Venezuela: Vertretung von Oppenheimer durchsucht

Datum: 05. April 2013
Uhrzeit: 22:56 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Büro geschlossen

Der venezolanische Geheimdienst (Sebin) hat am Freitag (5.) die lokale Vertretung des US-Brokers Oppenheimer & Co. (Caracas Brokerage Brisbane, Mendes de Leon, Pettus & Asociados), wegen des Verdachts auf illegalen Devisenhandel durchsucht und mehrere Unterlagen beschlagnahmt. Venezuela hat seit einem Jahrzehnt eine strenge Devisenkontrolle, welche den freien Kauf von ausländischen Zahlungsmitteln im stark von Ölimporten abhängigen Land verbietet.

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Laut der ermittelnden Staatsanwaltschaft durchsuchten Beamte des Geheimdienstes ebenfalls die Privatwohnung des Hauptaktionärs und Direktor des Unternehmens, John Gayle Pettus Jaso. Dabei wurden vier Ordner mit Informationen und E-Mails über vermeintliche Käufe und Verkäufe von Devisen, insbesondere in US-Dollar, unabhängig und unter angeblicher Umgehung der venezolanischen Devisenkontrollen beschlagnahmt.

In einer Notiz an ihre venezolanischen Kunden Kunden bestätigte Oppenheimer, dass ihr Büro in Caracas vorübergehend geschlossen ist. „Bitte seien Sie versichert, dass Ihre Investitionen sicher sind. Derzeit wird Ihr Konto von der Oppenheimer Niederlassung in Miami betreut“, lautet die kurze Erklärung.

Übergangspräsident Nicolás Maduro hatte vor wenigen Tagen angekündigt, Währungsspekulationen im südamerikanischen Land härter zu bekämpfen. Der Mangel an harter Währung hatte zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Dollar auf dem Schwarzmarkt geführt.

Ein chronischer Mangel an US-Dollar hat auch zu einem weit verbreiteten Mangel an Lebensmitteln und Konsumgütern geführt, da viele Unternehmen keinen Zugang zur offiziellen Währungseinheit der Vereinigten Staaten erhalten. Diese benötigen sie allerdings, um Produkte aus dem Ausland zu erwerben.

Seit dem Jahr 2010 wurden mehrere Brokerage Direktoren wegen angeblicher Verletzung der Devisenkontrollen inhaftiert. Vier ehemalige Direktoren der Econoinvest Casa de Bolsa CA, einst Venezuelas größtes Brokerage-Unternehmen, wurden im Dezember nach mehr als zwei Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Die Direktoren beteuerten, niemals die Gesetze verletzt zu haben. Ihr Prozess wird fortgesetzt.

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