Venezuela: 48 Prozent Rückgang bei “Gran Misión Vivienda”

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Datum: 14. März 2013
Uhrzeit: 11:11 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Wahljahr ist vorüber

Das im Februar 2011 vom verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ins Leben gerufene Sozialprogramm zum Wohnungsbau „Gran Misión Vivienda“ verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 48 Prozent. Nach Angaben eines Regierungssprechers wurden im laufenden Jahr (Januar – März) bisher 11.300 Wohnungen gebaut, im Wahljahr waren es im ersten Quartal noch 34.729.

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Die vom bolivarischen Führer während seiner Regierungszeit inizierten Sozialprogramme hatten eine zentrale Rolle im venezolanischen Wahlkampf gespielt. Zehntausende Bürgerinnen und Bürger profitierten von diesen Leistungen, die den Grundstein für den Wahlkampf des Caudillo bildeten und vorher unbekannt waren. Das Programm sieht den Bau von zwei Millionen Wohneinheiten bis zum Jahr 2017 vor. In diesem Jahr sollen laut Wahlkampfversprechen weitere 380.000 Wohnungen folgen. Kooperationspartner von Caracas sind Brasilien, China, Russland, Weißrussland, Iran und Ecuador.

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Minister Rafael Ramírez bekräftigte, dass das Ziel der Mission bei 380.000 Häusern liege – was rund 30.000 Wohnungen pro Monat bedeutet. „Man kann nicht helfen, sollte aber positiv sein. Allerdings deuten alle Umstände darauf hin, dass die Erreichung des Plans sehr schwierig wird“, gab Gilbert Dao, Präsident des Verbandes der Bauwirtschaft „Cámara Venezolana de Construcción“ (CVC) zu bedenken.

Er wies darauf hin, dass der verstorbene Präsident Milliardensummen in das Programm steckte, wodurch andere Projekte gelähmt wurden. Nach offiziellen Angaben entfachte die Mission eine spürbare Dynamik im Bausektor, das Versprechen der Regierung über die Fertigstellung von 200.080 Wohneinheiten wurde im Wahljahr zu 100 Prozent erfüllt.

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  1. 1
    que chevere

    1.000 wohnungen täglich… bleiben pro wohnung ca. 90 sec zeit zur fertigstellung !!! tolle leistung, da können wir alle noch etwas lernen…

    • 1.1
      que chevere

      ich sollte mich was schaemen, brauche ja schon 5 minuten um mein zelt aufzubauen, bin aber auch kein chavista….

  2. 2
    Martin Bauer

    Im Wahljahr war, zumindest in Caracas, tatsächlich verstärkte Bautätigkeit an staatlichen Viviendas zu beobachten. Fertiggestellt wurden jedoch nur sehr wenige.

    Warum nur müssen solche Bauaufträge an andere Länder vergeben werden? Vorwiegend an solche, die selber nicht über ausreichend humane Bausubstanz für ihr eigenes Volk verfügen? Klar, so werden Milliarden ins Ausland verschoben, aber praktisch nichts dafür geliefert.

    Bauunternehmer, Architekten und Planer kenne ich in Venezuela jede Menge persönlich. Sie alle berichten, dass sie voll ausgebucht sind, durch den Bau von Luxuswohnungen für reiche Chavista. Einer sagte, er baue in Caracas haufenweise Wohnungen ab einer Million Dollar aufwärts, alle für Rothemden.

    • 2.1
      herbert merkelbach

      Herr Bauer, ich stimme völlig mit Ihnen überein, Glauben Sie denn eigentlich, diese rothemdigen Blutsauger hätten etwas anderes im Sinn gehabt? Richten Sie Ihren Blick nach China. Dort läuft genau das gleiche Spiel ab. Die roten Bonzen, hauptsächlich auch noch in den Provinzen, bauen sich die größten Paläste und das Volk wird mit den Errungenschaften des Sozialismus mündlich abgetan. Nur, in Venezuela besteht für diese roten Volksverdummer nach HCF Tod ein Nachholbedarf eines kräftigen Schluckes aus der finanziellen Pulle des Volksvermögens. Die Frage ist nur: wie lange noch. Nach Angaben des Energieministeriums der USA sind die Importe an Rohöl aus VZ im Jahre 2012 auf 906000 Fässer pro Tag gefallen. Tendenz fallend. 2007 bezogen die USA ca. 1,38 Millionen Fässer Rohöl aus VZ pro Tag. Ich bin überzeugt, eines Tages wird diesen Chávez-Bonzen der Geldhahn der Korruption zugedreht.

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        Ich wäre mir da mit dem Verschwinden des Regimes aufgrund eines Zusammenbruchs der Wirtschaft und Staatsfinanzen nicht so sicher. Extremste Armenhäuser wir Nord Korea, Kuba, Rumänien, Bulgarien, Albanien, die Ost-Zone waren oder sind allesamt bankrott und ohne Unterstützung aus dem Westen in der einen oder anderen Form nicht lebensfähig. Doch die roten Bonzen dort klammerten sich oder klammern sich noch immer an die Macht, ohne Rücksicht darauf, wie dreckig es dem Volk ging oder geht. Ohne Tritt in den Hintern gehen die nicht, denn auch in dem ärmsten Land haben sie sich Privilegien geschaffen, quetschen sie das Blut aus den Adern des Volkes und schaffen für sich selber so einen luxuriösen, elitären Lebensstil, den in einem freien Land kaum ein Kapitalist realisieren kann. Ohne kollektiven Raub und Repressalien „im Namen des Volkes“ würde diese Verbrecher, dank ihrer grenzenlosen Blödheit und Lebensuntüchtigkeit, niemals einen überdurchschnittlichen Wohlstand erreichen. Einem Parasiten ist es nun mal nicht gegeben, sich aus eigener Kraft zu ernähren.

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