Vielleicht im „barter“-Geschäft gegen Sojabohnen?
    Ich muss schon sagen: so manche Länder bewegen sich in Richtung steinzeitlicher Geschäftspraktiken. Das eine Land liefert vielleicht Sojabohnen um den Kredit zu tilgen, dass andere Erdöl. Wirklich, alles sehr interessant.

  4. 4
    gerda mueller

    lügen und betrügen ist bei allen politikern auf dieser welt gang und gäbe.
    in venezuela zum beispiel wird die inflation seit jahren mit unter 30% angegeben. tatsache ich aber, dass sich die preise der (meist importierten produkten) inner 12 monaten verdoppelten. importwaren müssen mit harter währung bezahlt werden und diese kaufsumme wird an den verbraucher weitergegeben.
    wer die wirkliche teuerung kennen will, braucht nur auf den schwarzmaktwechselkurs zu sehen, denn dieser spiegelt die wirkliche wirtschaft wieder und nicht die phantasiezahlen die uns vom verlogen chavistassystem vorgelegt werden.

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