Venezuela: US-Destabilisierungspläne als Schall und Rauch bezeichnet

Powder

Datum: 19. März 2013
Uhrzeit: 07:28 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Chávez war bekannt für seine US-Paranoia

Oppositionskandidat Henrique Capriles Radonski hat angebliche US-Destabilisierungspläne und einen geplanten Mordanschlag auf seine Person als Schall und Rauch bezeichnet. Ebenfalls bezeichtigte er die venezolanische Regierung um Übergangspräsident Nicolas Maduro der Lüge und Doppelmoral. Der verstorbene Präsident Hugo Chávez war bekannt für seine US-Paranoia, Maduro führt diesen Kurs Mangels eigenem Profil offensichtlich fort.

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„Destabilisierungspläne und Mordanschläge auf meine Person durch US-Geheimdienste sind lediglich Versuche, von den wahren Problemen des Landes abzulenken und sind nichts weiter als Schall und Rauch“, so Capriles in einem Interview mit dem privaten Kanal Venevision. „Sie sind Teil der Lügen und Doppelmoral dieser Regierung. Sie beschuldigen die USA, führen aber weiter Reis und Benzin ein. Natürlich verbringen die Herren Beamten auch weiterhin ihren Urlaub in den Vereinigten Staaten“, fügte er hinzu.

Venezuelas Übergangspräsident Nicolas Maduro hat am Sonntag (17.) mit US-Präsident Barack Obama telefoniert. In einem Interview gab er bekannt, Obama vor einem Verschwörungsplan gegen Oppositionskandidat Henrique Capriles Radonski gewarnt zu haben. In den letzten Wochen hatte Maduro permanent Putschgerüchte der “Imperialisten”, die allerdings weder bewiesen wurden noch eingetreten sind, unters Volk gestreut.

Maduro will Dank dem venezolanischen Geheimdienst (Sebin) Informationen darüber haben, dass “Ultrarechte” die mit Roger Noriega (2001-2003 ständiger US-Vertreter bei der OAS), Otto Reich(ehemaliger Botschafter der USA in Venezuela), dem Pentagon und der CIA verbunden sind, einen Anschlag auf Capriles planen. Um seinen Herausforder zu schützen, habe Maduro nun Geheimdienstchef General Rodríguez Torres persönlich mit dem Schutz für Capriles beauftragt. Zugleich wurden die Bevölkerung und die internationale Öffentlichkeit über die Destabilisierungsgspläne unterrichtet.

Am Montag reagierten die USA auf die Verschwörungsgerüchte aus Caracas. „Lassen Sie es mich ganz klar sagen. Die Vereinigten Staaten lehnen diese Behauptungen und Vorwürfe aus Caracas kategorisch ab“, gab US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland in einer Presseerklärung bekannt. Nach ihren Worten hat sie keine Information darüber, dass Maduro US-Präsident Obama überhaupt angerufen habe. Roger Noriega wurde deutlicher und bezeichnete die Behauptungen Maduros auf seinem Twitter-Account als „idiotisch“. Otto Reich forderte den Übergangspräsidenten dazu auf, Beweise für seine Behauptungen zu präsentieren und betitelte ihn mit „Clown“.

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  1. 1
    el escéptico

    wenn ich das richtig sehe, wurde auch bestritten, dass es irgend eine Kommunikation zwischen Venezuela und den USA gab

    • 1.1
      babunda

      wie denn auch er kann doch gar kein englisch und der obama versteht kein spanisch.

  2. 2
    Annaconda

    Der hat nie und nimmer Obama angerufen: wie sagt man hier: Que es una raya mas para un tigre? Eben eine Lüge mehr was soll,s,der hat schon längst jede Scham verloren.

  3. 3
    Fideldödeldumm

    Lt. einem Uni-Professor lügt ein Mensch ca. 200 mal am Tag. Mir erschien das sehr viel. Aber die Sozialisten – insbesondere Maduro und sein „Vater“ – haben diesen Schnitt wohl ziemlich nach oben gedrückt.

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