Oppositionsbündnis bietet Henrique Capriles Kandidatur an

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Datum: 10. März 2013
Uhrzeit: 13:39 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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► Chávez-Herausforderer will sich erst am Sonntagabend äussern

Das Oppositionsbündnis Tisch der Demokratischen Einheit hat Henrique Capriles am Samstagabend (9.) die Kanditatur für das Präsidentenamt angetragen. Wie Ramón Guillermo Aveledo, Generalsekretär des Bündnisses, in einer live im Privatfernsehen übertragenen Absprache erklärte, werde die Opposition bei den am 14. April stattfindenden Wahlen „im Land nicht scheitern“ und bei dem Urnengang Präsenz zeigen.

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Man habe inzwischen das von der Nationalen Wahlbehörde CNE aufgestellte Chronogramm sorgfältig analysiert und werde Capriles die Präsidentschaftskandidatur anbieten, so Aveledo weiter. Der 40-jährige aktuelle Gouverneur des Bundesstaatesa Miranda war im Oktober vergangenen Jahres gegen den am 5. März verstorbenen Hugo Chávez angetreten. Trotz seiner klaren Niederlage hatte er für die Opposition mit seinem Wahlkampf „Hay un camino!“ („Es gibt einen Weg!“) einen deutlichen Achtungserfolg erzielt.

Die CNE hat kurz zuvor nach einer mehrstündigen Sitzung durch ihre Präsidentin Tibisay Lucena den Termin für die zwingenden Neuwahlen bekannt gegeben. Demnach findet die Abstimmung am 14. April statt, die Registrierung der Kandidaten muss am bis Montagmittag (11.) erfolgen. Der Wahlkampf selbst ist nur 10 Tage „kurz“ und wird vom 02. bis 11. April ausgetragen. Capriles würde bei einer Kandidatur auf den Chávez-Wunschnachfolger und derzeitigen Interimspräsidenten Nicolás Maduro treffen. Dem 50-jährigen ehemaligen Busfahrer werden nach letzten Umfragen große Siegeschancen eingeräumt.

Capriles wollte sich am Samstag nicht zu einer möglichen Kandidatur äussern. „Ich analysiere die Ankündigung der Präsidenten der CNE und werde in den kommenden Stunden darüber zur Bevölkerung sprechen“ liess er gegen Abend per Twitter verlauten. Seine Anhänger warteten jedoch vergeblich. Erst am Sonntagmittag erschien eine weitere Botschaft in dem populären Mikroblogging-Dienst. „Vielen Dank für die tausenden Botschaften, ich schätze sie alle, heute Abend werde ich das Land über meine Entscheidung informieren, Gott segne sie“ so die kurze Mitteilung.

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