Venezuela: Chávez-Clan sitzt auf Milliardenerbschaft

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Datum: 11. März 2013
Uhrzeit: 12:06 Uhr
Ressorts: Panorama, Venezuela
Leserecho: 16 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Hektischer und luxuriöser Lebensstil

Der verstorbene venezolanische Präsident Hugo Chávez hat seinen trauernden Hinterbliebenen mehr als zwei Milliarden US-Dollar hinterlassen. Laut Jerry Brewer, Direktor der Internationalen Vereinigung für Strafrecht, hat der Chávez-Clan über die Jahre alleine Fahrzeuge, Schmuck und Geld im Wert von mehr als 500 Millionen Dollar angesammelt – zudem soll die Familie 45.000 Hektar Land ihr Eigen nennen.

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Seit der „Comandate“ im Jahr 1999 an die Macht kam, entstand ein wahres Imperium, der berühmte Nachname Chávez verhalf vielen zu Posten und Pöstchen. Der letzte Schachzug fand bereits kurz nach seinem offiziellen Ableben statt – Schwiegersohn Jorge Arriaza wurde auf den Thron des Vizepräsidenten gehoben.

„Hugo Chavez liebte Markenuhren wie Patek Phillipe, passend zum jeweiligen Outfit nannte er mehrere der Messgeräte aus der Uhrenmanufaktur in der Schweiz sein Eigentum“, zitiert die spanische Tageszeitung „ABC“ seinen Schneider Giovanni Scutaro. Eltern, Geschwister und sogar Kinder lieben den hektischen und luxuriösen Lebensstil, Bilder darüber existieren im Internet zuhauf.

„Vor 30 Jahren besaß der Clan rund drei Hektar Land. Inzwischen wurden daraus 45.000. Knapp 20 eingetragenen Firmen, eine Flotte von zehn Hummer und Hunderte Millionen US-Dollar auf Offshore-Konten zeugen vom Kapitalismusdenken des Führers“, so ABC.

Die Opposition schätzt, dass Chavez mit Gefolge in 14 Jahren über 350 Millionen US-Dollar auf Auslandsreisen verprasste. Die mexikanische Tageszeitung berichtet, dass Elena Frías, die Mutter des verstorbenen Präsidenten, im Jahr 2008 bereits 16,3 Millionen Dollar auf ihren Bankkonten bunkerte.

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  1. 1
    deutschvenezolano

    Diebe & Verbrecher! Es widert mich einfach nur an! Der Tag wird kommen an dem Rechenschaft abgelegt werden muss! Ganz gewiss!

  2. 2
    Robin

    Dies sollte mal die arme Bevälkerung zu Gesicht bekommen. Sozialismus in die eigenen Taschen, wie überall auf der Welt. Ist denn niemand da, der genügend Mumm hat um diese Machenschaften aufzudecken? du hast so Recht, es ist einfach nur widerlich.

  3. 3
    alexandro

    Vor wenigen Tagen habe ich die gestohlenen Reichtümer des Hummerclans angesprochen,jetzt kann man es schon in der Zeitung lesen.. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Reden nach seinem Amtsantritt.. Er mokierte Sich über seine Vorgänger, weil diese mehr als 2 Anzüge hatten und auch mehrere Autos..Damals sagte er , er .., werde die Autos verschenken .Na klar die waren im zu klein es musste schon für jedes Familienmitglied ein Hummer sein.Die 16 Millionen Dollares die seine Mutter Schon 2008 gebunkert hat sind wahrscheinlich von den 3 Hektar Land des Clans erwirtschaftet ( Gold und Öl-Funde) Ich habe mit angesehen, wie er mit grossem Gefolge ein Hato enteignet hat, Aus diesem Hato ist seither kein Liter Milch und kein Rind für die Allgemeinheit herausgekommen. Ist den die Mehrzahl des Volkes nicht mal des Lesens mächtig, um endlich zu erkennen, wie sie von den Rotkappen hintergangen und um den Reichtum des Landes betrogen werden.

  4. 4
    Fideldödeldumm

    Und warum hat Herr Brewer die Chavez-Sippe nicht angezeigt oder dies vor seinem Tod veröffentlich? Vielleicht wären dann ein paar Blinden die Augen aufgegangen.

    • 4.1
      babunda

      die anderen sind einfach zu viel, da muß eine enteignung im großen stil stattfinden, eine anzeige nützt gar nichts, denn in venezuela wird das recht gebeugt.

      • 4.1.1
        Fideldödeldumm

        Das ist mir schon klar. Ich hatte da eher an einer Klage vor dem internationalen Gerichtshof gedacht. Nur um mal ein paar Leuten die Augen zu öffnen, da viele in Europa meinen, dass Chavez ein Heiliger war und welch guter Sozialist er doch war.

