Venezuela: Empresas Polar lehnt Urheberrechtsverletzung durch Opposition ab

Datum: 24. Februar 2013
Uhrzeit: 14:15 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Überprüfung von rechtlichen Schritten angekündigt

Empresas Polar, mit über 30.000 Beschäftigten der größte private Arbeitgeber Venezuelas, hat die Verwendung von Bildern einer ihrer Marken oder Produkte zu politischen Zwecken ohne ausdrückliche Genehmigung abgelehnt. Damit reagierte der Konzern auf eine Kundgebung der Opposition auf der Plaza Brión de Chacaito in Caracas. Diese hatte am Samstag (23.) ohne Erlaubnis mit einem Produkt von Empresa geworben. Die Firma, die in den letzten Jahren mehrfach ins Fadenkreuz der Angriffe von Präsident Chávez geraten war, überprüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte.

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Die größte und bekannteste Brauerei Venezuelas gab in einer Presseerklärung bekannt, jede unerlaubte Vervielfältigung und Verbreitung eines Bildes/Foto ihrer Produkte oder Firmen für politische Zwecke zu untersagen.

„Unsere Produkte sind eingetragene Warenzeichen und ein Begriff in der Bolivarischen Republik Venezuela. Eine Verwendung zu politischen Zwecken stellt eine Verletzung unserer Rechte an geistigem Eigentum dar. Wir fordern die nationalen politischen Entscheidungsträger jeder Partei dazu auf, diesen widerrechtlichen Gebrauch von Bildern unserer Produkte einzustellen. Empresas Polar behält sich zum Schutz ihres geistigen Eigentums eine Klage gegen jeglichen Missbrauch vor“, lautete die Presseerklärung des Unternehmens.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Guillermo

    Wollen sich halt schützen gegen noch mehr Übergriffen seitens der Regierung. Das die Menschen gerade DIESE Produkte in den Regalen wieder haben wollen ist mehr als verständlich, denn sie sind durch systematisches „Sozialismus“ Maßnahmen fast weg sozialisiert. Kenne wir doch aus der DDR, Bei dem syste mangelt es doch immer..

  2. 2
    escéptico

    fehlten in der DDR wirklich die Grundnahrungsmittel?

  3. 3
    Guillermo

    Klasse rethorische Antwort…Oye: genug oft gesehen wie sie Schlange standen für ein bißchen mehr Sahne, Bananen oder Kaffee, geschweige Strümpfe oder bessere Kleidung. DDR war eine Mangel Gesellschaft, verhungert ist sicher keiner, aber sicherlich nicht erstrebenswert in so ein System zu leben,DDR war nicht nur Berlin. Venezuela fängt ja erst an…. es kommen ja noch die „periodos especiales“ noch mehr Mangel aber dann aushalten ist patriotisch und immer ist die Lebensmittel Mafia und die Burgesia schuld..Lachhaft diese Wiederholung.

  4. 4
    El burrito

    In der DDR mangelte es immer an irgendetwas, an Grundnahrungsmitteln zwar meist nicht, das kam nur hier und da mal vor. Bei vielen anderen Produkten (und zwar keineswegs irgendwelchen „Luxuswaren“) hieß es aber immer: Man stelle sich auf eine „Jagd“ durch viele Geschäfte und an vielen Tagen ein, habe immer einen EInkaufsbeutel parat, schau in alle Geschäfte, die am Weg liegen, immer hinein – auch wenn man gerade nichts braucht. Denn vielleicht gibt es etwas, was Du heute gar nicht brauchst, aber vielleicht brauchst Du es morgen, und da bekämst Du es dann nicht. Gibt es eine „Schlange“, stell Dich erst mal dazu und finde dann raus, was es gibt. Kaufe auch Sachen, die Du nicht brauchst, die es aber seltenerweise tatsächlich gerade gibt, und die Du begehrterweise eintauschen kannst gegen was anderes. Zum Beispiel: Um Verkäufer in Ladengeschäften zu locken Dir etwas „herauszurücken“, was sonst nur „unter dem Ladentisch“ und nur „inoffiziell“ an Bekannte verhöckert wurde; alle anderen bekamen da die Auskunft „Haben wir nicht“. Man unternehme regelmäßig Einkaufsfahrten in die Hauptstadt, die als „Aushängeschild der DDR“ meist ein ganzes Stück besser versorgt wurde, und decke sich dort ein. Für jemanden vom Land war es vielleicht die Bezirkshauptstadt.
    Falls man keine Verwandten im Westen hat, die immer mal Geld und Pakete schicken, überlege man, auf welche Weise man an Geld in frei konvertierbarer Währung kommen kann (damals die DMark), um in „speziellen“ staatlichen Geschäften einkaufen zu können, in denen für DM und Dollars ALLES aus dem Westen importiert erhältlich war, woran es draußen mangelte (So kam die DDR an das Geld der Verwandten im Westen). Mit dieser DMark konnte man auch Handwerker und sämtliche anderen Dienstleistungen sofort, schnell und in Top-Qualität bekommen – auch das ansonsten in der DDR fast undenkbar.

