Venezuela: Fünf-Stunden Meeting mit Chávez

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Datum: 23. Februar 2013
Uhrzeit: 08:49 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Redaktion
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► El Comandante machte sich Notizen

Ein Regierungs-Team hat sich am Freitag (23.) mit dem krebskranken venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez im Carlos Arvelo Militär-Hospital in Caracas getroffen. Laut Vizepräsident Nicolás Maduro soll das Meeting fast fünf Stunden gedauert und der bolivarische Führer mit großer Kraft und Vitalität daran teilgenommen haben.

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„Das Treffen begann um 17:45 Ortszeit (22:15 GMT) und dauerte bis kurz vor 23:30 Ortszeit (04:00 GMT Samstag). El Comandante machte sich Notizen und tauschte sich mit uns, seinen Töchtern und Enkeln aus“, so Maduro in einer vom staatlichen TV übertragenen Rede. Nach seinen Worten muss der bolivarische Führer weiterhin mit Hilfe einer Kanüle atmen. Mit dem seit über 70 Tagen unter Verschluss gehaltenen Staatsoberhaupt sollen auch mehrere Berichte des Geheimdienstens (Sebin) diskutiert worden sein.

„Wir sind wachsam bezüglich der Situation und den Gerüchten, die in den letzten Stunden gemacht wurden. Der Präsident verfolgt aufmerksam den Wirtschaftskrieg, in welches unser Land von den Feinden Venezuelas gezogen wird. In den nächsten Wochen werden wir verschiedene wirtschaftliche Entscheidungen bekannt geben“, kündigte Maduro an.

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  1. 1
    hombre

    Hilfe…was für ein Bullschitt!!!

    • 1.1
      pandora

      jau , besser hätt‘ ich das jetzt auch nicht formulieren können ….

  2. 2
    Silvia W

    5-Stunden Maraton-Meeting.
    Alles klar!!
    Ich habe gestern Abend auch Ariel Scharon in einer hiesigen Talk-Show gesehen
    Tzzzzzz

  3. 3
    VE-GE

    Hombre@ Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. *Was fuer ein Bullshit* die Leute verzapfen und die dummen Venezolaner glauben das auch noch. 5 Std. Meeting – und noch kein Mensch hat ihn seit mehr als 75 Tagen gesehen.

    • 3.1
      hombre

      da könnte man nur noch brüllen, was die ans Volk absondern…aber anscheinend kommt genau das an beim Volk…!
      Ausser dass sich ein paar Studenten zusammentun regt sich sonst kein Lüftchen eines zu erwartenden „lateinamerikanischen Frühlings“ nichts!!!

      Vielleicht ist es erst dann soweit, wie in Deutschland als der Nationalsozialismus Einzug gehalten hat, wenn es in VZ 10 Mio Arbeitslose gibt und man als schuldigen dafür den Zionisten verantwortlich machen kann…Aber selbst das scheint unmöglich in VZ…
      Ein Brutplatz für Sozialisten….

  4. 4
    Lobito gris

    mit grosser Kraft und Vitalitaet…wo bleiben die Fotos oder Videos dieses debilen und vor Kraft strotzendes A.s..l..hs?

  5. 5
    Der Bettler

    Die Dreistigkeit dieser Blindgaenger erreicht nun bald den Hoehepunkt
    der Geschmacklosigkeit.

  6. 6
    Mango

    Wusste gar nicht, das man auch mit Mumien Meeting abhalten kann, werde gleich versuchen mit meinen Grosseltern Kontakt aufzunehmen. ¿Vieleicht im Netmeeting? jajajaja

  7. 7
    Der Bettler

    ..tauschte sich mit uns seinen Töchtern und ENKELN aus.!! Über was er wohl mit seinen Enkeln (die noch Kleinkinder sind) gesprochen hat ?
    Daß sich dieser Volldepp von Maduro sich überhaupt noch traut solchen Schwachsinn öffentlich bekannt zu geben.

  8. 8
    Martin Bauer

    Die „Feinde Venezuelas“ sind auf dem Foto zu sehen.

    Es trifft nicht zu, dass das Volk deren Lügen glaubt. Nur eine kleine, verdummte Minderheit tut dies, diejenigen, die seit Jahren rote Hemden tragen, ohne genau zu wissen, warum.

