Wahlen in Venezuela: Opportunismus und Machtmissbrauch offensichtlich

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Datum: 14. April 2013
Uhrzeit: 07:26 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Undemokratischer Ungleichheit in den Bedingungen für die Teilnahme der Kandidaten

Während der amtlichen Wahlkampfkampagne zwischen dem 2. und 11. April erschien Übergangspräsident Nicolás Maduro insgesamt 65 Stunden im staatlichen Venezolana de Television VTV (3.921 Minuten) Oppositionskandidat Hernrique Capriles Radonski wurden lediglich 23 Minuten eingeräumt. Diese Daten veröffentlichte am Wahlsonntag (14.) die Organisation „Monitoreo Ciudadano“ und weist darauf hin, dass die täglichen TV-Kampagnen von Maduro im Durchschnitt 6 Stunden und 32 Minuten das venezolanische Volk berieselten. Die NGO erwähnte allerdings nicht, dass Maduro in den vergangen zehn Tagen mehr als fünf Mal von der überregionalen Kettenschaltung Gebrauch machte, bei der auch private Medien Erklärungen der Regierung übertragen müssen.

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„Das staatliche Fernsehen hat Oppositionskandidat Capriles pro Tag weniger als drei Minuten Sendezeit eingeräumt. Das ist die Tatsache in Venezuala und belegt den Opportunismus und Machtmissbrauch des staatlichen Fernsehapparats“, so „Monitoreo Ciudadano“. Die Nichtregierungsgesellschaft „Observatorio Electoral Venezolano“ brachte es auf den Punkt: „Der Wahlkampf war gekennzeichnet von undemokratischer Ungleichheit in den Bedingungen für die Teilnahme der Kandidaten. Es war offensichtlich, dass die übermäßige Verwendung von öffentlichen Mitteln verschiedener Art zugunsten des offiziellen Kandidaten der Regierungspartei stattfand. Der Nationalen Wahlkommission (CNE) war dies bewusst und sie hat es nicht verhindert“.

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Laut einem agência latina press vorliegenden Pressestatement der Opposition wurden in den letzten Tagen mehr als 80 Beschwerden an den CNE gerichtet, welche vom hauptsächlich mit Chavistas besetzten Wahlrat nicht beantwortet wurden. Dass das Oppositionsbündnis Tisch der demokratischen Einheit (MUD) von unfairen Wahlkampfbedingungen spricht, ist deshalb nicht verwunderlich.

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  1. 1
    Togo

    Kommentar gelöscht

  2. 2
    Der Bettler

    Heute hätten sie die letzte Möglichkeit,daß Steuer in diesem Land noch rum zu reißen,was wahrscheinlich nicht passieren wird.Dann gute Nacht Venezuela!!Noch mehr Kriminalität,Korruption,Inflation,und noch weniger
    in den Regalen der Mercardos.Eine blühende Landschaft,ein blühendes
    Land,wie Honecker immer zu sagen pflegte,obwohl der Pleitegeier schon
    eine geraume Zeit über diesem kreist. Jeder wie er es verdient.

  3. 3
    Annaconda

    Diese Methoden sind uns hier nichts neues.In diesem Sinne ist auch das Wahlergebniss zu sehen: Machtmissrauch der Regierenden und Opportunismus vieler Venezolaner,sind das übliche.Zukunft ausgeschaltet ,es gilt was man jetzt noch herausholen kann.Ein Staat der nahezu das Doppelte jeden Monat ausgibt wie er einnimmt,wird irgendwann nicht mehr funktionieren(schon seit geraumer Zeit spürbar,der Anfang vom Ende).Aber das ist scheinbar den Meisten Nutzniesern egal, solange man sich noch irgendwie heute bereichern kann.Keinerlei soziales Denken,sondern antisoziales egoistisches Denken im Sinne der Interessen einer roten Oligarchie.Das Land,die Bevölkerung,die Zukunft ……egal,nach uns die Sinnflut!Wäre hier ein fairer,transparenter,gleichheitlicher Wahlkampf möglich, so hätte der Elefant im Porzellanladen( Maduro) keinerlei Chance.Mal sehen wie lange die Erdöldollars noch Stimmen und Bewusstsein kaufen können!

  4. 4
    Martin Bauer

    Sag ich doch! Ohne eine Knarre vor’s Gesicht gehalten zu bekommen macht jeder Rote was er will, unter Missachtung jeglicher Rechte anderer. Gewalt ist die einziges Sprache, welche sie verstehen. Dieses ewige, Zaudern und Abwarten und Hoffen der trägen Mehrheit macht mich krank, und nicht nur mich…!

  5. 5
    Togo

    Das Wahlkampfteam von Maduro hat ebenfalls heute Zahlen veröffentlciht, welche die Zeiten von den privaten Fernsehsendern zeigt. Bei denen hatte Capriles mehr Sendezeit…

    • 5.1
      Fideldödeldumm

      Zitat: „Diese Daten veröffentlichte am Wahlsonntag (14.) die Organisation “Monitoreo Ciudadano” und weist darauf hin, dass die täglichen TV-Kampagnen von Maduro im Durchschnitt 6 Stunden und 32 Minuten das venezolanische Volk berieselten. Die NGO erwähnte allerdings nicht, dass Maduro in den vergangen zehn Tagen mehr als fünf Mal von der überregionalen Kettenschaltung Gebrauch machte, bei der auch private Medien Erklärungen der Regierung übertragen müssen.“

      Nach Adam seinem Riesen hieße das ja, dass Capriles mindestens 30 Stunden bei den Privaten zu sehen war. Haben Sie ihn so oft in Togo gesehen? Wer sagt da wohl mal wieder nicht die Wahrheit???

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