In Argentinien und Brasilien nimmt der Protektionismus zu

Datum: 14. März 2013
Uhrzeit: 10:11 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Forderung nach der Öffnung der Märkte widersetzt

euLaut einem aktuellen Bericht der Europäischen Kommission konnte das supranationale Organ der Europäischen Union im vergangenen Jahr Erfolge bei seiner Umsetzung der Strategie zur Beseitigung internationaler Handelshemmnisse verbuchen. Allerdings widersetzen sich die strategischen Partner Europas der Forderung nach der Öffnung ihrer Märkte. Im Fokus der Kritik stehen insbesondere China, Indien, der Mercosur und Russland.

Dem Bericht zufolge gelangen der Europäischen Kommission Fortschritte bei der Beseitigung einiger der größten Handelshemmnisse, durch die der Wettbewerb am stärksten verzerrt und die Tätigkeit von Unternehmen aus der EU auf dem Weltmarkt besonders behindert wird. In Argentinien und Brasilien nimmt der Protektionismus indessen zu. Hier kam es laut der Kommission zu keinen Verbesserungen bei den Maßnahmen, die die Ein- und Ausfuhr, das öffentliche Beschaffungswesen, Rückversicherungsleistungen und der Seeverkehr beeinträchtigen. Das neue brasilianische Steuersystem begünstigt zunehmend inländische Erzeuger zum Nachteil europäischer Unternehmen. Außerdem würde Brasilien die Zukunft der Handelsbeziehungen gefährden, wenn es tatsächlich beschließt, Zolltarife bei 100 Positionen bis zu den zulässigen WTO-Zollsätzen anzuheben.

Obwohl der Protektionismus weltweit auf dem Vormarsch zu sein scheint, wird die Europäische Kommission sich weiter dafür engagieren, dass die Handelspartner der EU ihre Verpflichtungen erfüllen und ihre Märkte offen halten. Dazu setzt sie zunächst die Handelsdiplomatie ein, für die sie auf das weltweite Netz der EU-Delegationen zurückgreift und eng mit den EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeitet. Außerdem nutzt sie das Streitschlichtungsverfahren der WTO und die Präsenz der EU in den WTO-Gremien, um für die Einhaltung der internationalen Handelsregeln zu sorgen. Schließlich ergreift die Europäische Kommission die Gelegenheit, bei Verhandlungen über bilaterale Vereinbarungen oder über den Beitritt zur WTO bestimmte Handelshemmnisse in Drittstaaten aus dem Weg zu räumen.

Der Bericht über Handels- und Investitionshindernisse wird am 14. und 15. März dem Europäischen Rat vorgelegt.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    herbert merkelbach

    Der gesunde Menschenverstand sagt, wenn meine Produktionsstätten nicht im internationalen Wettbewerb mithalten können, dann bleibt nichts anderes übrig als sie zu schützen.
    Also werden Schutzzölle eingerichtet. Auch innerhalb des Mercosur. Das ganze Kartenhaus wird eines Tages zusammenfallen oder sich auflösen.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!