Regime in Venezuela entgleitet die Kontrolle

oppo

Datum: 01. Mai 2013
Uhrzeit: 09:50 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom 14. April artet die politische Gewalt in Venezuela aus, dem Regime entgleitet immer mehr die Kontrolle. Der vorläufige Höhepunkt war eine Schlägerei unter Abgeordneten der Nationalversammlung, elf Verletzte mussten zum Teil ärztlich behandelt werden. Nachdem der Opposition im Parlament am Dienstag (30.) erneut das Rederecht entzogen wurde, kam es zu handfesten Konflikten. Nach Berichten von „Augenzeugen“ entrollten sie ein Banner und und protestierten lautstark mit Pfiffen und Rufen. Dies erzeugte eine Gegenreaktion, die in einer handfesten Schlägerei endete.

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Die Zeiten im südamerikanische Land haben sich geändert, seit dem Tod von Hugo Chávez wittert die Opposition Morgenluft und hat ihr klassisches ängstliches Verhaltensmuster abgelegt. Ex-Busfahrer und Vogelflüsterer Nicolás Maduro hat den Großteil der Bevölkerung nicht mehr hinter sich, die Zustimmung seiner Politik bröckelt täglich. Säuberungsaktionen der Regierung seitens Anderdenkender heizen die Spannung zusätzlich auf, das Land gleicht einem Pulverfass.

Während einer Fernsehansprache gab Maduro bekannt, dass die Regierungspartei darüber informiert war, dass die Opposition „Gewalt provozieren“ wollte. „Ich sprach persönlich mit Diosdado Cabello (Präsident der Nationalversammlung) und er wird Maßnahmen ergreifen, um die Wiederholung von Ereignissen wie diese zu verhindern. Wir wollen Frieden, Koexistenz, die Achtung der Verfassung und der Gesetze“, so Maduro.

Er reagierte auch auf das Angebot des spanischen Außenministeriums, zwischen den beiden Konfliktparteien zu vermitteln. „Herr Außenminster (José Manuel García Margallo), kümmere Dich um die spanische Arbeiterklasse und halte Deine Nase aus Venezuela heraus. Verschwinde einfach, Du unverschämter spanischer Außenminister“, so Maduro vor klatschenden und bierflaschenschwenkenden Chavistas.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Susanne

    Der ist so blöd den beißen nicht mal mehr die Schweine.
    Und das nennt sich Präsident???
    Hat der denn keine Berater,
    sonst schreiben sie ihm doch alles vor was er sagen soll,
    oder konnte er nicht richtig ablesen?

    • 1.1
      Susanne

      Bezugnehmend auf das Angebot des spanischen Außenmenister`s

    • 1.2
      gerda mueller

      chvaez hatte wenigstens immer seinen ohrstecker, damit ihm seine berater die birne vollflüstern konnten. maduro hat wohl die ohren so voller dreck, dass nicht mal mehr die eigenen leute in sein ohr vordringen können.

      die charaktereigenschaften zeigen die chavistas immer mehr, indem sie andersdenkende sogar im parlament zum schweigen bringen.
      es gilt nur ihr eigenes schweinische sprachgut und respektlosigkeit.

  2. 2
    Annaconda

    Welcome to the jungle! Sie haben die Masken abgelegt.Das magische Wort der „Provokation“ rechtfertigt immer noch Delikte.Es sind eben einfach nur Kriminelle,welche hier das Land dominieren,mehr nicht.Viele haben die Videos gesehen,welche einige Abgeordnete mit ihren Handy,s filmen konnten.Da konnte man eindeutig sehen,welches die Aggressoren waren.Die staatlichen Kameras schwenkten zur Decke,Diosdado Cabello lachte sich kaputt,als seine Schläger auf die Abgeordneten der Opposition losgingen,neben ihm standen seine bewaffneten Bodyguards.Die Ausgänge aus dem Parlament hatten sie verschlossen.Sie sind im Parlament bewaffnet,die oppositionellen Abgeordneten werden beim betreten des Parlament auf Waffen etc. durchsucht,während die Chavistas ohne Waffenkontrolle ein- und ausgehen.Noch eine Hintergrundiinformation,im Jahre 2010 gewannen die Abgeordneten der Opposition 52% der Stimmen,aber dank einem Manöver mit undurchsichtigen Gesetzen (Stimmbezirke unterschiedlichem Gewicht?!?) mit Hilfe des CNE(Wahlbehörde der Korrupten)bekamen sie weitaus weniger Sitze im Parlament und wurden zur Minderheit heruntergetrickst.

  3. 3
    El burrito

    Ja, wenn wir daran mal zurückdenken, wie einige Zeit vor der Parlamentsswahl Stimmbezirke verändert wurden…da kann man nur noch abwinken. Diese Leute sind so dermaßen dreist, es ist einfach nicht zu fassen.
    Heehaw heehaw heehaw sagt El Burrito.

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