Lateinamerika: US Öl und transpazifische Allianzen werden die Weltwirtschaft verändern

Datum: 26. Mai 2013
Uhrzeit: 10:49 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Keine Zukunft für den Mercosur

Die USA werden bis 2025 zum größten Öl- und Gasproduzenten der Welt aufsteigen. Nach Meinung verschiedener Analysten werden die neu entdeckten Schiefergas- und Öl-Vorkommen in Nordamerika den Weltenergiemarkt und damit die Weltwirtschaft von Grund auf verändern. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft (TPP) und die Pazifik-Allianz (Alianza del Pacífico). Dem Gemeinsamen Markt Südamerikas (Mercosur) wird hingegen keine Zukunft prognostiziert.

asVertreter der Mitglieder und assozierten Staaten der Pazifik-Allianz beim Gipfeltreffen am 6. Juni 2012 in der AtacamawüsteMitgliedstreffen der Trans-Pacific Strategic Economic Partnership (TPP)

Der Analyst bei „Inverway“ geht allerdings davon aus, dass Washington nicht energieautark werden wird und weiterhin Öl importiert. Allerdings nicht mehr aus Venezuela, sondern vor allem aus Kanada und Brasilien. Der am 6. Juni 2012 von den Präsidenten von Chile, Peru, Kolumbien und Mexiko gegründeten Pazifik-Allianz (Alianza del Pacífico) schreibt er ebenfalls eine wichtige Bedeutung bei. „Diese Allianz wird die lateinamerikanische Region nachhaltig verändern“.

Der mexikanische Analyst Alberto Padilla sieht die Aussichten für mehrere Länder Lateinamerikas mit gemischten Gefühlen. „Die Staaten, die sich der Pazifik-Allianz anschließen, gehen den richtigen Weg. Die Wirtschaft in Brasilien wird stagnieren, Argentinien wird mit der selben Krise wie in Venezuela konfrontiert. Ich bin mir sicher, dass der Chavismus vollständig verschwinden wird“, prophezeit Padilla

„Brasilien gleicht einer aufgeblähten Blase. Wenn es keine tief greifenden Reformen gibt, ist das Land ein schlechter Riese und wird in naher Zukunft nicht mehr konkurrenzfähig sein. Venezuela wird implodieren und das von ihm abhängige Argentinien vor ernsthafte Probleme stellen. Das neue nette Mädchen aus der Nachbarschaft heißt Mexiko. Allerdings sind die in den nächsten Monaten angekündigten Entscheidung der Regierung wichtig für die weitere Zukunft der Nation“, fügt er hinzu.

Dem Mercosur bescheinigt er keine Zukunft. „Diese Allianz hat sich zu einer Zwangsjacke für kleinere Volkswirtschaften entwickelt und kommt wegen internen Konflikten nicht vom Fleck. Das beste Beispiel sind die seit 15 Jahren andauernden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit der EU. Die Pazifik-Allianz wird dieses Problem innerhalb kürzester Zeit lösen können, da alle Mitgliedsstaaten dieser Lokomotive an einem Strang ziehen“.

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  1. 1
    herbert merkelbach

    Wenn man die Vorgänge innerhalb des Mercosur in den letzten 3 Jahren verfolgt hat, dann hat muss man Alberto Padilla Recht geben in Bwezug auf das von ihm Gesagte.
    Insbesondere Argentinien und zwar seit C. Kirchner Präsidentin ist, wurden immer wieder neue Handelsschranken von Argentinien innerhalb dieser Wirtschaftsvereinigung eingerichtet. Es kann doch nicht sein, dass man eine Freihandelszone gründet, um anschliessend mit Schutzzöllen innerhalb dieses Gebildes die eigene Wirtschaft zu schützen.
    Ich kann nur vermuten, dass C.K. den Begriff Freihandelszone falsch verstanden hat oder dass ihr ehemaliger „buddy“, HCF zuviel dummes Zeug in ihr Gehirn eingeflösst hat, das sie aus ihrem Schädel nicht mehr entfernen kann.

  2. Den Artikel sollten mal die Anachronisten der illegalen Regierung hier lesen,welche Venezuela das gescheiterte kubanische Modell aufzwingen lassen.

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