Kranker Hugo Chávez: Billige Show in Venezuela

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Datum: 21. Februar 2013
Uhrzeit: 08:39 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 11 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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► Bolivarischer Führer wird nun in Militärkrankenhaus behandelt

Nachdem der venezolanische Präsident Hugo Chávez laut Angaben der Regierung nach Venezuela zurückgekehrt sein soll, geht das unsägliche, an eine billige Show erinnernde Theater, um den Krebskranken weiter. Demnach wird der bolivarische Führer in einem Militärkrankenhaus behandelt, Besucher werden allerdings nicht zugelassen.

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In Caracas ist alles beim Alten. Statt auf Kuba wird der 58-jährige nun in Venezuela unter Verschluss gehalten. Nach Veröffentlichung von Hochglanzfotos vom Krankenbett in Havanna ist wieder Ruhe eingekehrt, die Strategie der linkspopulistischen Regierung ist seit 70 Tagen die Gleiche. Seit seinem letzten Aufenthalt am 11. Dezember auf Kuba versuchten mehrere lateinamerikanische Staatsoberhäuper dem bolivarischen Führer und Freund einen Besuch abzustatten, diese Treffen kamen allerdings nie zustande, bzw wurden nie offiziell bestätigt.

Als erster Präsident reiste Ecuadors Rafael Correa am 11. Dezember nach Kuba. Statt Chávez bekam er allerdings nur die Brüder Castro zu sehen. „Ich wollte Chávez besuchen und traf mich mit Raul und Fidel Castro“, twitterte Correa. Am 22. Dezember war der bolivianische Präsident Evo Morales auf Kuba. „Ich wollte ihn ermutigen. Realität ist, dass ich ihn nicht sehen konnte“, gab Morales bekannt.

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Kurz danach teilt der Präsident von Uruguay mit, ebenfalls nach Kuba zu reisen. Am 3. Januar teilte José Mujica mit, dass er Chavez nicht besuchen kann. Dessen Gesundheitszustand würde eine Visite nicht zulassen. Am 7. Januar kam Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez mit einer unter dem Arm geklemmten Bibel in Havanna an. Für sie blieb allerdings nur ein Mittagessen mit den Castro-Diktatoren und sie verließ die Insel, ohne den venezolanischen Präsidenten gesehen zu haben. Evo Morales wollte es nun genau wissen und legte auf seiner Reise in die USA am Montag (18.) erneut einen Zwischenstopp in Caracas ein. Nach seiner Ankunft in Washington gab er bekannt, Chávez erneut nicht zu Gesicht bekommen zu haben.

Dass Hugo Chávez die Regierungsgeschicke in der Hand halten soll, laut Regierung alles unter Kontrolle habe, ist eine Fiktion und Volksverdummung aus dem Lehrbuch.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Pati

    und für gewöhnlich sind Politiker die Elite der Gesellschaft – wie siehts denn dann nur weiter unten aus…

  2. 2
    Marlene Bertone

    Die Politiker der Regierungspartei sind der Abschaum der Gesellschaft.

  3. 3
    Martin Bauer

    Der Typ ist schon lange tot. Dies ist die einzige plausible Erklärung für das lächerliche Theater. Er war schon am 10. Januar tot. Die chavistische Saubande verschweigt dies, um ihren vermeintlichen Machtanspruch nicht zu verlieren. Der ist allerdings auch mit einem lebenden Chávez längst verloren.
    Wenn ich falsch liege, sollen sie einfach eine Abordnung der Opposition zu ihm lassen und sei es durch eine Glasscheibe getrennt. Von einem medizinischen Zustand, der das nicht erlaubt, habe ich noch nie gehört.
    Die Stunde der Wahrheit wird ja einmal kommen, da hilft alles Aufschieben nichts. Und dann hoffe ich, man führt für Putschisten und Hochverräter öffentliches Hängen zur Problemlbeseitigung wieder ein…

    • 3.1
      Silvia W

      Der Typ ist schon lange tot. Dies ist die einzige plausible Erklärung für das lächerliche Theater. Er war schon am 10. Januar tot.
      ——————————————————————————————————
      Genau das vermute ich auch.
      Mir kam das damals schon spanisch vor ,als man ihn in diesem Stadium [Beine versagten schon] zu einer angeblichen 4. OP nach Kuba schickte.
      Mir drang sich schon damals der Verdacht auf,dass man ihn zum Sterben ausser Landes haben wollte,damit die Welt und auch das venez. Volk nichts vom Zeitpunkt seines Ablebens mitbekommt, um die neue Regierungsbildung nicht zu gefaehrden.
      Das,dass er jetzt in Venezuela ist,laesst eine baldige Todesmeldung vermuten.