    • 8.1
      El burrito

      „…die seit Jahren rote Hemden tragen, ohne genau zu wissen, warum.“ hahahaha, genau!!! Ist ja auch egal, Hauptsache man ist dabei! Und wenn’s zur Demo geht, macht man ’ne schöne kostenlose Busfahrt nach Caracas und es gibt ein nettes Fresspaket! Und schöne rote T-Shirts und Caps! Und wenn dann alle gemeinsam nach Hause fahren wissen sie mal wieder, dass sie natürlich ganz klar die Größten sind!
      „Die Partei, die Partei, die hat immer recht…“;-)
      Wie gesagt, war ja alles schon mal da.;-)

  9. 9
    El burrito

    Ich hab’s ja hier schon vor ein paar Tagen geschrieben, ich gehe eigentlich seit Mitte Februar davon aus, dass man 10-20 Tage nach Mitte Februar den Rücktritt bekanntgeben würde. Es war ja seit dem Tag, an dem man bekannt gegeben hatte, dass die Amtseinführung mit Chavez am 10.1. nicht durchgeführt werden kann, klar, dass man den folgenden Eiertanz nicht länger als vielleicht 6-8 Wochen durchhalten können würde, und dass jede weitere Woche da ein Kraftakt ist, der von Woche zu Woche immer größer wird – mehr Leute stellen eben doch zunehmend mehr Fragen, oder laufen zumindest mit Fragezeichen im Gesicht herum, wenn sowas für Wochen immer weiter geht, und der weitere Verlauf dann immer noch vage ist. Und das ist ja nur der Blick nach innen. Von der Situation gegenüber den Verbündeten der Regierung in Südamerika, aber auch mit allen anderen, braucht man gar nicht zu schreiben. (Wurde ja auch schon oft gemacht.)

    Deshalb, seit die „Ach wie lustig ist die Granma“-Bilder gekommen sind, sehe ich das, was da passiert, eigentlich nur als eine Schritt-für-Schritt Hinleitung zu Neuwahlen und neuer Stabiliserung der chavistischen Macht.
    Das Kunststück besteht eben nun darin, Chavez da so langsam, von den Fans nachvollziehbar und „gewöhnbar“ aus der Arena herauszulotsen, dass el pueblo sich nicht ZU schockiert fühlt, oder gar irgendwie verar… vorkommt, und eben nicht alles gleich zusammenjodelt.

    Hier rächt sich nun natürlich die absurde „Verdunkelungsstrategie“, die sie die ganze Zeit betrieben haben – wäre Chavez jetzt wieder so gut wie ok (vorläufig wenigstens), dann wären diese Strategie und all die Fragen, die Leute deshalb zwei Monate lang gestellt haben, vergessen gewesen.
    Da es aber nicht nach „wieder so gut wie ok“ aussieht, muß man möglichst elegant zurückzurudern versuchen ohne (in den Augen der Bevölkerung) allzu unglaubwürdig zu wirken. Und das braucht eben ein bisschen Zeit. Das Dumme ist natürlich: Man hat eigentlich nicht allzu viel davon jetzt, weil das Theater ja nun schon Wochen läuft – und viel länger geht eben, wie gesagt, nicht, der Erklärungsdruck wird einfach zu groß, und das Gefühl von Plausibilität könnte sich sonst auch beim durchschnittlichen Chavista recht schnell verflüchtigen.
    Daher sind jetzt die „Rückruderschritte“, obwohl sie wie eine langsame Entwicklung und Erkenntnis aussehen sollen, eben doch ein bisschen gedrängt.

    Ich interpretiere das, was die seit ungefähr zwei Wochen treiben so: Man möchte, speziell jetzt in der Retrospektive, den Eindruck eines Präsidenten geben, der alles wesentliche immer unter Kontrolle hatte, die wesentlichen Entscheidungen immer getroffen und den Überblick hatte und hat, obwohl dass für ihn nun leider aufgrund von Komplikationen nicht so einfach war und ist.
    Aber er kämpft weiter, und hält, sobald wieder in der Heimat, fünfstündige Sitzungen ab. Schindet sich also.

