Carter-Center: Das Problem in Venezuela sind nicht die Wahlmaschinen

wahl1

Datum: 09. Mai 2013
Uhrzeit: 11:49 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Nachwehen einer Präsidentschaftswahl

In der Vergangenheit hatte das Carter-Center das venezolanische Wahlsystem als eines der zuverlässigsten der Welt bezeichnet. Bei den Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober 2012 sprach Jennifer McCoy, Direktorin der Amerika-Abteilung der Organisation, gar vom „besten Wahlsystem der Welt“. Heute, da sich das südamerikanische Land in den Nachwehen einer von der Opposition angefochtenen Wahl befindet, erscheinen die Dinge in einem anderen Licht.

wahl1

In einem Interview mit der „Washington Post“ äußerte ein Beamter der vom ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter und seiner Ehefrau Rosalyn Carter gegründete Non-Profit-Organisation seine Bedenken. „Wir machen uns keine Sorgen über die Wahlmaschinen und ob sie genau gezählt haben. Die Fragen sind: Wer hat überhaupt gewählt. Gab es doppelte Stimmabgaben? Gab es Identitätswechsel der Wähler? Und wer wurde zur Abstimmung gezwungen“?

Dieser Bericht bezieht sich auf:

In Venezuela hat die Opposition fast drei Wochen nach der Präsidentenwahl und innerhalb der gesetzlichen Frist Klage gegen den knappen Sieg von Nicolas Maduro eingereicht. Der laut Nationaler Wahlkommission CNE unterlegene Henrique Capriles Radonski hat nach eigenen Worten Tausende von Beweisen über Unregelmässigkeiten am Wahltag (14. April) – unter anderem sollen Zehntausende bereits Verstorbene gewählt haben.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: IAP/latina-press/Dietmar Lang

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    el escéptico

    wer immer noch glaubt, ein Computer, oder auch Maschine, sei sicher oder nicht manipulierbar, der hat es nicht begriffen
    ein sicheres System bedeutet auch, nicht unwillkürlich darauf zugreifen zu können
    wie schon bei den letzten Wahlen (und sicher auch davor) wurden Personen gezielt aufgesucht und zu den Wahlen begleitet

    „am 7. Oktober 2012 sprach Jennifer McCoy … gar vom “besten Wahlsystem der Welt”

    “Wir machen uns keine Sorgen über die Wahlmaschinen und ob sie genau gezählt haben. Die Fragen sind: Wer hat überhaupt gewählt. Gab es doppelte Stimmabgaben? Gab es Identitätswechsel der Wähler? Und wer wurde zur Abstimmung gezwungen”?

    beides Aussagen vom Carter-Center, die widersprüchlicher nicht sein können

  2. 2
    Martin Bauer

    “ “Wir machen uns keine Sorgen über die Wahlmaschinen und ob sie genau gezählt haben…“
    Ich betrachte diese Äusserung als eine ungeheuere Frechheit dem venezolanischen Volk gegenüber, geboren entweder aus unentschuldbarer Dummheit, oder aus niedrigem Motiv. Diese Wahlmaschinen wurden eigens dafür konstruiert, Wahlmanipulation im grossen Stil zu ermöglichen. Allein die Tatsache, dass der Fingerabdruck-Scanner, welcher den Wähler identifiziert, per Kabel mit der Wahlmaschine verbunden ist, die das Votum speichert, ist skandalös. Selbst ein völliger Computer Laie muss da spontan Bedenken haben, und viele hatten sie auch.
    Aber allein die Umstände, dass die Maschinen von einer Chavista-Firma gebaut wurden und CNE Techniker unkontrolliert an ihnen „rumschrauben“ konnten, macht jede Wahl zur Farce, bei der die DInger zum Einsatz kamen.

  3. 3
    jose

    Wie heißt der „BEAMTE“ der Non-Profit-Organisation? Datum der Zeitungsausgabe?

    WELCHE TECHNISCHEN ÄNDERUNGEN an den Wahlmaschinen seit Okt. 2012 hat er festgestellt?
    Offensichtlich nicht den Wegfall der Fingerabdruckfunktion und anderer Sicherungen!
    Wie begründet er seine Fragen? Z.B.: Kann er jetzt einen Identitätswechsel der Wähler feststellen? Gab es doppelte Stimmabgaben? Wer hat überhaupt gewählt? (Fingerabdrücke von Toten?)
    Welche Manipulationen sind an den Wahlmaschinen in Miranda vorgenommen worden, die Henrique Capriles Radonski erneut zum Sieger der Gouverneurswahlen gezählt, gemacht haben?
    Die andere Frage „Und wer wurde zur Abstimmung gezwungen”? wird sich wohl niemals beantworten lassen!
    Ich bitte mir die Polemik zu verzeihen:
    In Deutschland sind quasi alle Bürger mit vorgehaltener Pistole gezwungen worden , für den „Führer“ zu votieren. Trotzdem hat er (NSDAP) NIE eine Stimmenmehrheit erzielt!
    @Martin Bauer:
    die pfollvostendoofen Chavistas können Computer bauen und dann auch noch kontrolliert manipulieren?

  4. 4
    Der Bettler

    Jose können Sie nicht lesen,oder was ist los mit Ihnen? Es sind tausende
    Beweise für Wahlfälschung da.Es wurde gefilmt und fotografiert.In den Wahllisten sind an die 200000 Tote als Wähler aufgeführt.Zig tausende sind von einen Wahllokal zum anderen kutschiert worden um erneut zu wählen.Man kann alles schwarz auf weiß einsehen.Sie wahrscheinlich nicht,denn Sie haben keine Ahnung von diesem Land,und können nur das berichten was Ihnen Amerika 21 oder sonst so ein linkes Blättchen anbietet.

    • 4.1
      jose

      Falls Sie es übersehen haben, Herr Bettler, meine Anfrage bezieht sich auf einen Artikel in latina-press!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!