      • 4.1.2
        Robin

        Vielleicht kannst Du ja eine Petition beim internationalen Gerichtshof einreichen, daß die Konten der Familie Chavez mal richtig überprüft werden. Gut wäre es, wenn Du ganz, ganz viele Unterschriften zusammen bekommst, die diese Petition unterstützen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

      • 4.1.3
        Martin Bauer

        Gut wäre es auch, wenn die Milliarden nicht an deponiert oder angelegt wären, wo diejenigen das Sagen haben, die auch EInfluss auf den Internationalen Gerichtshof haben. Also, wenn mir ein paar Halbidioten, die von Ökonomie keinen Dunst haben, solche Beträge zur Aufbewahrung anvertraut hätten, wäre es mir nicht recht, wenn das Kapital plötzlich eingefroren oder abgezogen würde, nur weil da ein paar Leute nach Gerechtigkeit schreien.

    • 4.2
      Annaconda

      Es ist schon erstaunlich,wenn man es mit so wenig ,so weit bringt!.Vielen hier ist es schon klar,dass der sogenannte Sozialismus des XXI Jahrhunderts, vielmehr der Milliardenraub des XXI Jahrhunderts heissen sollte.Übrigens liegen Anklagen im internationalen Gerichtshof schon seit Jahren vor.Nur die Mühlen der Internationalen Justiz mahlen im Schneckentempo.Einer der Hauptankläger ist der ehemalige UN Diplomat von Venezuela Diego Arria,der konnte in Jahren eine fette Mappe von Anklagen zusammentragen.Und ich erinnere mich an die Worte eines Ex-Militärs angesichts der ersten Wahlen,in denen sich Chavez als Kandidat postulierte : Wählt keine neuen Diebe,denn diese sind unersättlich!

  5. 5
    que chevere

    gut einer hat ja schon mal seine quittung dafür bekommen, nun kann`s so weiter gehen…

  6. 6
    patriot

    sind wir doch mal ehrlich, jeder der die Chance hätte würde es genauso machen, oder…?! Wer hier lebt,der weiß das der Großteil der Venezolaner in seiner Bretterbude mit Zinkdach völlig zufrieden ist, hauptsache das Bier und billiger Schnaps läuft und es gibt genug Arepas…, vielen kannst du Kredite geben, die wissen gar nix mit anzufangen oder es ist ihnen egal! Mein Mitleid hält sich also in Grenzen…

    • 6.1
      Martin Bauer

      Dass einem Staatsoberhaupt mehr Geld, Luxus und Wohlstand zusteht, gilt in den meisten Systemen als selbstverständlich akzeptiert. Das wird natürlich auch missbraucht. Ganz unverschämte Machthaber eignen sich viele Millionen an, der einstige Diktator Akino über 600 Millionen. Sozialisten sind jedoch auch hier etwas Besonderes. Die „Söhne des Volkes“ kriegen den Hals niemals voll. Milliarden müssen es sein und riesige Ländereien.
      Ich weiss nicht, was diesbezüglich in den ehemaligen Sowjetrepubliken so gelaufen ist. Chávez und seine Familie jedenfalls haben sich mehr Volksvermögen widerrechtlich angeeignet, als alles was sonst in der Geschichte der Neuzeit bekannt wurde. Ich darf nur an die Kontenliste der Stanford-Bank erinnern, und an die 12 Tonnen Gold aus den staatlichen Reserven, weswegen der A340-200 der Conviasa letzen April eine Woche lang täglich in Zürich zu bewundern war. Diese im Artikel genannten 2 Milliarden sind nur die Spitze des Eisbergs. Vieles deutet darauf hin, dass Chávez einer der unverschämtesten und erfolgreichsten Milliardendieb überhaupt war, wenn nicht die Nummer Eins.

  7. 7
    Sensahannes

    Das Volk ist so dumm und dazu stinkfaul! Die beste Mischung für so eine Regierung. Wenn etwas nicht funktioniert ist auch sofort Einstimmig der Schuldige gefunden, welcher den Namen Opposition trägt.

  8. 8
    herbert merkelbach

    Teile des Artikels mit den konkreten Angaben über die Werte, die der Chávez-Clan geerbt hat bzw. besitzt, habe ich als Leserzuschrift „redglobe.de“ zugesandt.
    Mal sehen, wie die reagieren.

    • 8.1
      jose

      Die haben veröffentlicht!
      Danke für den interessanten Tip, die Seite mal anzuklicken.
      Wer kann mir denn weiterhelfen bei der Suche nach der „Internationalen Vereinigung für Strafrecht“?
      Wikipedia deutsch/english kennt die nicht und die großen Suchmaschinen führen mich nur zu der Homepage des Direktors Jerry Brewer.
      Bin für jeden Tip dankbar!

  9. 9
    helma

    HAHAHAHA, SER POBRE ES RICO.

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