Venezuela: Popularität von Nicolás Maduro auf Talfahrt

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Datum: 27. April 2013
Uhrzeit: 11:49 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Die Hälfte des Landes will eine Veränderung

Laut Umfragen verschiedener venezolanischer Meinungsforschungsinstitute befindet sich die Popularität von Nicolás Maduro auf Talfahrt. Dieser Zweig der empirischen Sozialforschung ringt im südamerikanischen Land allerdings wie andere Institute auch um Glaubwürdigkeit, sahen sie den selbsternannten Chavez-Apostel bei den Präsidentschaftswahlen am 14. April noch mit bis zu 20 Prozentpunkten gegenüber Henrique Capriles Radanski im Vorteil.

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Neue Umfragen sollen nun belegen, dass die von der Nationalen Wahlkommissionen (CNE) überreichte Präsidentenschärpe den Popularitätsverlust des 50-jährigen Ex-Busfahrers nicht aufhalten konnte. Eine Woche nach der Vereidigung sind sich die Meinungsforscher darüber einig, dass auch keine Anzeichen für eine Erholung feststellbar sind.

Umfragen des Meinungsforschungsinstituts „Datanalisis“ haben demnach ergeben, dass 58,4 Prozent die Leistungen von Maduro negativ bewerten. 37,7 Prozent voteten mit schlecht oder sehr schlecht, 20,7 Prozent mit regelmäßig. 41,6 Prozent sind der Meinung, dass er seine Arbeit gut oder sehr gut verrichtet. Laut Oscar Schemel, Direktor der Insituts „Hinterlaces“, verliert Maduro seit den Präsidentschaftswahlen täglich einen Punk an Zustimmung.

Eugenio Escuela, Direktor von „6to Poder Datos“ stellt fest, dass Oppositionskandidat Capriles immer besser bei der Bevölkerung ankommt. „Es ist erstaunlich, Capriles spricht fast jede Nacht um 20:00 Uhr (Ortszeit) und verbindet die Menschen mit seiner Botschaft. Diese reagiert unverzüglich auf seine Worte und verursacht dadurch große Schäden bei der aktuellen Regierung. Zum ersten Mal seit 15 Jahren sind diese Botschaften der Opposition dabei nicht beleidigend. Maduro hat ein schweres Image-Problem, durch seine permanenten Widersprüche hat er massiv an Glaubwürdigkeit verloren“, analysiert der Wissenschaftler.

Alfredo Keller, Direktor von „Keller & Asociados“ weist darauf hin, dass es keinen einzigen Grund gibt zu glauben, dass Maduro an Popularität zulegen wird. „Venezuela befindet sich an einem Scheideweg, die Hälfte des Landes will eine Veränderung“.

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  1. 1
    pandora

    Definitiv MEHR als die Hälfte der Venezolaner wollen eine Veränderung !
    Und Maduro wird sich noch unbeliebter machen ( sofern das überhaupt noch geht ), wenn er weiterhin die Fernsehansprachen Capriles durch seine blöden , nichtssagenden Cadenas unterbricht , denn das gefällt nicht mal mehr den Chavistas .

    • 1.1
      Annaconda

      Sobald Capriles ein Interview ankündigt, schaltet sich Toripollo Maduro in alle Kanäle ein um belanglosen Schwachsinn zu reden.In der Tat damit erreichen sie nur das Gegenteil,nämlich Ablehnung ,wie du auch sagtest selbst bei den Chavistas.Und die 4 Tussis vom CNE waren ja auch so „schlau“ und gestern endlich bekanntzugeben,dass sie keine komplette Auditoria zulassen werden.Die cuadernos de votacion( Hefte in denen in jedem Wahllokal nach der Ausübung der Wahl,die Leute persönlich unterschreiben und damit bestätigen ,dass sie gewählt haben) wollen sie nicht zur Auditoria untersuchen.Damit haben sie sich selbst ins Aus geschossen,denn die Negierung ,bestätigt einmal mehr,dass sie etwas verbergen.Das ist die einzige logische Schlussfolgerung für ihr negatives verhalten,dass man diese Hefte nicht einsehen darf!Die schaufeln sich ihr eignes Grab!

      • 1.1.1
        el escéptico

        aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben
        das wird er aber auch noch begreifen

  2. 2
    VE-AL

    Weiter so Capriles……..weiter so

  3. 3
    Der Bettler

    Capriles geht einen gefährlichen Weg,aber nur so kann man diese kriminelle Bande wegbekommen.Jetzt werden sie in Cuba beratschlagen wie sie ihn beseitigen können.Was Maduro betrifft,wem wunderts,daß der größte und vulgärste Trottel unter der Sonne im freien Fall ist.Stiefellecker bleibt Stiefellecker,wenn er jetzt auch einen anderen Stiefel leckt.

  4. 4
    Martin Bauer

    “Venezuela befindet sich an einem Scheideweg, die Hälfte des Landes will eine Veränderung”
    Die Hälfte der Chavistas, hätte er sagen sollen. Denn die anderen sind schon seit 10 Jahren die Mehrheit.

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