Kuba: Frauenrechtlerin schwer misshandelt

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Datum: 30. April 2013
Uhrzeit: 06:56 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Polizeigewalt gegen afrokubanische Regimekritiker

kuKubanische Polizisten und Geheimdienstmitarbeiter haben die afrokubanische Frauenrechtlerin und Vorsitzende der „Rosa Parks Bewegung für bürgerliche Rechte“, Iris Tamara Pérez Aguilera, schwer misshandelt. Die Feministin und Bürgerrechtlerin wurde nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am 7. März bei einem friedlichen Protestmarsch anlässlich des Weltfrauentages von Staatssicherheitsbeamten bewusstlos geschlagen und befindet sich immer noch in medizinischer Behandlung. Am 25. April wurde Frau Pérez Aguilera erneut von Beamten der kubanischen Staatssicherheit verhaftet, weil sie ihr Haus verließ, um in der Apotheke Medikamente zu holen.

Beamte der Staatssicherheit hatten der Frauenrechtlerin verboten, das Haus zu verlassen, eine gerichtliche Anordnung für den Hausarrest gab es nach Angabe der IGFM aber nicht. „Ich werde nicht erlauben, dass sie mich erpressen, ich fühle mich als freie Bürgerin“, so Pérez Aguilera, die auch Mitglied der IGFM-Arbeitsgruppe auf Kuba ist. „Ich akzeptiere nicht, dass mein Haus zu meiner Haftzelle wird, und werde weiterhin hinausgehen, um mir meine Medikamente zu holen“.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin verurteilt die gewalttätigen Übergriffe gegen Iris Tamara Pérez Aguilera. „Sie und ihr Ehemann, IGFM-Ehrenmitglied Jorge Luis García Pérez „Antúnez“, befinden sich wegen ihrer regimekritischen Aktivitäten seit Jahren im Visier des Castro-Regimes. Mehrmals wurde ihnen im Gefängnis dringend notwendige medizinische Behandlung verweigert“; so Lessenthin. Diese unmenschliche Behandlung führt Lessenthin unter anderem auf die Tatsache zurück, dass beide Afrokubaner sind, Rassismus auf Kuba leider immer noch weit verbreitet sei und vom Regime zur Stabilisierung seiner Herrschaft genutzt werde.

Jorge Luis García Pérez „Antúnez“, Mitbegründer der unabhängigen Gefangenenhilfsorganisation „Asociación de Presos Políticos Pedro Luis Boitel“, war wegen Regimekritik über 17 Jahre lang in Haft.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    alexandro

    Hier geht es um Menschenrechte,Natürlich kein Aufschrei von den linken Schreiberlingen ,wie Steffen,Bruno und Ko.Es ist halt leichter mit z.T. falschen Zahlen und Statistiken um sich zu schmeissen, als zu den Unmenschlichkeiten ihrer verehrten Gesinnungsgenossen aus Cuba,Venezuela usw.Stellung zu nehmen

  2. 2
    Flow

    Das Opfer ist natürlich eine von der CIA bezahlte Söldnerin die ohne eigenen Antrieb handelt. Was Bürgerrechte sind kann sie doch gar nicht wissen, was brauch sie die auch, Kubaner sind doch mit Rum, Salsa, Sonne und vom Castro Regime gesponserten Kernseife glücklich. Da hat man schliesslich in ewiger Dankbarkeit dem Regime zu huldigen.

    Mich kotzt es an, dass linke Systeme als perfekt hingestellt werden und jegliche Fehler ignoriert oder als Lüge abgetan werden. Wenn ein System keine Kritik und Kontrolle zulässt, dann passiert genau das was dort mit den Kritikern des Systems in Kuba passiert. Wer das dann auch noch als unwahr bezeichnet oder als unwichtig abtut macht solidarisiert sich mit dem autoritärem Regime und macht sich damit auch zum Mittäter. Und jetzt bitte keine Vergleich mit unserem System anstellen, es gibt hier immer noch die Gewaltenteilung, unabhängige Presse, freie Meinungsäußerung und Menschen wie ich die ohne Angst posten können.

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