Venezuela: Nicolás Maduro stehen schwere Monate bevor

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Datum: 16. April 2013
Uhrzeit: 08:46 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Tatsächliche Situation verkannt

Trotz massiver Proteste hat die Wahlbehörde (CNE) Nicolás Maduro am Montag (15.) zum Präsidenten des südamerikanischen Landes erklärt. CNE-Präsidentin Tibisay Lucena überreichte dem 50-Jährigen Ex-Busfahrer die entsprechende Urkunde und verteidigte das Wahlergebnis mit den Worten: „In Venezuela gibt es einen Rechtsstaat, und der muss respektiert werden.“ Am Freitag soll der Wunschnachfolger des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez als neuer Staatschef vereidigt werden. Maduro erwischt einen schlechten Start, fast die Hälfte der venezolanischen Wähler will ihn nicht auf dem Präsidentenstuhl.

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Maduro hat eine dysfunktionale Wirtschaft, ein marodes Stromnetz und eine der höchsten Mordraten der Welt geerbt. Zusätzlich zu diesen gewaltigen Problemen stehen ihm monatelange Auseinandersetzungen mit der Opposition bevor. Diese wird im Gegensatz zu den vergangenen Wahlen die Ungereimten beim und nach Schliessung der Wahllokale nicht auf sich beruhen lassen. Damals stand Oppositionsführer Capriles der allgegenwärtige Hugo Chávez gegenüber – ein aussichtsloses Unterfangen. Der 40-jährige gab bereits am Montag bekannt, dass er „nicht mehr der selbe sei“ wie im Oktober. Ihm ist die Schwäche von Maduro bewusst, der seinem politischen Ziehvater nicht das Wasser reichen kann.

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Bereits in der ersten Nacht nach den Präsidentschaftswahlen gingen landesweit, auch in den Chavista-Hochburgen, Zehntausende Menschen auf die Strassen. Die zuerst friedlichen Proteste mit Töpfen und Pfannen arteten beim Herannahen der bei der Bevölkerung verhassten Nationalgarde rasch aus. Die Militärs wurden beschimpft und mit Steinen und Flaschen beworfen. Diese reagierte und feuerte Gummigeschosse und Tränengas ab.

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Wie üblich verkennt Maduro die tatsächliche Situation und beschwört im Stile der linksgerichteten Staatschefs Südamerikas die Gefahr eines Putsches hervor. „Wer die Mehrheit in einer Demokratie schwächen will, der ruft nach einem Staatsstreich“, erklärte er in Caracas. „Ich warne das ganze Volk: Die Rechte will die Revolution und das, was wir erreicht haben, töten“. Weshalb er einer Neuauszählung der Stimmen, die er nach eigenen Worten am Sonntag noch als „kein Problem bezeichnet hatte“ ablehnt, bleibt sein Geheimnis.

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  1. 1
    el escéptico

    „Weshalb er einer Neuauszählung der Stimmen, die er nach eigenen Worten am Sonntag noch als “kein Problem bezeichnet hatte” ablehnt, bleibt sein Geheimnis.“

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=329234840512936&set=a.267105913392496.40642.267092946727126&type=1&theater

  2. 2
    margarta

    Das hat Ihm bestimmt wieder ein kleines Vögelchen gezwitschert….

    verlogenes Pack…..

  3. 3
    pandora

    Tibisay Lucena : “ “In Venezuela gibt es einen Rechtsstaat, und der muss respektiert werden “
    Diese Worte hätten ihr im Hals stecken bleiben müssen !!
    Korrupt und verlogen obendrein – auch diese „Dame“ .

  4. 4
    el escéptico

    VE ist ein Linksstaat; selbst das Pferd auf der bandera musste seinen Blick nach links richten

  5. 5
    VE-AL

    ……alles was die Opposition wollte und will ist das nachzaehlen der Stimmen. Wenn alles ok ware, ware dies ja kein problem aber nun wert man sich mit Haenden und Fuessen……..Wo bleiben eigentlich die Beweise welche er vorlegen wollte in bezug auf die Verschwoerung der USA? Hat er diese nicht grosskotzig angekuendigt ???

  6. 6
    Der Bettler

    Denen geht doch der A…. auf Grundeis,und versuchen verzweifelt ihre Betrügereien zu vertuschen.Capriles darf nicht nachlassen und auf sein Recht bestehen,die Votos neu auszuzählen.Jeden Abend Cacerolas und viel Druck vom Ausland.Die CNE-Tante soll sich mal ganz schnell verdünnisieren,der Knast ist nahe.Auf anderem Weg sind diese Ausgeburten der Hölle nicht zu beseitigen.
    Eine Frage,warum muß man keine Buchstaben und Zahlen mehr eingeben
    beim absenden?

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