    Und nun werden wir erleben, wie man sagen wird: Der Zustand unseres Commandante hat sich leider verschlechtert, es war nicht absehbar, er kämpft, bittet aber, in Verantwortung für das Land und „sein“ Volk, schweren Herzens darum, ihn von seinen Pflichten zu entbinden, wenn sein Volk es denn akzeptieren könnte, und bittet in Neuwahlen seinen gekürten Liebling zu wählen – für den Sieg der „bolivarischen Revolution“. Nun gibt es die große Pappa-Chavez-Show, in der el pueblo auf die „Bühne“ schreiten und vielfach feierlich erklären wird, dass man für den Commandante Verständnis habe, weil er sich doch erholen soll, und man der Regierung vertrauen schenke. Und schließlich ist ja Pappa Chavez „trotzdem da“, d.h. man kann ihn auf diese Weise schön im „Übervaterhintergrund“ einbauen, so dass Maduro & Co. möglichst effektiv von seinem Schein profitieren können, nicht nur wegen Chavez‘ Empfehlung, Maduro als Kandidaten aufzustellen in einer Wahl, und für ihn zu stimmen. Und man wird in den Medien immer wieder hören, dass Chavez die Schritte der Regierung begrüßt, und dazu auffordert, sie zu unterstützen etc.Und die Regierung wird ihm wiederum regelmäßig ihre Ehrerbietung erweisen.

    Der Bericht von der 5-Stundensitzung passt auch wieder genau in die ganze Nummer hinein. Das ist jetzt gerade die „Er tut alles und nutzt alle seine Kräfte für sein Volk“-Phase. Klar wäre es besser für die Glaubwürdigkeit, wenn man das jetzt ein paar Wochen so weitermachen könnte, bevor dann die Ansage kommt, aber die Zeit haben sie nicht.

    Viele der Entscheidungen, die sie BALD treffen müssen in den nächsten Monaten werden Auswirkungen haben, die el pueblo nicht witzig finden wird – das deutet sich ja schon an. Dazu die nun wieder stärkere Inflation durch die Abwertung, und der schnelle Aufbrauch der Verschnaufpause, die sie verschafft hat.
    Zum Wahlen gewinnen eignet sich das nicht sonderlich. Da kann man noch so viel herumkreischen von den pösen pösen Feinden, die an allem Schuld sind, weil die ja leider immer alles kaputtmachen wollen.

    Jüngste Zeichen für die sorgfältige, aber doch irgendwie gehetzte Kehrtwende betreffs Chavez sind z.B. auch die Bemerkungen von Villegas über „palliative“ Behandlung oder nun auch Jauas Einlassung man habe immer an eine weitere Führung der „bolivarischen Revolution“ durch Chavez geglaubt/sie vorausgesetzt. Hier steht, mal auf deutsch gedacht, das Komma und ein danach folgendes „ABER…“ doch schon startbereit an der Linie und scharrt mit den Hufen.

    Man könnte ja denken, nun, man kann ihn doch auch erst ins Amt einführen, erstmal weitermachen, und Neuwahlen ein bisschen später erst, einfach erst mal Ruhe bekommen – aber wenn man schon sicher wissen sollte, dass Chavez nicht volle 6 Jahre durchhalten kann, und eben in den ersten 4 Jahren immer Neuwahlen kommen bei Rücktritt/Unfähigkeit, dann wird man sagen: Nun, besser jetzt, angesichts der Maßnahmen, die in der Pipeline sind.

    Also ich sage: In den kommenden 10 Tagen gibt’s zu Chavez eine recht eindeutige Ansage. Und ich tippe auf Wahlen Ende März/Anfang April.
    Jeder weitere Tag später ist für die von Nachteil, wenn die wirtschaftliche Situation für allle offener zutage tritt, und weil sie nur durch eine eindeutige Ansage vermeiden halbwegs vermeiden können, dass ihnen ihre über 70-tägige „Verdunkelungsstrategie“ bei den Anhängern doch noch schwer auf die Füße fällt, wenn die beginnen würden sich veralbert zu fühlen. Denn falls die zu dem Eindruck kämen, dass das, was man ihnen jetzt sagt, vielleicht schon lange klar war – nun, dann könnte es Maduro vielleicht mal als Ayatollah im Iran probieren, aber in Venezuela als Präsident würde es dann wohl nichts.

  10. 10
    Guillermo

    Ich glaube nicht das jemand das glaubt…auch die Chavistas in Venezuela nicht… bloß sind sie zu träge denen in den Hinter zu treten wie es sich gehört.Erinnert Ihr Euch noch an den Regierungssprecher von Hussein in Irak? Der war ja wenigstens noch witzig dabei, die hier sind selber die Idioten die an ihren Posten sich klammern. Eher Verbrecher sogar der schwiegersohn mischt mit……
    .

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