    Mit all dem konnte man viel viel viel Zeit verbringen. Mit der Zeit wurden wenige Dinge besser, und vieles aus dieser Rubrik immer absurder. Und auf dem Weg nach hier und da sah man an den Wänden die üblichen Transparente „Alles für das Wohl des Volkes“ etc., und man sah am Zeitungskiosk die Tageszeitung „Neues Deutschland“ mit Überschriften a la „Bericht der Werktätigen zum 11. Parteitag“. Die Laufereien wurden immer länger, das Land kam immer mehr herunter – aber in der Zeitung wurde aaaalles immer besser.

    KLAR war das nicht die ganze DDR, und nicht das ganze Leben dort! Man konnte auch viel Spaß haben, und man hatte dafür ein paar andere Probleme nicht, die heute überall sind – Armut, Arbeitslosigkeit und Verblödung der Bevölkerung (fragt die Linken, die werden es alles aufzählen können) – ABER: Der nur schlaglichtartig und nur sehr ungenügend beschriebene „Einkaufs- und Beschaffungszirkus“ selbst einfachster Güter (Badewannenstöpsel!!!) gehörte IMMER zur DDR, ganz egal was sonst gerade noch los war.
    Es hat auch kein einziges Land im real existierenden Sozialismus gegeben, in dem das besser war – höchstens schlimmer irgendwo. (Wenn man den Lebensstandard insgesamt betrachtet.)
    Und wer da nun glaubt, dass ein System, das über Jahrzehnte nichts anderes zustandebringt als solches „Herumwurschteln“ eine Alternative zum Kapitalismus sein kann (Über Unfreiheit und Bevormundung, Allmacht einer Partei etc. haben wir da noch gar nicht geredet), der hat es entweder gar nicht mitgemacht und ist daher extrem naiv – oder redet sich die alten Zeiten schön. Manches war auch schön, ABER DAS SYSTEM FUNKTIONIERT NICHT, UND DIE VERHÄLTNISSE HABEN UNS NUR NOCH ANGEKOTZT.

    Der Witz, der die Situation im Sozialismus betreffs der Wirtschaft am besten beschreibt, ist folgender:
    Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird?
    Antwort: Die ersten 10 Jahre passiert nichts. Danach wird langsam der Sand knapp…

    In Venezuela geht es schon über 10 Jahre so, und so kommt es nun eben…!
    Ich denke mal, dass viele Leute in dieser Beschreibung etwas gelesen haben, was sie in der Entsprechung heute auch in Caracas, Cumaná, Maracay oder Maturin, Juan Griego auf Margarita oder sonstwo im Land erleben.

    Es ist doch einfach so: Es mag ja sein, dass die Roten die ehrliche Absicht haben, die Welt zu retten. Da sie aber offensichtlich nicht wirtschaften können, wird daraus 100%ig nichts.
    Um bei verzehnfachtem Ölpreis Kredite aufnehmen zu müssen, muß man schon ein ziemlicher Master sein…

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