      • 3.1.1
        El burrito

        Ich habe am vergangenen Donnerstag gesagt: Zwischen dem 24.2. und dem 6.3. kommt die Rücktrittsmeldung. Vielleicht bis zum 16.3., aber dann ziemlich sicher.

        @ Silvia: Neben der Sache mit den schwachen Beinen war da ja auch noch das mit de Kirchners Tränen und der schwarzen Kleidung in Havanna, das hat Annaconda neulich hier noch erwähnt, habe ich Anfang Januar nicht mitbekommen, das de Kirchner in Havanna gweint haben soll? Weiß da jemand genaueres, wie das war?

        Gerade wenn man, so wie es heute mal der Reihe nach hier aufgeschrieben wurde, wer seit Wochen der Reihe nach versucht hat Chavez zu besuchen – ich muß sagen, gerade so zusammengefasst betrachtet stockt einem doch da der Atem…
        Morales, Lula, de Kirchner, Mujica! Die alle sind nicht irgendwer für ihn!

        Das war immer ein sehr enges Verhältnis, gerade mit Morales und de Kirchner! Kann man sich denn wirklich vorstellen, dass er die alle überhaupt nicht sehen wollte oder konnte…

        Man merkt ja auch, dass die zwar irgendwie stillhalten, aber zunehmend beunruhigt und inzwischen verdutzt zu sein scheinen. Gerade wenn Morales sagt: „Ich wollte ihn WIRKLICH sehen…“ – und der hatte es ja viele früher schon mal „probiert“. Oder wenn man das Bild von Lula in Havanna anschaut, mit Jaua und Chavez‘ Tochter…Lula hat da einen sehr…sagen wir vorsichtig: unzufriedenen Gesichtsausdruck.

        Das Morales jetzt sagt, er wollte ihn treffen, es ging aber nicht, jedoch angeblich sagt Chavez‘ eine Tochter, dass er ihn getroffen hätte…Die Fragezeichen werden immer größer, aber ich glaube, das wissen alle Beteiligten ganz genau, und die Regissseure der Show werden sicherlich recht bald mit einem Vorgang aufwarten, der der Handlung neuen „Drive“ geben wird…im Screenplay heißt das plotpoint…und neben Anfang und Schluß sind’s die plotpoints, die man sich ziemlich zu Beginn ausdenkt…;-)
        Schau’n wir mal, dann seh’n wir schon…

      • 3.1.2
        Silvia W

        …….war da ja auch noch das mit de Kirchners Tränen und der schwarzen Kleidung in Havanna, das hat Annaconda neulich hier noch erwähnt, habe ich Anfang Januar nicht mitbekommen, das de Kirchner in Havanna gweint haben soll? …..
        ———————————————————————————————————
        Hier sieht man auf den Bildern,dass Ch.Kirchner nicht gerade gluecklich dreinblickt.

        http://www.panorama.com.ve/portal/app/vista/detalle_noticia.php?id=49307

  4. 4
    gerda müller

    der krank mann wäre wohl besser in havanna geblieben, aber leider hat er schon längst nichts mehr zu sagen, weil wohl die meiste zeit die kühlschublade geschlossen ist um den kadaver nicht vermodern zu lassen.
    das theater der chavistas taugt nur als zeitschinderei, weil keiner weis wie es weitergehen soll, alle aber wissen, dass es so wie bisher nicht mehr weiteregehen wird.

  5. 5
    G. Welsch

    habe vorhin einen bericht gelesen, das er bereits am 30.12. gestorben ist.
    das mit den hochglanzbildern war ein fake, waren alte bilder.
    das ganze ist wirklich ein drama, die sollen ihm für tot erklären und neuwahlen ansetzten, je länger die warten umso schlimmer wird die situation in venezuela.

  6. 6
    Franky

    … nein laßt ihn auf eis liegen und die neuen, illegalen das ganze endgültig an die wand fahren, damit auch die letzten dann aufwachen … sonst gibt es nur eine martyrer wahl

    • 6.1
      Martin Bauer

      Schon einmal in der Geschichte des Sozialismus erlebt, dass Machthaber freiwillig zurückgetreten sind, weil Das Land unter ihnen verarmt war? Nein, die klammern sich an den letzten Krümel volkseigenen Dreck. Selbst in den Armenhäusern Süd-Ost-Europas gingen die Blutsauger freiwillig nicht weg. Die brauchen Gewalt, die einzige Sprache, die sie verstehen. Ohne geht es leider nicht. Und je länger man damit wartet, um so teurer muss das Volk dafür zahlen.

  7. 7
    Mea Culpa

    Venceremos commandante hugo chavez!

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