Dominikanische Republik: Rafael Correa kritisiert kapitalistischen IWF und Neoliberalismus

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Datum: 23. April 2013
Uhrzeit: 09:09 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Verhandlungen nur auf Augenhöhe

Anlässlich seines eintägigen Besuches in der Dominikanischen Republik hat Ecuadors Präsident Rafael Correa den Internationalen Währungsfonds (IWF) und den transnationalen kapitalistischen Neoliberalismus kritisiert. Das linksgerichtete Staatsoberhaupt des südamerikanischen Landes hielt an der Autonomen Universität von Santo Domingo (UASD) eine etwa zwei Stunden lange Rede und bekam im Anschluss den Doktortitel „honoris causa“ (Ehrendoktorwürde) verliehen.

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„Wir werden diese Heuchelei des Neoliberalismus nicht weiter zulassen. Wenn sie als Touristen (IWF) kommen, sind sie willkommen. Wir brauchen keine neuen Vizkönige und verhandeln nur auf Augenhöhe“, so Correa unter dem Applaus der anwesenden Studenten, Regierungsbeamte und Politiker der Opposition. Der Präsident wies auf die Wirtschaftspolitik seiner Regierung und auf die im Jahr 2007 gestarteten sozialen Pläne hin.

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Ecuador ist eines der fünf am schnellsten wachsenden Länder in Lateinamerika und hat sich sehr schnell von der globalen Wirtschaftskrise erholt. „Wir haben nun ein ganz anderes Land, als wie wir es im Jahr 2007 (Regierungsübernahme) vorgefunden haben. Wir halten nichts von der Oligarchie, internationalen Organisationen oder gewissen Medien. Jetzt stehen die Menschen im Vordergrund“, erklärte das Staatsoberhaupt und verurteilte die „kriminelle“ Blockade der USA gegen Kuba.

Correa reiste im Anschluss nach Haiti und wird mit dem haitianischen Präsidenten Michel Martelly mehrere Infrastrukturprojekte einweihen. Eine Rückkehr nach Ecuador ist für den späten Dienstagabend (Ortszeit) geplant.

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  1. 1
    Der Bettler

    Komisch,aber im kapitalistischen Deutschland schon für eine Freihandels-
    zone und Investoren anbiedern.Verräter der eigenen politischen Einstellung.

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